McLaren W1 (2025). Der neue Maßstab.

Die Katze ist aus dem Sack: Mit 1.275 PS ist der W1 McLarens stärkstes Straßenauto aller Zeiten und tritt in in große Fußstapfen.

Neuer Trumpf im Auto-Quartett: Nach F1 (1992) und P1 (20212) präsentiert McLaren jetzt den W1. Angetrieben von einem V8-Hybridsystem, das 1.275 PS leistet, übertrifft das neue Hypercar nicht nur alle seine McLaren-Vorgänger, sondern lässt auch die Konkurrenz hinter sich. 

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Der brandneue MHP-8 V8-Motor, der 928 PS liefert, setzt mit 233 PS pro Liter einen neuen Maßstab und kann 9.200 U/min drehen. Unterstützt wird er von einem nur 20 Kilo schwerem Elektromodul, das weitere 347 PS liefert. Dieses Zusammenspiel schafft ein Leistungsgewicht von 911 PS pro Tonne – ein Rekordwert für McLaren. Dank der Leichtbautechnologie wiegt der W1 nur 1.399 kg, was ihn zu einem der leichtesten und agilsten Supersportwagen der Welt macht.

Über ein Achtgang-Automatikgetriebe mit elektronischem Rückwärtsgang und ein elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial geht die Leistung ausschließlich an die Hinterräder.

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Mit einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 300 km/h in weniger als 12,7 Sekunden ist der W1 der schnellste McLaren aller Zeiten. Geschmiedete Sechs-Kolben-Sättel vorne und Vier-Kolben-Sättel hinten mit Karbon-Keramik-Scheiben helfen dem W1, Geschwindigkeiten auch zuverlässig und schnell wieder zu vernichten. In Zahlen: der McLaren W1 kommt aus 100 km/h in 29 Metern zum Stehen und aus 200 km/h in nur 100 Metern.

Das Auto soll aber nicht nur auf der Geraden, sondern auch in Kurven schnell sein. Dafür sorgt die aktive Aerodynamik mit einer beweglichen Frontlippe sowie einem ebenso verstellbaren Heckspoiler, der bis zu 30 Zentimeter nach hinten ausfährt und so den W1 quasi in ein Longtail-Fahrzeug verwandelt. Insgesamt generiert der W1 einen Anpressdruck von stolzen 1.000 Kilogramm.

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Der Flügel hinten wird von insgesamt vier Elektromotoren (zwei an jeder Seite) mithilfe einer schön anzuschauenden Mechanik in die richtige Position gebracht. Die E-Maschinen wurden eigens für McLaren entwickelt, da sie extrem schnell agieren müssen, damit das Konzept aufgeht. Vollgas mit flachem Flügel (DRS Mode) für maximalen Speed oder als Aerobremse so steil  aufgestellt wie möglich auf, wenn man knallhart in die Eisen steigt, ist vergleichsweise einfach. Diffizil wird es bei Kurvenfahrten, dosierten Bremsen und dem schnellen Wechsel zwischen Beschleunigung und Verzögern. Dafür ist an jedem Ende des Heckflügels ein Steuergerät installiert, das zusammen mit den vier Hauptrechnern des Autos die nötigen Befehle und Einstellungen ermittelt.

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Die Feinabstimmung der Ingenieure zahlt sich auch bei den verschiedenen Fahrmodi aus. „Das Auto muss sich immer gleich anfühlen. Nur so ist man konstant schnell“, verdeutlicht Techniker Mark Gayton die Prämisse. Dass sich diese Programme trotz ähnlicher Namen von denen gewöhnlicher Sportwagen unterscheiden, versteht sich bei einem Hightech-Boliden wie dem McLaren W1 fast schon von selbst. Die Einstellungen sind ebenfalls von einem Rennwagen abgeleitet.

Im Grand-Prix-Modus bleibt immer etwas Energie in der Batterie, die bei Bedarf abgerufen werden kann, um über eine Renndistanz konstant schnell zu sein. Der Sprint-Modus ist so angelegt, dass er auf einer Qualifying-Runde alles aus dem Antriebsstrang herausholt. Als Referenz-Abstimmungsstrecke dient McLaren das Kurvengeschlängel in Nardo. Zudem haben sich die Ingenieure alle Strecken angeschaut, auf denen die Kunden mit dem Auto fahren und dann einen Kompromiss gefunden, der die optimale Energiezufuhr für eine Bestzeit ermöglicht.

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Im Race-Mode schmiegt sich das Projektil auf vier Rädern noch näher an den Asphalt. vorne um 37 Millimeter und hinten um 17 Millimeter. So wird der maximale Abtrieb von einer Tonne generiert: 350 kg vorne und 650 kg hinten. Die Fahrwerkabstimmung ist für unebene Pisten geeignet. Sind die Verhältnisse ideal und der Asphalt eben, empfiehlt sich das Race+-Fahrprogramm.

Aber auch an den Alltag haben die Briten mit dem Straßen-Modus gedacht. Damit die Tüftelei der Ingenieure nicht wirkungslos verpufft, ist ein passendes Fahrwerk unerlässlich. Beim adaptiven Fahrwerk (McLaren Race Active Chassis Control III) nutzen die Techniker auch Aufhängungskomponenten aus Titan und solche aus dem 3-D-Drucker. Mit Erfolg. „Mit dem Senna könnte man nicht im Karussell der Nordschleife des Nürburgrings fahren. Er würde hoppeln. Der W1 kann das“, betont Gayton.

Nur 399 Einheiten des McLaren W1 werden gebaut, mit Preisen ab rund 2,2 Millionen Euro in Deutschland, je nach Grad der individuellen Personalisierung. Ach so: alle Autos sind bereits an ausgesuchte Kunden verteilt.

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