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Mercedes W220 oder BMW 7er E38?

Der Traum von einem Luxusmodell muss nicht länger ein unerfüllter Wunsch bleiben. Für 10.000 bis 15.000 Euro gibt es luxuriöse Limousinen, die nicht nur jede Menge Eindruck machen, sondern auch lange Reisen zu einem Erlebnis werden lassen. Jeden Tag aufs Neue.

Während neue Luxuslimousinen mit Preisen weit jenseits der 100.000 Euro für die allermeisten unbezahlbar sind, sieht das mit einem guten Gebrauchtwagen ganz anders aus. Da der Wertverlust bei Limousinen des Luxussegments enorm ist, lässt sich hier ebenso schon einmal ein Schnäppchen machen, wie bei edlen Geländewagen. Und ganz sicher: mit unseren Tipps lassen wir sie nicht nur träumen, sondern wie auf einem fliegenden Teppich irdischen Automobilwelten entschwinden. Nur aufpassen, dass es bei Wartung und Reparaturen keine bösen Überraschungen gibt. Denn gerade bei Fahrzeugen des Topsegments gehen Besuche in der Werkstatt schnell mächtig ins Geld. Eine lückenlose Wartungshistorie ist daher wichtiger denn je, wenn es später keine bösen Überraschungen geben soll. Beide Kauftipps haben das Zeug zum echten Klassiker mit Wertsteigerungspotenzial.

Mercedes S-Klasse W220

Wer eine Luxuslimousine vor dem geistigen Auge die Auffahrt heraufsäuseln sieht, der träumt nicht selten von einer Mercedes S-Klasse. Seit den 1970er Jahren ist das Aushängeschild mit Stern die Luxuslimousine schlechthin. Neu ist man schnell 120.000 oder 160.000 Euro los, doch je nach Zustand, Alter und Laufleistung, gibt es sehr ordentliche Modelle bereits für unter 15.000 Euro. Bleibt die Frage nach der Laufleistung. Das meiste Autos fürs Geld bietet aktuell wohl eine S-Klasse der Baureihe W220. Von vielen verpönt, weil er nach dem massiven Luxus-Kantholz des W140 auf dezente Zurückhaltung setzte.

Das gilt jedoch nur für das Aussehen und kaum für die Technik. Denn hier gab es normalen und langen Radstand, erstmals klimatisierte Sitze, eine elektrische Heckklappe, Keyless-Go und einen Abstandstempomaten. Besonders beliebt sind der große Achtzylinder mit fünf Litern Hubraum, aber auch der Commonrail-Diesel des S 320 CDI – beide erstmals auch als Allradversion zu bekommen. Aufpassen muss man bei der Rostvorsorge, der Elektronik und Details wie der Luftfederung. Probleme bereitet die erstmals (neben dem Coupémodell C215) verbaute Active-Body-Control, das in den AMG-Versionen und dem Zwölfzylinder serienmäßig war. Wenn es hier Probleme gibt, wird es richtig teuer.

Kauftipp ist der oft unterschätzte S 350 mit seinem 3,7-Liter-V6, der ebenfalls als Langversion eine interessante Wahl ist. Doch nicht nur die Wartungshistorie muss bei dem jeweiligen Fahrzeug passen, sondern auch die Komfortausstattung. Bei einem Luxusmodell wie der S-Klasse gilt: je mehr, je besser. Solide Modelle mit entsprechenden Qualitäten und Historie starten bei 10.000 Euro – die Fahrzeuge nach der Modellpflege 2003 sind besonders beliebt durch modifizierte Triebwerke, Siebengangautomatik oder Details im Innern. 

BMW 7er E38

Doch es muss beim Thema Luxuslimousine nicht immer eine Mercedes S-Klasse sein. Für unter 15.000 Euro gibt es interessante Alternativen aus München beziehungsweise Dingolfing. Viel Eleganz für wenig Geld und einen zukünftigen Klassiker mit Alltagsqualitäten bietet die 7er-Baureihe des E38, die 1994 vorgestellt wurde. Ebenfalls mit normalem und langem Radstand zu bekommen, bietet diese Baureihe eleganten Luxus und beeindruckenden Langstreckenkomfort. Die beste Motorenwahl ist für Sparfüchse der BMW 728i mit überschaubar klingenden 193 PS, die sich in der unter zwei Tonnen schweren Limousine achtbar schlugen.

Wer mehr Leistung und Image will, dem sei der 735i empfohlen, der mit der Modellpflege des Jahres 1998 eingeführt wurde. Seine 238 PS hören sich deutlich weniger an, als diese sich fahren und so kann man sich den stärkeren 740i mit seinen 286 PS zumeist sparen. Für V12-Fans gibt es den 750i mit einer kompletten Ausstattung und 326 PS. Die Rostvorsorge aller Modelle ist durchweg gut, während die Achtzylinder wartungsintensiver als die kleinen Sechszylinderbenziner sind.

Heute wenig begehrt sind die Dieselversionen 735 tds, 730d und 740d. Das Fahrwerk verschleißt mit den schweren V8- / V12-Triebwerken leichter und die Fünfgangautomatik von ZF kann mit höheren Laufleistungen ebenso ein Thema werden wie die elektronischen Dämpfer und die LCD-Displays im Innern. Auch hier gilt: je mehr Ausstattung – umso besser. Auf Wunsch gab es damals auch Bildschirmnavigation, Massagesitze oder elektrische Sonnenrollos. Das Angebot ist breit; doch man sollte genau hinaus, denn viele Fahrzeuge wurden nicht aufmerksam gewartet. Doch gute Versionen sind mit Laufleistungen von unter 200.000 Kilometern locker unter 15.000 Euro zu bekommen. 

TEXT Stefan Grundhoff

LESENSWERT.
WALTER.