„Black&Gold-Collection“. Premiere im Motodrom.

Die „Bosch Hockenheim Historic“ ist in diesem Jahr Schauplatz einer besonderen Weltpremiere. Die „Black&Gold-Collection“ von ChromeCars stellt eine Sammlung alter Monoposti dar, die echten Grand-Prix-Fans Gänsehaut bescheren wird. Wie der Name schon sagt, dominieren die Farben Schwarz und Gold, womit Nostalgiker sofort wissen, um welche legendären fünf Buchstaben es geht: LOTUS.

Der Rennstall rund um den unvergessenen Colin Chapman hat Geschichte geschrieben – nicht nur mit den Formel-1-WM-Titeln für Jim Clark (1963 und 1965), Graham Hill (1968), Jochen Rindt (1970), Emerson Fittipaldi (1972) und Mario Andretti (1978), sondern auch mit jeder Menge technischer Innovation.

Die Black&Gold-Collection umfasst mittlerweile mehrere historische Formel-1-Autos, u.a. den Lotus 88 sowie den Lotus 76, der ab 1974 das Weltmeisterauto von Rindt und Fittipaldi, den Lotus 72, ablöste. Oder den Lotus 77, mit dem Andretti 1976 die denkwürdige Regenschlacht beim Saisonfinale im japanischen Fuji gewann. Den Lotus 81, einem klassischen Vertreter der Ground-Effect-Ära. Oder den konventionellen Lotus 92, der ab 1983 zum Einsatz kam.

Und das Beste ist: Einige dieser Rennwagen sollen beim Bosch Hockenheim Historic nicht nur statisch, sondern in voller Aktion auf der Rennstrecke zu bewundern sein. Und dass es dabei nicht nur um einen gemächlichen Korso, sondern um eine echte Demonstration von Performance, Sound und Spektakel geht, dafür steht einer, der seit rund zehn Jahren in der Classic Szene agiert und dabei nicht weniger erfolgreich ist, als er es zuvor während seiner Profikarriere unter anderem als Audi-Werkspilot und Sieger der 24 Stunden von Le Mans: Marco Werner.

Der gebürtige Dortmunder ist ChromeCars seit Jahren eng verbunden und startete auch im vergangenen April auf dem bereits erwähnten Lotus 77 beim Grand Prix Historic in Monaco, wo es zu einem spektakulären Duell mit Jean Alesi im Ferrari 312 B3 kam.

„Jede Fahrt in solch einem Fahrzeug ist eine Zeitreise“, schwärmt der heute 55-Jährige. „Als kleiner Junge habe ich gebannt die Formel-1-Rennen verfolgt. Und natürlich war Lotus ein Name, mit dem ich groß geworden bin und der damals schon so viel Faszination versprüht hat. Dass ich diese tollen Autos heute selber fahren darf, ist etwas ganz Besonderes für mich.“

Den Reiz der alten Boliden beschreibt der Rennprofi mit der Unvollkommenheit damaliger Rennsport-Technik: „Es ist ein ganz anderes Rennfahren, in gewisser Weise ein Schritt zurück. Denn diese Autos verfügen noch nicht über eine nennenswerte Aerodynamik und den mechanischen Grip moderner Rennfahrzeuge, auch wenn sie das Beste ihrer Zeit repräsentieren. Mit dem Lotus 77 komme ich im vierten Gang noch quer. Es macht irre viel Spaß, diese Autos am Limit zu bewegen. Wobei der Respekt vor den Fahrzeugen natürlich groß ist.“

Doch auch die Moderne ist in der Black&Gold-Collection vertreten – zum Beispiel in Form zweier Lotus-Sportprototypen, die ab der Saison 2012 in der LMP2-Kategorie zum Einsatz kamen. Oder Sonderexemplaren der Straßensportwagen Lotus Esprit und Exige sowie zwei Motorrädern (Norton F1 und Lotus C-01). Allen Fahrzeugen ist eines gemein: Sie sind entweder schwarz oder golden oder beides. Und damit allein schon optisch ein echtes Highlight für die Fans.

Tickets erhältlich

Bei der Bosch Hockenheim Historic sind unter Einhaltung eines Hygienekonzepts, welches den 3G-Nachweis (genesen, geimpft oder getestet) und Maskenpflicht umfasst, Zuschauer zugelassen. Tickets gibt es sowohl im Vorverkauf als auch an der Tageskasse.

Die Preise sind wie immer bei der Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival äußerst familienfreundlich gehalten. Schon ab 10 Euro für ein Freitags-Ticket geht’s los, die Tageskarten für Samstag und Sonntag kosten jeweils ab 30 Euro, wer das gesamte Wochenende hautnah erleben möchte, ist ab 45 Euro dabei. Und für jene, die es etwas exklusiver mögen, gibt’s ab 200 Euro auch VIP-Tickets mit entsprechender Betreuung. Tickets gibt’s über den Online-Ticketshop oder unter der Hotline +49(0)6205 950-222, weitere Informationen unter www.hockenheim-historic.de

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