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Manta, Manta 2. Großes Kino.

Das Comeback des Jahres: am 30. März kommt nach 32 Jahren der zweite Teil von Manta Manta in die Kinos. Mit viel Opel, viel Markenvielfalt, viel Bilster Berg, vielen ulkigen Gaststars. Natürlich wieder dabei: Til Schweiger, Tina Ruland, Michael Kessler und der Mattig-Manta. Kult oder Kultur? Hauptsache gut! Hier die Fakten für Euch! Und tut mal nicht so: Ihr werdet ihn auch gucken. Jede Wette!

Man(ta) kann es heute kaum noch glauben: aber „Manta, Manta“ war 1991 Til Schweigers erste Kino-Rolle. Bis dahin kannte man ihn nur aus der Lindenstraße als Jo Zenker, den großen Bruder von Iffi und Valerie. Auch Michael Kessler oder Tina Ruland kannte man vorher nicht wirklich wirklich. Und heute: sind Bertie, Uschi und Klausi Kult in der Autoszene. Schließlich war „Manta, Manta“ mit über einer Million Kinobesuchern 1991 und einer Einschaltquote von fast 12 Millionen Zuschauern bei der Erstausstrahlung auf RTL ein wirklicher Kassenschlager. 

Eigentlich sollte der zweite Teil schon 2010 kommen, aber leider verstarb Produzent Bernd Eichinger vorher, wodurch das Projekt weitere zwölf Jahre auf Eis lag. 2022 ging es aber endlich los, nun unter der Regie von Til Schweiger persönlich.

Aus dem alten Cast sind Til Schweiger „Bertie“, Tina Ruland „Uschi“, Michael Kessler „Klausi“ und 190E-Pilot Martin Armknecht „Axel“ wieder dabei. Aber wir können uns auf viele höchstulkige Gastauftritte freuen: Moritz Bleibtreu hat sich zwischenzeitlich Uschi geangelt, Lukas Podolski wird zu sehen sein, JP Kramer, Frank Buschmann, Axel Stein, Wotan Wilke Möhring, Luna Schweiger und viele mehr. 

Will man das heute noch sehen? Natürlich will man das heute noch sehen. Wenn man es mit dem nötigen Ab- und Anstand angeht, ist ein „Manta Manta“-Film keinen Deut schlechter als ein The Fast and the Furious-Gemetzel. „Manta Manta“ weiß wenigstens selbst, dass es eine alberne Komödie ist und versucht erst gar nicht zwanghaft auf seriöse Unterhaltung zu machen.

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Und mal ganz ehrlich: wer von uns ist denn nicht irgendwie mit diesem Film aufgewachsen. Da will man doch jetzt wissen, wie es allen ergangen ist. Und ob man sie auch wieder erkennt. Stolze 32 Jahre ist das alles her. Und auch die Autos sind 32 Jahre älter, wobei die Vielfalt im zwoten Teil seeeeehr viel größer ist. Kleine Auszug aus dem Auto-Cast: E30 M3, Porsche 964 Cup, Porsche 996 GT3 Cup, Ford Capri, Golf, BMW 318, 190er Mercedes, 190 Evo, DTM-Omega, DTM-CLK, Porsche 944 Turbo Cup und natürlich jede Menge Rüsselsheimer Opel-Power.

Ein Porsche soll Bertie retten

Neben den Liebesgeschichten ist der Hauptstrang des zwoten Teils schnell erzählt: Bertie hat schon vor einiger Zeit seine Rennfahrerkarriere an den Nagel gehängt und betreibt mehr schlecht als recht eine Autowerkstatt mit angeschlossener Kart-Bahn. Als er mit der Tilgung eines Darlehens in Rückstand gerät und die Bank mit Zwangsversteigerung des Grundstückes droht, fasst Bertie einen Plan: Die Siegerprämie beim anstehenden großen 90er-Jahre Rennen auf dem Bilster Berg könnte seine finanziellen Probleme auf einen Schlag lösen. Ein 964 RSR im Wert von 150.000 Euro ist der Hauptpreis! Und ebendieser gehört im echten Leben Hans Ulrich Kainzinger, dem Chef der Enke-Werke in Düsseldorf. Und da wir sehr, sehr gern am Bilster Berg sind und der Fabrikant Kainzinger auch Abonnent des WALTER Magazins ist, haben wir uns doch am Filmset getroffen, nachdem das Filmset abgebaut war.

Hans Ulrich: wie war es denn beim Dreh?

