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Die spektakulärsten Automuseen in Deutschland. Teil 2.

Die Zahl der Automuseen in Deutschland ist schier unüberschaubar. Von der kleinen Privatsammlung bis zum sehenswerten Prunkbau der Autohersteller ist bei den Ausstellungen alles dabei. Heute gibt es Teil II der schönsten Automuseen des Landes.

Das weltweit schönste Mazda-Museum ist keinesfalls am Firmensitz in Hiroshima oder zumindest in Japan. Wer die seltensten Mazda-Modelle sehen will, der muss nur nach Augsburg (Mazda Classic – Automobilmuseum Frey, Wertachstrasse 29b, Augsburg) reisen.

Die Stadt am Lech hat abgesehen von der Geschichte der Fugger nicht viel Spektakuläres zu bieten. Doch Autofans geht beim Besuch eines ehemaligen Straßenbahndepots die Augen über, denn hier befindet sich seit einigen Jahren das größte Mazda-Museum der Welt (geöffnet Montag bis Donnerstag, 12 – 17 Uhr; Freitag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr). Initiiert und erschaffen von Mazda Händler Walter Frey und seinen beiden Söhnen Joachim und Markus. Mazda-Händler Walter Frey und seine beiden Söhne haben in den vergangenen vier Jahrzehnten eine Sammlung angehäuft, die keinerlei Konkurrenz hat.

Die Sammlung mit aktuell rund 130 ausgestellten Fahrzeugen ist auch für Fans anderer Marken eine wahre Schau. Der Augsburger Autohändler, mittlerweile im Ruhestand, hat den Mazda-Virus vor langer Zeit auf seine beiden Jungs übertragen und diese sammeln seltenste Exponate genauso verrückt wie ihr Vater.

So sind in dem ehemaligen Straßenbahndepot Modelle wie die Sonderedition des Mazda MX-5 Le Mans 24 von 1991, ein DDR-323 oder der seltene Pathfinder XV 1 zu bestaunen. Der Geländewagen wurde in Myanmar gebaut und vom dortigen Militär genutzt. „Wir wollten unsere Autos immer an einem Ort haben”, erklärt der älteste Sohn Joachim, „unser Vater hat uns irgendwann angesteckt und wir sind die Leidenschaft dann nicht mehr losgeworden.“ Zusammen mit seinem Bruder Markus und Vater Walter bildet er ein Dreigestirn, bei dem Benzin im Blut eine Verkennung der Tatsachen darstellt.

Auch wenn alle drei ausgemachte Experten sind, ist es immer wieder einmal kniffelig wie beim Mazda GB-Dreirad, Baujahr 1950. „Da haben wir ganz schön Lehrgeld bezahlt”, stöhnt Joachim Frey. Der Weg zu der exquisiten Sammlung war steinig. Mehr als zehn Jahre reifte der Traum vom zentralen Schaufenster. Vorher frönten die Freys ihrer Sammlerleidenschaft und hatten die Autos in verschiedenen Hallen untergebracht.

Der Ruhm der Augsburger schwappte bis nach Japan und beeindruckte sogar den einstigen Mazda-CEO, der dem Ansinnen der Deutschen, ein Privat-Museum zu eröffnen, grünes Licht beschied. Aus ganz Europa kommen einmal im Frühsommer die Fans des Spaßroadsters zum großen MX-5-Treff, um ihrer offenkundigen Leidenschaft zu frönen: dem offenen Doppelsitzer. Die seltensten Modelle gibt es jedoch das ganze Jahr im Mazda Museum der Familie Frey zu bestaunen.

Doch Mazda ist nicht der einzige asiatische Autohersteller, der in Deutschland über ein sehenswertes Museum verfügt. Denn im Westen von Köln (Toyota-Allee 2, Köln) befindet sich nahe der Deutschlandzentrale in den Räumen einer ehemaligen Tennishalle die mehr als sehenswerte Toyota Collection.

Egal ob Liebe zum Hybridantrieb, Lust auf die rustikale Offroad-Legende des Land Cruiser, Träumen vom 2000 GT oder ein Blick auf echte Kilometer-Millionäre – in der knapp 2.000 Quadratmeter großen Toyota Collection sind sehenswerte über 70 Klassiker aller Epochen zu bestaunen. Seine Basis hat die Toyota Collection aus der Privatsammlung des ehemaligen Toyota-Händlers Peter Pichert in der Nähe von Passau.

Toyota, aktuell größter Autobauer der Welt, hat gerade in seiner japanischen Heimat in Modellportfolio wie kaum ein anderer Autobauer. Emotionale Sportwagen wie den Toyota Supra oder Celica sind in der Sammlung ebenso zu sehen, wie Modelle aus der Motorsporthistorie oder Fahrzeuge aus prominentem Vorbesitz. Damit präsentiert sich die Ausstellung auf dem Toyota-Firmengelände deutlich hemdsärmeliger als vergleichbare Sammlungen und gerade auch das macht ihren Reiz aus. Zu besuchen ist sie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr.

Ein paar Nummern größer ist das Porsche Museum. Anfang 2009 eröffnete Porsche sein aktuelles Markenmuseum in Zuffenhausen (Porscheplatz 1, Stuttgart; geöffnet täglich außer am Montag, 9 – 18 Uhr) das nicht nur durch seine spektakuläre Architektur, sondern auch durch sein spezielles Steakhaus mit 800-Grad-Ofen für Aufsehen sorgte. Mittlerweile konnte das Porsche Museum mehr als sechs Millionen Besucher begrüßen. Wer Porsche liebt, muss die einzigartige Geschichte des Unternehmens einmal gesehen haben. Nirgends ist das leichter im Museum selbst. 

Zu dem Museum gehört nicht nur eine einzigartige Fahrzeugsammlung mit Einzelstücken, Sonderbauten oder Rennwagen, sondern auch ein Unternehmensarchiv mit mehr als 25.000 Kleinexponate, fünf Millionen Fotos, 1.700 Stunden Filmmaterial sowie circa drei Kilometer Akten. Besonders sehenswert ist die Museumsgarage, in die Besucher des Museums ebenfalls einen Blick werfen können.

Die spektakulärsten Automuseen in Deutschland. Teil 1.

TEXT Stefan Grundhoff

LESENSWERT.
WALTER.