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Lamborghini mit neuer Strategie. Elektrische Träume.

Der nächste bitte! Kaum ein Autohersteller steht mehr für hochdrehende Hochleistungsmotoren und emotionale Sportwagen als Lamborghini. Doch auch die Marke mit dem Stier wird elektrisch – und freut sich auf eine vierte Baureihe.

Was haben sich die Lamborghini-Verantwortlichen und allen voran Lamborghini-Entwicklungschef Maurizio Reggiani als langjähriger Kopf nicht gegen alle Elektrifizierungstendenzen für die hauseigenen Traumwagen gewehrt. Immer wieder unterstrich Reggiani, „dass Lamborghini für kompromisslos V10- und V12-Saugmotoren mit hohen Drehzahlen stehe“.

Maurizio Reggiani kennt die Kunden der Marke aus Santa Agata nahe Bologna wie kaum ein anderer. Unter Markenlenker Stephan Winkelmann kennt er viele der Lamborghini Kunden persönlich, weiß um deren Wünsche, Ängste und Befindlichkeiten, wenn es um den eigenen Traumwagen in der bestens ausgestatteten Garage geht.

Seit vielen Jahren gibt es Pläne, dem Aventador, dem in die Jahre gekommenen Aushängeschild der Marke mit dem kampfwütigen Stier neues Leben einzuhauchen. Elektrische Vorderachse, brüllender V12-Sauger als Mittelmotor, dazu Allradantrieb und martialisches Design und wohl mehr als 1.000 PS, damit die aufstrebenden Elektromarken mit ihren Leistungen von bis zu 2.000 PS den etablierten Norditalienern nicht länger auf der Nase herumtanzen. Zwölf Zylinder und ein prächtig brüllender Zwölfender – das war Lambo und etwas überraschend soll es auch mittelfristig so bleiben. Denn auch wenn der Power-SUV und Audi-RS-Q8-Zwillingsgbruder Lamborghini Urus mit gigantischen Verkaufsanteilen mittlerweile einen Großteil des Geldes verdient, scheint Konzernlenker Herbert Diess mittlerweile doch weich geworden zu sein.

Der hatte den teuren Elektrifizierungsplänen des Aventador-Nachfolgers immer wieder wegen zu erwartet geringer Stückzahlen eine Absage erteilt. Elektrische Vorderachse, ein neues Doppelkupplungsgetriebe, Karbon-Chassis und weitere Hightech-Dreingaben für einen Supersportwagen, der zum Hypersportler mit einem Elektro-Feigenblatt werden will war dem auf den grünen Daumen gekommenen Konzern-CEO an sich zu wenig.

Doch jetzt scheinen sich die Daumen im Dreieck der Macht zwischen München, Ingolstadt und Wolfsburg gehoben zu haben, denn der zurückgekehrte Marken-CEO Stephan Winkelmann, zwischenzeitlich bei Audi Sport und Bugatti in Diensten, verkündet mit Genugtuung, dass auch Lamborghini in eine elektrische Zukunft blicke: „Die Elektrifizierungsstrategie von Lamborghini stellt einen Kurswechsel dar, der durch einen radikal veränderten Kontext bedingt ist. Unsere Antwort ist ein integrierter Ansatz, der von den Produkten bis zum Standort Sant’Agata Bolognese alles umfasst und uns in eine nachhaltigere Zukunft führt, die unserer DNA dennoch treu bleibt.“

Doch die zukünftigen Lamborghini-Modelle sollen mit dem lieb gewonnenen Stromfluss nicht nur technisch, sondern auch emotional aufgeladen werden. Die Motorleistung soll ebenso wie das Design einer der Kernfaktoren der Marke sein. „Lamborghini steht seit jeher für höchstes technologisches Know-how in der Fertigung von Motoren mit herausragender Performance: Dies wird auch in Zukunft oberste Priorität in der Innovationsentwicklung haben“, legt Winkelmann nach. Jedoch kommt das erste Modell mit Stecker erst im Jahre 2023. Wenn man sich das Portfolio anschaut, kann dies nur der sich unverändert prächtig verkaufende Power-SUV Urus sein. Ein Jahr später dürfte bis Ende 2024 jedoch die ebenso kleine wie feine Modellpalette elektrifiziert sein. Ab dem Jahre 2025 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden.

Neben den Plug-In-Hybridversionen für die bestehenden Modelle Aventador, Urus und Huracan soll ab 2025 ein neues Fahrzeug als viertes Kind unter dem Lamborghini-Signet folgen. Dieses vierte Lamborghini-Modell wird rein elektrisch angetrieben und wird so nennenswert zur Reduzierung des hauseigenen CO2-Fußabdrucks beitragen. Die Karosserieform ist nach Aussage von Stephan Winkelmann noch nicht entschieden. So erscheint zum Beispiel ein elektrischer 2+2-Sitzer nach Vorbild des einstigen Lamborghini Espada denkbar. Diesmal jedoch nicht mit V12-Power und endlos langer Motorhaube, sondern mit Elektropowert von wohl bis zu 1.000 PS oder mehr. Die Marke aus Santa Agata steht nicht zuletzt für Bestmarken in Sachen Leistung und Fahrdynamik und hier dürften die Anforderungen an das vollelektrische Erstlingswerk größer denn je sein. Die zentralen Module des Elektroantriebs kommen dabei aus Ingolstadt und Neckarsulm aus dem Audi-Regal. So dürfte auch der Techniktransfer der anderen sportlichen Konzernschwester Porsche garantiert sein.

Da eine gute Idee auch entsprechend farbenprächtig verkauft werden muss, gibt Lamborghini seinen neuen Plänen in eine elektrische Zukunft einen hintergründigen Namen: die Direzione Cor Tauri. Cor Tauri ist der hellste Stern im Sternbild Stier und steht damit sinnbildlich für die Elektrifizierungsstrategie von Lamborghini. So will man die DNA der Marke durch Herausforderungen in Chancen verwandeln; möglich gemacht durch technologische Innovationen, eine Steigerung von Leistung und Fahrerlebnis, während gleichermaßen die immer strenger werdenden CO2-Normen erfüllte werden. Dafür investiert Lamborghini in den kommenden vier Jahren über 1,5 Milliarden Euro; die größte Investition in der Geschichte der Marke.

TEXT Stefan Grundhoff; press-inform

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