Die drei Einhörner. GTR-Rennwagen.

Die Supersportwagen der 1990er Jahre sind heute so selten in freier Natur zu sehen, dass sie im Englischen gerne „unicorn“ genannt werden. Das gleichzeitige Auftauchen eines McLaren F1, eines Mercedes CLK-GTR und eines Porsche GT1 lässt sich eigentlich nur mit Halluzinationen erklären

Jürgen Barth und seine Rennfahrer-Kumpels Patrick Peter und Stéphane Ratel haben Anfang der 1990er Jahre den richtigen Riecher. Nach dem Ende der legendären Gruppe C, in der Barth mit Porsche eine entscheidende Rolle spielte, brauchen die Sportwagenhersteller eine neue Spielwiese. Das Trio ruft 1994 die BPR-Rennserie ins Leben, in der sogenannte GT1-Fahrzeuge zugelassen sind. Der Kernsatz des Reglements: Ihr dürft bauen, was ihr wollt. Aber ihr müsst von euren Rennwagen mindestens 25 Stück in straßenzulassungsfähiger Version verkaufen.

Natürlich sind die üblichen Verdächtigen mit an Bord. Ferrari mit dem F40, Maserati mit dem MC12, Bugatti mit dem EB110, Jaguar mit dem XJ220. Aber auch in dieser Fahrzeugklasse eher fremde Marken und Exoten beißen an. Toyota entwickelt den GT-One, US-Milliardär Don Panoz überrascht mit einem skurrilen Frontmotor-Brummer, Lotus und Jaguar überspielen mit Nebenrollen, dass sie eigentlich gerade tot sind. Das Konzept funktioniert jedenfalls so gut, dass es die FIA 1997 für die Langstrecken-WM übernimmt.

Nicht alle den Reglementpassus mit den „25 Serienautos“ wirklich ernst. Und so beschert uns diese Ära nicht nur einige der radikalsten, sondern auch der seltensten Sportwagen mit Straßenzulassung aller Zeiten. Gleich drei davon haben wir aufgetrieben.

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LESENSWERT.