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Wie viel Fahrspaß gibt es für 15.000 Euro?

Wer will, kann sich auch für überschaubares Geld jede Menge Fahrdynamik in die eigene Garage holen. Für maximal 15.000 Euro gibt es einige unterhaltsame Möglichkeiten.

Für unter 15.000 Euro muss es keine Langweile sein, die einem hinter dem Steuer die Stimmung verdirbt. Vielleicht ist ein dynamischer Kraftprotz gerade auch als Alternative zu dem drögen Dienstwagen mit Vertriebsausstattung, der im Freundeskreis Mitleid erntet, genau das richtige, um seine Gefühle sprechen zu lassen. Und wer wirklich sportlich unterwegs sein will, der sollte dabei keine halben Sachen veranstalten: 300 PS und mehr sind für 10.000 bis 15.000 Euro allemal drin.

Audi S4

Der Audi S4 der Generation B6 / B7 ist eine wahre Sportskanone. Der 4,2 Liter große V8-Motor mit seinen 344 PS ist eine echte Allzweckwaffe, die sich nur gut anhört, sondern den Allradler – wahlweise als Limousine, Cabrio oder Kombiversion Avant – schamlos beschleunigt. Der Auftritt ist bei aller Dynanik betont dezent, denn abgesehen vom 18-Zoll-Radsatz, Doppelauspuff und Spoilerlippe könnte es sich auch um einen langweiligen Audi A4 TDI von der Stange handeln.

Die Serienausstattung des Audi S4 war seinerzeit alle Klasse für sich und die meisten Kunden orderten munter nach, sodass elektrische Ledersitze, Xenonlicht, Klimaautomatik, Sportfahrwerk, Schiebedach oder Navigationssystem gesetzt sind. Das Bildschirmnavigationssystem lässt sich für kleines Geld durch eine ähnlich anmutende Nachrüstlösung ersetzen. Wichtiger denn je ist beim S4 eine nachvollziehbare Wartungshistorie, denn wenn es bei Allradantrieb oder Elektronik Probleme gibt, wird es schnell teuer.

Der 4,2 Liter große Achtzylinder gilt jedoch als ebenso zuverlässig wie die manuelle Handschaltung, die jeden Ausflug auf die Landstraße zu einem Vergnügen werden lässt. Finger weg von den oftmals getunten Versionen mit mehr Leistung oder Nachrüstfahrwerk. Dann steht dem Fahrvergnügen mit einem gepflegten Modell und einer Laufleistung von unter 200.000 Kilometern für unter 15.000 Euro kaum etwas im Wege. 

BMW 335i

Sportlich und BMW – da kommt einem sofort der Dreier BMW in den Sinn. Und wenn schon Dreier und dann nicht der deutlich teurere BMW M3, dann am besten die Standard-Topversion des BMW 335i. Dessen Reihensechszylinder ist als Antriebsvariante eine Wucht und die 306 PS begeistern nicht nur mit sportlichen Fahrleistungen, sondern auch im lässigen Alltagsbetrieb abseits der linken Spur. Die Laufruhe des Sechszylinders-Saugmotors ist beeindruckend und hat auch im mehr als zehn Jahre alten Gebrauchten nichts von seiner Faszination verloren. Dabei hält sich der Realverbrauch – egal, ob Sechsgang-Handschaltung oder Getriebeautomatik – in akzeptablen Grenzen.

Besonders schick ist der BMW 335i in der Coupéversion, die aus den späten 2000er Jahren mit guter Ausstattung zwischen 12.000 und 16.000 Euro kostet. Wer mehr Platz oder Türen braucht, kann sich auch für einen 335er als Kombi oder Limousine entscheiden, dann strahlt nicht das Familienoberhaupt allein. Lässiger ist der BMW 335i mit der Sechsgang-Automatik unterwegs, doch nennenswert spassiger ist der Handschalter. Tempo 250 schaffen jedoch beide Versionen.

