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Markus Meindl. Der wahre Leatherman.

Meindl, Meindl … ist das DER Meindl? Ja, der Meindl. Also einer der drei. Der Markus. Der mit den Hirschlederhosen. Nicht die mit den Wanderschuhen. Das sind seine Cousins. Auf nach Kirchanschöring. Ein paar Zentimeter vor Salzburg.

Jeder, der in der südlichen Hälfte unseres Landes wohnt, hat schon mal was von den Meindl-Cousins gekauft. Jeder. Wanderschuhe bei Lukas und Lars, oder eine Wildlederhose bei Markus. Ich war natürlich schon seit Jahren ein Opfer von allen Dreien. Weil es nix Besseres gibt. Und da der Markus auch weiß, was gut ist, ist er WALTER-Abonnent. Weil es nix Besseres … lassen wir das.

Tagsüber macht Markus Meindl Wildlederhosen. Und Wildlederjacken. Und Wildlederhemden. Und Wildlederkleider. Und Wildlederröcke. Und Wildledersofas. Und nach Motorradlederkombis für BMW (Atlantis) neuerdings auch Lederausstattungen für die Autosparte. Hirsch, Reh, Ziege. Natürlichst gegerbt. Ohne Chemie. Alles wie früher. Und später.

„Unsere Produkte könntest Du einfach in den Wald werfen, wenn sie Dir nicht mehr gefallen. Da kommen sie her, da können sie wieder hin. Unser Leder ist absolut natürlich, das kannst Du bedenkenlos tun. 100 Prozent abbaubar. Keine Chemie, die die Umwelt belastet. Versuch das mal mit Polyamitprodukten. Die liegen da für immer!“ Und er ergänzt: „Natürlich ist das nur ein Beispiel. Niemand tut sowas!“

Markus Meindl mag es markig. Obschon er ein wohlerzogener Geschäftsmann ist, kommt auch immer wieder der Naturbursche durch. Und auch wenn ihn der gemeine Aufschrei-Öko aus den wenig sozialen Medien gern an den Pranger stellen würde – keine Chance. Ja, er hat einen Oldtimer. Aber schon immer. Ja, er ist Bergjäger, weil es Bergjäger geben muss. Ja, er macht Bekleidung aus Leder, aber die hält auch für immer und wird nicht nach einer Saison weggeworfen. Der wahre Öko ist Markus Meindl. Auch wenn es dem einen oder der anderen Trippelnamen-Aufschreihälsin mangels Wissens nicht passt.

„Wir machen uns seit vielen Jahren intensiv Gedanken über das Tierwohl. Das Wild wird waidmännisch erlegt. Bis zu diesem Moment lebt das Tier in freier Wildbahn und der einzige Stress, den dieses Tier hat, ist die Störung durch Wanderer, Radfahrer und Raubwild. Keine Lebendtransporte, keine Antibiotika und keine Massentierhaltung. Nix. Eines Tages macht es einen Knall und das war es. Unsere Hirsche leben ein freies und glückliches Tierleben. Umgeben von Wäldern, Bergen und Feldern.“

Was muss man noch über Markus Meindl wissen? Ich schreib es hier mal hin, weil es ihm viel zu peinlich wäre, es selbst zu sagen. Er ist ein stiller Genießer. Ein wirklicher Gentleman, er hat Geschmack, Stil, ein sagenhaftes Haus, voll mit seinen selbst produzierten Hirschledersofas, er ist ein wundervoller Familienvater, ein Tierfreund und perfekter Gastgeber. Er nennt sich selbst einen „Gebirgsstädter“. So wie er die Tradition nicht als Stillstand ansieht, sondern als ständige Weiterentwicklung, so muss auch seine Kleidung funktionieren. Im Restaurant und am Berg.

Markus, gibt es jemanden, der sich aufs Oktoberfest wagt, ohne eine Deiner Lederhosen?

Ja. Und ich bin ihm auch nicht böse. Muss nicht jeder unsere Sachen tragen. Mir ist es wichtiger, dass es die Leute sind, die unsere Qualität zu schätzen wissen. Und wenn einer lieber mit einer billigen Karnevalshose da auflaufen will, dann soll er das tun.

Ich würd es ja als Hamburger niemals wagen, in einer Kniebundhose aufzutreten. Aber für solche wie mich gibt es ja zum Glück die langen und kurzen Cargohosen. Die sind der Hammer. Zieh ich quasi nie aus.

Ja warum auch. Mit der kurzen Hose, die Du anhast, kannst Du auch ins Restaurant gehen. Das ist Natur pur! Das erkennen die Leute. Damit ist man immer angezogen! Du weißt ja: allein das sämische Gerben machen wir noch wie vor vielen hundert Jahren. Drei Monate dauert das Färben einer Haut. Drei Monate! Nur Natur! Da werden keine Flüsse am anderen Ende der Welt vergiftet fürs schnelle Geschäft!

Wenn ich hier durch den Laden gehe, könnt ich gleich drei neue mitnehmen. Was ich aber aus zwei Gründen nicht mache: Erstens werd ich schon nicht mehr alt genug, um die eine kaputt zu kriegen und zweitens ist es natürlich auch ein Investment, welches mein Bankberater nicht jedes Jahr überlebt.

