Unter dem Begriff „Sober Curiosity“ wächst das Interesse an Abenden ohne Alkohol, ohne daraus gleich eine grundsätzliche Lebensentscheidung zu machen. Entsprechend ambitionierter werden die Alternativen.
In der Botanist Bar des Forsthofguts gehören alkoholfreie Signature Drinks fest zur Karte. Für den Herbst empfiehlt Barchef Tom etwa einen „Spirulina Matcha Komplex Drink“ aus Matcha, blauer Spirulina, Kollagen und Kokosmilch. Die Idee dahinter: kein Ersatz für einen Cocktail, sondern eine eigenständige Kreation.
Auch im Fine-Dining-Restaurant silva gibt es zu den einzelnen Gängen eine eigens abgestimmte alkoholfreie Getränkebegleitung aus regionalen und saisonalen Zutaten. Fermentation, Kräuter, Säure und geräucherte Aromen eröffnen dabei Möglichkeiten, die weit über Saft oder Schorle hinausgehen.
Dass ein Hotel diesen Aufwand betreibt, passt zu einer größeren Entwicklung. Alkoholfrei wird in der gehobenen Gastronomie zunehmend als eigene Kategorie behandelt. Wer zum Essen keinen Wein trinken möchte, soll deshalb kulinarisch nicht auf die zweite Wahl ausweichen müssen.
Im Forsthofgut reicht dieser Gedanke bis zum waldSPA-Health-Konzept, bei dem Ernährung, Regeneration und Wohlbefinden zusammengedacht werden. Gastgeberin Christina Schmuck beschreibt den Ansatz so: „Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um die bewusste Auswahl dessen, was guttut.“
Vielleicht ist genau das der interessante Teil von Sober Curiosity. Niemand muss dem Barolo abschwören. Aber ein gutes Menü braucht inzwischen auch keinen Wein mehr, um komplett zu sein.
Weitere Informationen: forsthofgut.at