Porsche Taycan Cross Turismo.

Für gerade einmal 1.500 Euro Aufpreis gibt es den Taycan ab Frühsommer auch als leicht rustikalen Elektro-Crossover. Nicht nur in Europa dürfte der Taycan Kombi ein echter Verkaufsschlager werden.

Wenig überraschend bekommt der Porsche Taycan einen ebenso leistungsstarken wie variablen Bruder. Der Taycan Cross Turismo ist dabei eine schnittige Kombivariante mit leichten Offroad-Anleihen. Da das Design schicker als bei der Limousine daherkommt, haben die Porsche-Verantwortlichen gerade in Europa große Erwartungen an das neue Modell. Kaum noch eine Firma will das eigene Produkt für die Nutzer mit Familie und Freizeitambitionen mit dem Namenszusatz Kombi schmücken und so heißt der Taycan Cross Turismo.

Er ist jedoch ein Kombi, der mehr Variabilität bietet und zumindest im Kopf seiner Kunden mit Gelände-Ambitionen spielt. Dabei ist kaum davon auszugehen, dass kaum ein Interessent den Weg nur in unwegsames Terrain finden wird und so sind die durch eine veränderte Luftfederung gewonnenen zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit eher Showeffekt denn realer Fahrgewinn.

Führ mich zum Schotter

Das sieht mit dem zusätzlichen Fahrprogramm Gravel ganz ähnlich aus, denn der lässt sich am normalen Drehrad für die Fahrmodi am Lederlenker gar nicht einstellen, sondern muss über eine Touchfläche am Mitteltunnel zugeschaltet werden. Ob sich dahin jedoch jemals ein Finger verirrt bevor es auf rutschige Geläuf geht, ist mehr als fraglich.

Das dürfte nichts daran ändern, dass der Cross Turismo ein Verkaufsrenner wird. Er sieht klasse aus und die große Heckklappe – natürlich elektrisch zu öffnen – mit dem variablen Laderaum (Volumen 490 Liter) spielt in die Hände so manches hadernden SUV-Kunden, der einfach einmal etwas anderes als die gesamte Nachbarschaft fahren möchte. Und das geht sogar noch rein elektrisch, denn der Elektroantrieb ist der große Unterschied zum allzu ähnlich positionierten Porsche Panamera Sport Turismo.

Keine Überraschungen

Der Antrieb des Taycan Cross Turismo entspricht dabei dem des normalen Taycan, mit dem er sich bis zur B-Säule auch die Karosserie teilt. Die Basisversion entfällt; dafür sind Allradantrieb und Luftfederung obligatorisch. Somit ist der Cross Turismo als Taycan 4, 4S, Turbo und Turbo S zu bekommen. Topmodell ist der Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo, der im Normalbetrieb 460 kW / 625 PS leistet und kurzzeitig bis zu 560 kW / 761 PS / 1.050 Nm abrufen kann. Die maximale Reichweite liegt rund 450 Kilometern auf dem Niveau der Limousine – auch weil das kleine Akkupaket beim Cross Turismo gestrichen wurde.

Angenehmer als beim normalen Taycan sitzt es sich im Fond, denn die drei Zentimeter Zugewinn an Kopffreiheit kommt insbesondere bei Personen jenseits der 1,80 Meter gut an. Der Kunde hat die Wahl, ob der Cross Turismo mit oder ohne Reling oder einem großem Panoramadach geliefert wird. Entsprechend passen sich die 20 oder 21 Zoll großen Räder dem Gusto der Klienten an. Ebenfalls auf Wunsch ist das Offroadpaket, das dem 35 Kilogramm schwerer gewordenen Pseudokombi allerdings gut zu Gesicht steht. Der Basispreis für den Porsche Panamera 4 Cross Turismo liegt bei 93.635 Euro.

TEXT Stefan Grundhoff; press-inform

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