„Oh, ich darf da wirklich noch nicht vieles drüber erzählen! Aber vielleicht ein paar allgemeine Sachen. Grundsätzlich: wir waren ja alle noch nie bei Dreharbeiten dabei. Wir waren alle Action Concepts aus Hürth unterstellt, die auch Cobra11 machen, die haben uns angeleitet, wie und wo wir hinfahren sollen. Manchmal hat es beim ersten Mal gesessen, manchmal nach drei, vier Versuchen erst. Da war schon höchster technischer Aufwand, musste ja immer wieder umgebaut werden. Es gab immer zwei, drei Stellen, an denen parallel gedreht wurde. Vorne in der Boxengasse hat Til Schweiger gedreht, dann zwei Autoszenen gleichzeitig auf der Strecke, das lief alles parallel, da hat man als Außenstehender keinen Überblick. Aber was man sagen muss: Es waren alle außerordentlich freundlich. Sowohl die von Action Concept als auch von Constantin Film, wurdest nie im Regen stehen gelassen.“

Den 964 hat Kainzinger 2008 von Roock Sportsystem in Leverkusen erworben. Auf Basis eines Carrera 2 wurde ein RSR aufgebaut mit 3,8 Liter-Motor und 370 PS. „Nee, das ist kein originaler RSR, wer soll sowas bezahlen können“, lacht Kainzinger. Aber 150.000 Euro ist er ja auch immerhin wert, so steht es auf dem Plakat im Film.

Das ist aber nicht das einzige Auto, welches Kainzinger zu MANTA MANTA – ZWOTER TEIL beigesteuert hat. Im 90er-Rennen im Film gehen noch ein 944 Turbo Cup, ein 964 Cup und ein 996 GT3 Cup aus seiner Garage an den Start, dazu noch drei E30 M3 seines Freundes Heinz F. Pott. Auch die „Stuntfahrer“ für seine Autos hat Kainzinger selbst mitgebracht: „Ich bin da sehr eigen und lass wirklich nicht jeden meine Autos fahren, wie man vielleicht verstehen kann! Ich selbst hab im Film meinen 996 GT3 Cup gefahren, wenn ich das überhaupt sagen darf.“

Und nun standen wir vor dem 3,8 RSR, hatten dank der freundlichen Mitarbeit des genauso freundlichen Rolf Neuhaus vom Bilster Berg-Team den ganzen Bilster Berg für einen Tag zur freien Verfügung, mit Bodo Kräling einen absoluten Kenner der Strecke hinter der Kamera und mit dem Herrn Senn einen, der die Trophäe total gern selbst einmal für Euch gefahren wäre. Tja. Und dann knackt nach dem ersten Foto die Kupplung einmal ganz laut und nix ging mehr. Zum Glück isses dem Hans Ulrich selbst passiert und nicht mir. Dann hätte er nie wieder (sagt man: einen fahren lassen?)

Vielleicht war es auch ganz cool so. Wir haben den Wagen mit dem Anhänger über die Strecke gezogen, ihn immer wieder abgeladen, mal den Berg runterrollen lassen, mal den Berg hochgezogen. Herzlichen Dank auch an Torsten Kloiber, den Mann für besondere Aufgaben bei den Enke-Werken. Er hat den Porsche mit Kainzinger inside schonmal per Gurt über der Schulter in die richtige Fotorichtung gezerrt – Maschine!

Mehr wollen wir hier erstmal gar nicht verraten. Weder zu den einwöchigen Dreharbeiten am Bilster Berg, noch von Kainzinger und seinen Autos und seiner „Rote Hölle“ genannten „Kneipe“ am Firmensitz in Düsseldorf. Das holen wir mal nach in der Rubrik „Unsere Abonnenten“. Wir wussten es nämlich ehrlich gesagt gar nicht, dass Kainzinger Abonnent ist. Der Kontakt zu ihm kam über Rolf Neuhaus vom Bilster Berg Team. Diese kleine, kleine Welt. Schön. Aber was wir gleich gemerkt haben: Der Mann braucht eine eigene Geschichte im Heft. Glaubt uns.

Zwei Dinge noch: Til, wenn Du Deinen Hauptpreis abholst, bring doch bitte eine Kupplung mit. Und Ihr holt Euch schonmal Kinotickets. Einen größeren Autospaß wird es so schnell nicht geben. Und vorher unbedingt nochmal MANTA, MANTA 1 angucken. Ihr wisst schon, sonst versteht man die hochkomplexe Handlung nicht …

TEXT Thomas Senn
FOTOS Constantin Film & Bodo Krähling

LESENSWERT.
WALTER.