Alfa Romeo Giulia GTA. Eine Legende kehrt zurück.

Zum 110. Geburtstag beschenkt sich Alfa Romeo selbst und zaubert die streng limitierten Sondermodelle Giulia GTA und Giulia GTAm aus dem Hut.

Die drei Buchstaben GTA stehen für den italienischen Begriff „Gran Turismo Alleggerita“ und bezeichnen einen schnellen Reisewagen (Gran Turismo) in Leichtbauweise (Alleggerita). Alfa Romeo verwendete dieses Kürzel erstmals bei der Giulia Sprint GTA, die 1965 auf dem Autosalon in Amsterdam präsentiert wurde. Die Ingenieure der Alfa Romeo Rennabteilung Autodelta hatten das Serienmodell Giulia Sprint GT stark überarbeitet, um ein sogenanntes Homologationsmodell für den Einsatz bei Tourenwagen-Rennen zu erhalten. Dazu ersetzten sie das herkömmliche Stahlblech durch Aluminium als Material für die äußere Karosserie. Dadurch und durch weitere Leichtbau-Modifikationen reduzierte sich das Leergewicht der Alfa Romeo Giulia Sprint GTA im Vergleich zum Großserienmodell von 950 auf rund 745 Kilogramm.

Als nächstes nahmen sich die Techniker den 1,6-Liter-Motor vor. Beispielsweise durch Doppelzündung – mit zwei statt einer Zündkerze pro Zylinder – steigerte Autodelta die Leistung für die Straßenversion auf 115 PS. Bei den Rennversionen wurden sogar 170 PS erreicht.

Der Plan ging auf. Die verschiedenen Rennversionen der Alfa Romeo Giulia Sprint GTA wurden zu einem der erfolgreichsten Tourenwagen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Alfa Romeo gewann unter anderem drei Titel in der Europameisterschaft, dazu Dutzende nationaler Meisterschaften und hunderte von Rennen. Die Alfa Romeo Giulia Sprint GTA wurde sprichwörtlich zum „Alltagsauto, das Rennen gewinnt“ und hatte damit großen positiven Einfluss auf das Image der Marke. Fortan nutzte Alfa Romeo die Buchstaben GTA immer wieder, um die jeweiligen Topversionen bestimmter Baureihen zu kennzeichnen.

Die Legende kehrt zurück

Die neue Alfa Romeo Giulia GTA ist ein Geschenk, das Alfa Romeo anlässlich des 110. Geburtstages nicht sich selbst, sondern den Fans macht. Das limitierte Sondermodell basiert auf der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio. Im Lastenheft der Ingenieure standen die Optimierung von Aerodynamik und Fahrverhalten sowie die Reduzierung des Gewichts. Dieselben Vorgaben also, die auch für die Alfa Romeo Giulia Sprint GTA von 1965 galten.

Die aktiven Aerodynamik-Komponenten wurden überarbeitet, neu ist die Titan-Abgasanlage von Akrapovič mit in den hinteren Kohlefaser-Diffusor integrierten Endrohren, sowie die 20-Zoll-Leichtmetallräder mit Zentralverschluss, die zum ersten Mal bei einer Limousine verwendet werden. Das Fahrverhalten optimierten die Ingenieure durch die um 50 Millimeter verbreiterte Spur an Vorder- und Hinterachse sowie durch neue Abstimmung von Federn, Stoßdämpfern und Fahrwerkslagern.

GTAm ist noch extremer

Bei der ebenfalls neuen Alfa Romeo Giulia GTAm gingen die Ingenieure sogar noch einen Schritt weiter. Der Frontsplitter fällt noch größer aus. Um die aerodynamische Balance des gesamten Fahrzeugs besonders bei hohen Geschwindigkeiten zu erhalten, steigert ein großer Heckspoiler aus Kohlefaser den Abtrieb an der Hinterachse.

Unter der Motorhaube der neuen Alfa Romeo Giulia GTA arbeitet der bewährte V6-Biturbo-Benziner mit 2,9 Litern Hubraum, der in der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 510 PS leistet. Bei der neuen Alfa Romeo Giulia GTA ist die Leistung des vollständig aus Aluminium gefertigten Triebwerks auf 540 PS angehoben.

Auch der Innenraum der neuen Alfa Romeo Giulia GTA präsentiert sich überarbeitet. Neu sind beispielsweise die Verkleidung aus Alcantara für die Armaturentafel, die Türen, das Handschuhfach, die Dachsäulen und die Mittelflächen der Sitze. Während der viersitzige Innenraum der neuen Alfa Romeo Giulia GTA weitgehend dem Modell Quadrifoglio entspricht, geht die neue Alfa Romeo Giulia GTAm noch einen Schritt weiter in Richtung Motorsport. So wird Alcantara noch großflächiger verwendet. Bei diesem Modell ist die hintere Sitzbank durch eine Ablagefläche ersetzt, der Aussparungen zum Aufbewahren von Helmen und Feuerlöscher aufweist. Matt gehaltene Einsätze aus Kohlefaser betonen die technische Ästhetik des Innenraums. Die neue Alfa Romeo Giulia GTAm bietet darüber hinaus einen Überrollbügel und spezielle Türverkleidungen, in die eine Schlaufe – statt des herkömmlichen Griffs – zum Öffnen der Tür integriert ist, auch dies ein vom Rennsport inspiriertes Detail.

Hervorragendes Leistungsgewicht

Motorleistung alleine reicht bei einem High-Performance-Fahrzeug nicht aus, eine ebenfalls entscheidende Rolle fällt dem Gewicht zu. Entsprechend gründlich sind die Ingenieure bei der neuen Alfa Romeo Giulia GTA vorgegangen und haben das Fahrzeug um 100 Kilogramm abgespeckt. Verantwortlich dafür ist die weitreichende Verwendung von Leichtbau-Materialien. So bestehen Kardanwelle, Motorhaube, Dach, vorderer Stoßfänger, vordere Kotflügelverbreiterungen und Einsätze in den hinteren Kotflügelverbreiterungen aus Kohlefaser.

Ebenfalls aus Kohlefaser sind die Schalen der Sitze von Fahrer und Beifahrer gefertigt, die in der neuen Alfa Romeo Giulia GTAm um Sechspunkt-Hosenträgergurte von Sabelt ergänzt werden. Aluminium wird bei der Fertigung von Motor, Türen und Fahrwerksteilen verwendet, spezielle Kunststoffe kommen an anderen Stellen des Fahrzeugs zum Einsatz. Bei der neuen Alfa Romeo Giulia GTAm wird eine weitere Gewichtsreduzierung durch die seitlichen und hinteren Fenster aus dem im Motorsport weit verbreiteten Polycarbonat-Kunststoff Lexan erreicht.

Die neue Alfa Romeo Giulia GTAm wiegt leer nur 1.520 Kilogramm und besitzt ein Leistungsgewicht von nur 2,82 Kilogramm/PS. Das Resultat sind beeindruckende Fahrleistungen. Auch dank Startautomatik (Launch Control) ist der Spurt von null auf 100 km/h in 3,6 Sekunden erledigt.   

Nur 500 Exemplare

Die beiden Sondermodelle Alfa Romeo Giulia GTA und Alfa Romeo Giulia GTAm werden zusammen nur exakt 500 Mal gebaut. Die durchnummerierte und zertifizierte Sonderserie schickt sich damit an, wie der Vorgänger aus dem Jahr 1965 zum begehrten Sammlerobjekt zu werden.

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