Mercedes EQS SUV. Namenlos ins große Glück.

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Der Elektro-SUV ist auf der gleichen Plattform wie die Luxuslimousine EQS unterwegs. Was dem EQS SUV jedoch ganz augenscheinlich fehlt, ist ein eigener Namen. Versieht Mercedes seine Geländewagen und Crossover im Modellprogramm normalerweise mit dem zusätzlichen Buchstaben G wie bei GLS, GLE oder GLC, gibt es diesmal keinen Namenannex, sondern den vergleichsweise unhandlichen Begriff Mercedes EQS SUV.

Im Vergleich zum eng verwandten Mercedes EQS sieht der EQS SUV etwas gefälliger und weniger polarisierend aus. Und mit seinen inneren Werten dürfte trotz stattlicher Preise von über 100.000 Euro wohl kein Zweifel daran bestehen, dass der große Elektrocrossover – produziert im SUV-Stammwerk der Schwaben in Tuscaloosa / Alabama – seine überaus geneigten Kunden finden wird.

Dem EQS SUV fehlt zwar ein markiger Name, doch es hapert nicht am entsprechenden Platz im Innern, denn der 5,13 Meter lange Crossover ist eine Wohlfühllounge für bis zu sieben Personen. Der Radstand ist aufgrund der EQS-Plattform mit 3,21 Metern genauso lang wie beim ebenfalls elektrischen Limousinenbruder, jedoch bietet der SUV-Aufbau stattliche 20 Zentimeter mehr Fahrzeughöhe, was für die Proportionen kein Nachteil ist. Innen gibt es viel Raum, Wohlfühlatmosphäre und die Sitze in den ersten beiden Reihen lassen sich elektrisch verstellen – auch um mit überschaubarem Aufwand in die dritte Reihe einzusteigen, wenn diese um knapp 30 Zentimeter nach vorne fahren. Die belederten Rücksitze lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Nur mechanisch ausklappen lassen sich die Sitze in der Reihe drei.

Der Laderaum fasst je nach Sitzkonfiguration – die Rücksitze teilbar im Verhältnis 40:20:40 – zwischen 565 und 2.020 Litern. Trotz stattlicher Dimensionen soll sich der Elektrokoloss handlicher fahren, als es über fünf Meter Länge und mehr als 2,5 Tonnen Leergewicht vermuten lassen würden. Dafür sollen neben dem niedrigen Schwerpunkt insbesondere die Hinterachslenkung sorgen, die bis zu zehn Grad einlenkend den Wendekreis auf knapp elf Meter reduziert. Der EQS SUV ist auf 20 bis 22 Zoll großen Rädern unterwegs.

„Der EQS SUV ist das dritte Fahrzeug auf unserer neuen vollelektrischen Plattform. Er bringt alles mit, was unsere Kunden am EQS schätzen – und kombiniert das mit den Stärken und der Vielseitigkeit eines SUV, das bis zu sieben Personen Platz bietet“, sagt Mercedes-Group-CEO Ola Källenius, „mit dem EQS SUV setzen wir die Strategie, unsere Fahrzeuge nachhaltiger und digitaler zu machen weiter konsequent um – mit dem Ziel, die begehrenswertesten Elektroautos der Welt zu bauen.“

Bei den Antrieben ist die enge Verwandtschaft zur Limousine ebenfalls zu sehen, doch etwas überraschend ist der Mercedes EQS SUV nicht obligatorisch mit Allradantrieb zu bekommen. Das Basismodell ist der EQS 450+, der von einem 265 kW / 360 PS / 568 Nm Drehmoment. Deshalb dürften sich die meisten Interessenten für die Allradversionen entscheiden, wobei der 450er trotz zusätzlich angetriebener Vorderachse die gleiche Leistung bietet und nur mit 800 Nm maximalem Drehmoment glänzen kann. Topmodell ist zunächst der Mercedes EQS 580 4matic mit 400 kW / 542 PS / 858 Nm.

Die Reichweite liegt je nach Antriebsvariante zwischen 500 und 660 Kilometern. Während die Basisvariante 18,6 – 23 kWh / 100 km verbraucht, liegt der 580er bei 20 bis 24 kWh auf der Referenzstrecke. Die maximale DC-Ladeleistung liegt bei 200 kWh, wodurch der Elektrocrossover in einer Viertelstunde um bis zu 250 Kilometer erstarken kann. Das 107,8-kWh-Akkupaket im Unterboden besteht aus zwölf 12 Zellmodulen mit Pouch- oder Hardcasezellen verbaut.

TEXT Stefan Grundhoff für WALTER

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