BMW M2. Dicke Backen.

Ein letztes Mal wird es ihn noch geben – ein leistungsstarkes M-Modell von BMW ohne Elektrifizierung. Wer eine echte Sportskanone sucht, der es auch ohne Elektroboost faustdick hinter den Ohren hat, der ist im Beuteschema des neuen BMW M2.

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Der neue Bayer hat dicke Backen, keinen Elektromotor und jede Menge Dampf. Ein Sportcoupé alter Schule, das mit seinen 338 kW / 460 PS überaus lautstark am größeren BMW M4 kratzt. Auf Wunsch gibt es den neuen BMW M2 ab April kommenden Jahres nicht nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h, sondern auch einem manuellen Sechsgang-Getriebe.

Die meisten Kunden dürften sich jedoch für die Achtstufenautomatik entscheiden, die erfahrungsgemäß prächtig mit dem aufgeladenen Dreiliter-Reihensechszylinder zusammenarbeitet, für Entspannung hinter dem Steuer und niedrigere Verbräuche sorgt. Nicht nur mit seinem Tatendrang, der deutlich gestiegenen Motorleistung, sondern auch mit einem Einstiegspreis von 72.800 Euro kratzt der Viersitzer an ehemaligen BMW M4, der sich mit bis zu 550 PS und optionalem Allradantrieb jedoch längst in höhere Coupésphären verabschiedet hat.

Aus dem Stand beschleunigt der Sportler aus dem mexikanischen Produktionsstandort San Luis Potosi in 4,1 Sekunden auf Tempo 100. Für gute Laune sorgt eben nicht nur die Wahlmöglichkeit aus Sechsganghandschalter und Achtgangautomatik, sondern auch ein variabel einstellbares Fahrwerk, 550 Nm maximales Drehmoment und eine Höchstdrehzahl von stattlichen 7.200 Touren, die auf Rennstrecke und Landstraße für gleichermaßen gute Laune sorgt.

Von seinen zahmeren Brüdern des Zweier-Familie unterscheidet sich der Garchinger Speedy Gonzales nicht nur durch die ausgestellten Kotflügel, sondern auch für eine neu gestaltete Font mit horizontalen Kühlerlamellen und rechteckigen Lufteinlässen, die sich alles andere zurückhaltend in Rückspiegel des Vorausfahrenden hereinrücken. Verschiedene Fahrmodi lassen einen dabei auf nahezu alle Rahmenbedingungen vorbereitet sein und erlauben auch einen unterhaltsamen Ausflug auf die Rennstrecke der eigenen Wahl.

Ebenso wie seine großen Brüder BMW M3 / M4 bietet der kleinere M2 allerhand dynamische Dreingaben wie Sportsitze nach Wunsch – mit und ohne Leder oder echte Karbonschalen – ganz nach Gusto und Anforderungsprofil.Die Karbonstühle reduzieren das Gewicht um knapp elf Kilogramm. Am besten, man entscheidet sich dann direkt für das Sportpaket, denn darin enthalten gibt es nicht nur Karbondach, Schalensitze und Innenraumzierrat, sondern auch Rennstreckenbereifung und eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 285 km/h.

TEXT Stefan Grundhoff für WALTER

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