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Aston Martin Valhalla. Mit Stecker und Bogen.

Für seinen neuen Supersportler hat sich der britische Sportwagenhersteller Aston Martin im Schatz nordischer Mythen bedient. Der Plug-In-Hybride namens Valhalla fasziniert mit sagenhaften Leistungsdaten und spektakulärem Design.

Irgendwann konnten einem Autohersteller wie Aston Martin so dröge Modellbezeichnungen wie „DB5“, „DBX“ oder „One-77“ nicht mehr genügen. Und so muss nun die nordische Sage- und Götterwelt als Namensgeber herhalten. Nach dem Valkyrie, benannt nach den Schlacht-und Schildjungfern, die die gefallenen Krieger nach Walhalla geleiten, ist nun der nordische Olymp selber dran. Der Aston Martin Valhalla, der voraussichtlich 2023 in Serie gehen wird, firmiert unter dem Namen des mythischen Ortes.

Alles, was einem zu den Formen der Karosserie spontan so einfällt, behält man in diesen Zeiten der Sexual Correctness wohl besser für sich. Ein Blick auf die Bilder sollte reichen, um sich in diesen Formen zu verliere. Entwickelt wurde der Valhalla zusammen mit dem Formel 1-Team von Aston Martin. Die strukturelle Basis bildet eine Wanne aus Kohlefaser, der größte Teil der gut 1,5 Tonnen schweren Karosserie besteht aus Leichtbau-Komponenten. Die beiden Endrohre treten nach oben aus und die mit aktiven Klappen ausgerüsteten Abgasanlage sorgt für den passenden Klang.

Mit Spoilern hält sich Aston Martin beim Valhalla weitgehend zurück und setzt lieber auf eine extreme Durchströmung. Außerdem sollen sich abhängig von der Fahrsituation verändernde Karosserieoberflächen und aktive Luftleitelemente die Aerodynamik steuern. Bei Tempo 240 dürfte der Valhalla so 600 Kilogramm Abtrieb erzeugen.

Angetrieben wird er von drei Motoren: einem V8-Verbrenner von AMG, der zwischen Fahrgastzelle und Hinterachse untergebracht ist, sowie zwei Elektromotoren, jeweils an der Vorder- und der Hinterachse. Der 4-Liter-Twinturbo-Benziner dreht bis 7.200 U/min-1 und liefert 450 PS ausschließlich an die Heckachse. Unterstützt wird der Benziner von einem 150kW/400V Hybridsystem, das zusätzlich noch einmal 204 PS liefert. Zusammen kommen die Motoren auf eine Gesamtleistung von 950 PS und ein maximales Drehmoment von 1.000 Nm.

Die Daten für den reinen Elektromodus klingen nicht unbedingt nach Supersportler. Rein elektrisch kommt der Valhalla gerade mal 15 Kilometer weit und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Der Antrieb erfolgt dann ausschließlich über die Vorderachse. Ganz anders sieht es aus, wenn die Elektromotoren und der Benziner zusammenarbeiten: Dann liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 330 km/h und der Spurt von Null auf 100 km/h dauert laut Aston Martin gerade mal 2,5 Sekunden. Je nach Fahrsituation wird die elektrische Kraft dann zwischen den Achsen verteilt. Für die Runde auf der Nordschleife peilt Aston Martin eine Zeit von 6:30,00 Minuten an. Aktuell liegt dort der Rekord für Autos mit Straßenzulassung bei 6:40,33 Minuten.

Neu ist das speziell für Hybrid-Antriebe entwickelte Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gangstufen und integriertem elektronischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse, das manuell über Paddel am Lenkrad bedient werden kann. Die Besonderheit des Getriebes: Der V8 und ein Elektromotor können gleichzeitig unterschiedliche Gänge nutzen. Um Gewicht zu sparen, verzichtet Aston Martin auf einen Rückwärtsgang – das ist Aufgabe des Elektroantriebes. Karbon-Keramikbremsen mit „Brake by wire“-Technologie sollen für bissige Verzögerungen sorgen. Die Michelin Reifen (vorne 20 Zoll, hinten 21 Zoll) wurden speziell für den Valhalla entwickelt.

Innen geht es ziemlich eng zu. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass der Platz in so einem Auto im umgekehrten Verhältnis zum Kaufpreis steht. Immerhin ist das Aus- und Einsteigen in den Zweisitzer dank der nach vorne schwingenden Flügeltüren relativ bequem. Die beiden Schalensitze sind fest fixiert, dafür lassen sich Pedalerie und Lenkrad auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen.

Das Design des Cockpits übernimmt zahlreiche Elemente aus dem Valkyrie. Die Instrumente sind digital, als Kommandozentrale fungiert ein Touchscreen, in den sich auch Android Auto und Apple CarPlay einbinden lassen. Das multifunktionale Lenkrad, über das auch die Fahrstufen angewählt werden, ist oben und unten abgeflacht.

Noch völlig offen ist, in welchen Stückzahlen der Aston Martin Valhalla gebaut werden wird und was er kosten soll. Eine Auflage von 800 schwirrt in der Gerüchteküche ebenso herum, wie eine von 500 Stück. Und beim Preis war zunächst mal von gut einer Million Euro die Rede, aber auch von 800.000 Euro. So oder so würde es eng in der Portokasse.

TEXT Jürgen Wolff, press-inform

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