Und weißt Du was: ich glaub, das freut Dich sogar. Weil es dadurch etwas Besonderes bleibt. Authentic Luxury ist bei uns ein wichtiger Begriff. Für mich ist Luxus nicht schrill und laut. Für mich ist er leise. Und diskret. Und langfristig ausgelegt. Luxus bedeutet für uns Exklusivität und eine selbstverständliche Zeitlosigkeit. Unsere Produkte sind nie als Massenprodukt zu bekommen. Es sind Kapazitäten an Handarbeit, in der Gerbung und letztendlich in der Produktion, welche unsere Produkte natürlich limitieren. Das kann nicht zum Preis einer Discountjeans gehen. Und soll es auch nicht.

Jedes Jahr zur Wiesn stehen die Leute Schlange bei Dir im Laden. Das kommt ja nicht von ungefähr …

Ach, wir haben schon viele Stammkunden. Die es vielleicht auch ein bisschen schätzen, dass wir uns Gedanken um die Umwelt und um sie machen.

Sind auch viele Promis dabei, wie ich weiß. Skirennläufer, Fußballer, Arnold Schwarzenegger, Roland Trettl …

Der Roland ist ein wirklich guter Freund von mir. Aber lass uns nicht über Prominente reden. Die kommen zu uns, weil sie hier ganz normal behandelt werden und wir eben nicht mit ihnen hausieren gehen. Wenn die hierher kommen, dann wollen die eine Hose. Und keine Kameras (lacht).

Dich sehe ich eigentlich auch fast immer in einer Cargolederhose. Die hat, sagen wir es mal freundlich, was erlebt.

Die hab ich seit zig Jahren. Und die wird auch noch einiges erleben. Sie geht nicht kaputt und wird jeden Tag schöner.

Das ist Nachhaltigkeit. Wie bei Deinen Fahrzeugen auch. Seit wir uns kennen hast Du die R nineT und den 356 …

Ja natürlich. Einmal gekauft, für immer behalten. So wachsen wir seit Generationen auf. Dinge müssen praktisch sein. Und zu reparieren. Na gut, individuell noch …

Das ist ein schöner Übergang zu dem limitierten Sondermodell, dass Du mit BMW entworfen hast. Darfst Du es schon erzählen?

Hmm, weiß ich gar nicht. Sagen wir mal so: es wird bald eine Kleinserie eines großen, starken M-Modells präsentiert. Bei dem wir im Innenraum alles mit Hirschleder bezogen haben, was nicht Carbon ist. Das wird ein Knaller!

Einladung nicht vergessen!

Nein, nein, wenn so ein Auto irgendwo reingehört, dann ja wohl ins WALTER-Magazin!

Da bin ich ganz Deiner Meinung! Wie findest Du den Themenmix im Heft? Passt er für Dich?

Absolut. Ich liebe diese Walters Choice-Sachen. Ich mach zwar meist alles selbst, wenn ich irgendwas für mich brauche, aber es sind oft Sachen bei Euch im Heft, die ich schlicht nicht kannte. Und dann auch mal haben muss.

Wie stehst Du zur vorübergehend befohlenen Elektromobilität?

Ach, da wo sie hinpasst, find ich es schon gut. Ich hab ja selbst einen Mini Countryman als Hybrid. In den Bergen schätze ich die Ruhe des Antriebs. Aber klar: ich kann den zu Hause und in der Firma laden und muss damit nirgendwo hin. Da ist es einfach. Das geht natürlich nicht für alle. Und schon gar nicht auf der ganzen Welt, das ist totaler Blödsinn und wird nie passieren. Aber aktuell lachen sich die Hersteller natürlich kaputt und nehmen gern die Fördergelder mit. Auch wenn sie wissen, dass das nicht die Lösung der Zukunft ist. Glaub mir, ich habe viele Kunden und Freunde in den Chefetagen der Hersteller. Prinzipiell bin ich einfach für mehr Nachhaltigkeit. Der CO2-Fußabdruck des 356 ist nach bald 60 Jahren ja kaum noch messbar. Und meinen Cayenne Diesel fahr ich auf persönliche Empfehlung von Walter Röhrl jetzt schon seit zehn Jahren. Den gleichen! Aber wenn unsere Limited Edition draußen ist, dann wird tatsächlich mal getauscht.

Was würdest Du Dir mehr im WALTER Magazin wünschen, was weniger?

Ich als begeisterter Bergjäger mag natürlich alles was mit Natur und Draußen zu tun hat. Länder, Abenteuer, Reiseberichte, das mag ich. Auch das mit Deinem Camper hat mir gefallen. Und ältere Autos. Ach ja: Motorräder natürlich! Obwohl ich mit „Meindl Vintage Racing“ eine eigene Kollektion aus Hirschleder für Motorradfahrer habe komm ich selbst viel zu selten zum Fahren. Da weiß ich aber, dass ich mich bei Dir drauf verlassen kann, dass Du ins Heft bringst, was mir auch gefallen würde. Das spart Zeit (lacht). Und was könnte weniger drin sein? So ein Mensch bin ich nicht. Es wird schon die Leute geben, die sich für andere Dinge interessieren. Denen will ich nichts wegnehmen.

Ach Markus: Du bist einfach ein Gentleman.

Ja ja. Los, iss noch ne Wurst, bevor die Kinder über den Grill herfallen. Bei Bratwurst sind die gar nicht gentle …

Darf ich noch was verraten?

Was denn?

Dass Du selbst im nicht öffentlichen Treppenhaus bei Meindl Fashion die hässlichen Stahltüren mit Wildleder verkleidet hast, weil sie Dir nicht gefallen haben?

Nein, besser nicht.

Ok.

TEXT & FOTOS Thomas Senn

LESENSWERT.