In Sachen Qualität setzen die Dreier-Modelle der Generation E90 / 91 / 92 Bestwerte und auffällige Schwachstellen gibt es nicht. Jedoch sorgte das agile Gesamtpaket dafür, dass viele Eigentümer unsachgemäß an Motor und speziell dem Fahrwerk herumbastelten. In diesem Fall einfach: Finger weg! Es gibt genug andere Modelle und gegebenenfalls tut es auch der schwächere BMW 330i, der kaum weniger dynamisch als der 335er unterwegs ist.

Mercedes E 500 W211

Darf es etwas größer, etwas solider sein und dann vielleicht noch im Kleid einer dezenten Mercedes E-Klasse? Viel Auto, jede Menge Alltagsnutzen und Komfort bietet die E-Klasse der Generation W211 und hier ist der Achtzylinder des E 500 eine wahre Bestbesetzung. Solide Modelle mit guter Ausstattung unter Laufleistungen für unter 150.000 Kilometern gibt es aus den Jahren 2004 / 2005 sogar bereits unter 10.000 Euro. Der geneigte Interessant hat dabei die freie Auswahl, ob er sich für die elegante Limousine oder das praktischere T-Modell als Kombiversion mit üppigem Ladeabteil entscheidet.

Der fünf Liter große Achtzylinder-Saugmotor leistet vor der Modellpflege 306 PS und ist obligatorisch mit einer Fünfgang-Getriebeautomatik kombiniert. Nach der Modellpflege gibt es Detailverbesserungen, 388 PS und eine Siebengang-Automatik die gerade am Anfang auch schon einmal muckte. Wer will, kann sich den Mercedes den E 500 auch als Allradversion 4matic ins Haus holen, was das Oberklassemodell noch vielfältiger einsetzbar macht. So macht der 500er auch als Alltagsauto eine klasse Figur und fällt niemandem als Sportversion auf. Gerade die Elegance-Version in einem dezenten Farbton wie Silber, Schwarz oder Gold lässt eher einen müden E 200 / E 240 erwarten, ehe der 500er auf der Autobahn mächtig aufdreht.

Die Serienausstattung ist beim Topmodell ohne AMG-Signet zumeist top, während gerade die allradgetriebenen Avantgarde-Versionen bei Interessenten begehrt sind. Tuningrisiken gibt es selten; jedoch sollte der Käufer technische Errungenschaften wie Luftfederung, SBC-Bremse und Getriebeautomatik im Blick haben. Eine solide Wartungshistorie ist nicht selten und minimiert die meisten Risiken. 

Porsche Cayenne

Als Porsche im Jahre 2002 seinen ersten Cayenne vorstellte, rümpften die Sportwagenfans ein wenig die Nase. Doch der Cayenne (interne Bezeichnung E1 – zusammen mit dem VW Touareg entwickelt) wurde für die Zuffenhausener zu einem gigantischen Erfolg – weltweit.

Die Finger sollte man jedoch von dem lahmen Einstiegsmodell mit V6-Aggregat machen. Das sieht beim Porsche Cayenne S mit seinem 4,5 Liter großen Achtzylinder schon ganz anders aus. Ein Modell aus den Jahren 2003 bis 2006 mit 340 PS und der obligatorischen Luxusausstattung lässt nur wenige Wünsche offen. Der Verbrauch ist bei sportlicher Gangart recht üppig, doch die Fahrleistungen glänzen entsprechend. Die Preise für Fahrzeuge mit einer Laufleistung von unter 170.000 Kilometern beginnen bei rund 12.000 Euro.

Beliebt sind die Cayenne-Modelle nach der Modellüberarbeitung, die die Front filigraner und den Innenraum etwas wertiger werden lässt. Probleme bereitet bisweilen gerade bei frühen Modellen die Luftfederung, das optionale Panoramadach und Elektrik / Elektronik.

Wichtiger denn je ist bei einem solchen Luxus-SUV mit zahlreichen technischen Komfortausstattungen die regelmäßige Wartung, denn wer ein Modell ohne regelmäßige Wartungs- und Werkstattbesuche zum Schnäppchenpreis kauft, erlebt trotz des sonoren V8-Klangs und sehr guter Fahrleistungen mitunter eine böse Überraschung. Reifen, Bremsen und andere Verschleißteile sind alles andere als günstig.

TEXT Stefan Grundhoff

LESENSWERT.
WALTER.