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WALTER #21.

Heute, ach quatsch, die ganzen nächsten Wochen wollen wir mal lieb sein! Weil Sommer ist. Weil EM ist. Weil Olympische Spiele sind. Weil wir grillen können, in den Urlaub fahren, die weißen Chinos rausholen und die Fenster runterkurbeln (lassen). Darum lächeln wir einfach alles weg und erfreuen uns des prächtigen Lebens.

Gründe zum Aufregen hätte es in den letzten Wochen natürlich genug gegeben, klar. Aber hey, wir strafen die mental Untermotorisierten einfach mit unserer sowas von guten Laune. Das ist es nämlich, was Menschen am wenigsten ertragen können: wenn man sie mit ihrer bewussten Provokation alleine lässt und gar nicht darauf eingeht. Weglächeln.

Vielleicht hätte sich zum Beispiel der weiblich gelesene Marketingmensch eines wirklich großen Auto-Massenherstellers gewünscht, wir würden komplett eskalieren, wenn wir auf ihre putzige Ansage eingehen würden, dass ihre Zielgruppe künftig nur noch Frauen unter 30 sind. Da kichern wir einfach und lassen die Zeit für uns arbeiten. Es wird ja der Tag kommen, an dem she/her mal live in einer Autohäusin war und der Wahrheit und den Männern über 30 dort auf die Klempnerfalten geblickt hat. Die Zeit reguliert solche Irrtümer von allein. 

Und diese Zeit ist es auch, die immer mal wieder gute Dinge zurück kommen lässt. So viele, dass wir ihnen die Headline auf dem Cover gewidmet haben und viel Platz im Heft spendiert. Lancia hat HF und die Martini-Lackierung wiederentdeckt, DS trifft DS mit einer vergessenen Fototechnik, ein Alfa 33 Stradale ist gleich doppelt im Jahr 2024 angekommen, Bring a Trailer bringt Jugendträume zu uns, Friedhelm Wiesmann ist wieder da, Individualisierungen ab Werk erleben eine Renaissance, Sportuhren werden neu aufgelegt und zu guter Letzt kehren die Verbrenner in die klugen Köpfe der Auto-Vorstände zurück. In die klugen haben wir gesagt, nicht in alle.

Wenn das keine Gründe zum Lächeln sind, dann wissen wir auch nicht. Und wenn Euch ein Thema hier im Heft nicht gefällt: einfach weglächeln, das haben wir nur eingebaut um Euch zu provozieren. Wie zum Beispiel einen Amerikaner, der mittels der KI (das ist das Ding, welches wahren Künstlern die Jobs wegnimmt, weil den Leuten aktuell geklaute und neu zusammengefrickelte Sachen reichen) neue Audis gebaut hat. Warum wir ihm das trotzdem durchgehen lassen? Weil es charmante Modelle sind, die es eh nie gegeben hat oder hätte. Damit macht er keinen arbeitslos. Er will nur spielen.

Smile!
Thomas Senn
(Chefredakteur)

WALTER.