Brabus Bodo Cabriolet. Offen für 360.

Nach dem Bodo Coupé folgt nun die offene Version. Das Brabus Bodo Cabriolet übernimmt den 1.000 PS starken V12-Biturbo, die handgefertigte Carbonkarosserie und die aktive Aerodynamik des Gran Turismo, kombiniert das Ganze aber mit einem elektrisch betätigten Stoffdach. Gebaut werden weltweit 77 Exemplare.

Mit dem Bodo Cabriolet erweitert Brabus sein bislang eigenständigstes Fahrzeugprojekt um eine offene Variante. Wie schon das Coupé trägt auch das Cabriolet den Namen von Firmengründer Bodo Buschmann und erinnert an eine Idee, die er gemeinsam mit seinem Sohn Constantin bereits vor rund 20 Jahren verfolgt hatte: einen eigenen großen 2+2-sitzigen Gran Turismo.

Das Ergebnis ist ein 5,06 Meter langes Cabriolet mit handgefertigter Carbonkarosserie, 1.000 PS und einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h. Seine Premiere feiert der offene Bodo während der Monterey Car Week bei „The Quail“ in Kalifornien.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 1 1

Brabus-Chef Constantin Buschmann beschreibt den persönlichen Hintergrund des Projekts so: „Ich habe gefühlt hundertmal mit ihm über ein solches Projekt gesprochen. Ein großer, charakterstarker Gran Turismo, der die Identität von Brabus wirklich verkörpert und gleichzeitig eine vollkommen eigenständige Persönlichkeit besitzt.“ Acht Jahre habe die Umsetzung letztlich gedauert. Das Cabriolet sei nun so gestaltet worden, wie sein Vater es selbst gefahren hätte.

77 Exemplare – aus gutem Grund

Wie das Coupé ist auch das Bodo Cabriolet auf 77 Fahrzeuge limitiert. Die Zahl ist kein Zufall: Bodo Buschmann gründete Brabus 1977. Darauf verweist auch ein invertiertes „77“-Logo unterhalb der Heckscheibe.

Zum Marktstart zeigt Brabus zwei Ausführungen. „Piano Black“ kombiniert schwarze Karosserie und schwarzes Stoffverdeck mit einem braunen Lederinterieur. „Silk Stone“ erhält ein zweifarbiges Verdeck aus Jacquard-Gewebe, in dessen Oberfläche das „77“-Motiv direkt eingewebt ist.

ANZEIGE
BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 2

Das elektrisch betätigte Dach lässt sich in weniger als 15 Sekunden öffnen oder schließen. Brabus setzt dabei auf eine aufwendig gedämmte Konstruktion, die den Charakter eines großen Gran Turismo erhalten soll.

Carbon statt Blech

Die komplette Karosserie entsteht aus Prepreg-Carbon und wird in der eigenen Verbundstofffertigung von Brabus im Autoklaven produziert. Mit 5.062 Millimetern Länge, 2.027 Millimetern Breite und lediglich 1.305 Millimetern Höhe fällt der offene Bodo außergewöhnlich flach und breit aus. Das Trockengewicht beträgt 1.774 Kilogramm, die Gewichtsverteilung liegt nahezu ausgeglichen bei 50,2 zu 49,8 Prozent.

Die Front wird von großen Lufteinlässen und schmalen LED-Matrix-Scheinwerfern geprägt. Der Frontspoiler erzeugt zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 5

Am Heck arbeitet ein elektrisch ausfahrbarer Carbonflügel. Er verändert seine Stellung abhängig von der Geschwindigkeit und stellt sich bei einer starken Bremsung oberhalb von 140 km/h als Air Brake auf.

Dazu kommen sieben einzelne LED-Elemente pro Rückleuchte, ein beleuchteter Brabus-Schriftzug und ein Carbon-Diffusor. Aus ihm ragen vier im 3D-Metalldruck gefertigte Titan-Endrohre.

1.000 PS, 1.200 Nm

Unter der langen Motorhaube arbeitet ein 5,2-Liter-V12 mit zwei Turboladern. Brabus gibt 1.000 PS bei 6.400 U/min und ein maximales Drehmoment von 1.200 Nm zwischen 2.900 und 5.000 Touren an.

Die Kraft gelangt über eine Achtgang-Wandlerautomatik ausschließlich an die Hinterräder. Ein elektronisch geregeltes Differenzial kann die Hinterachse vollständig sperren.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 4

Die Fahrleistungen sind entsprechend: Von null auf 100 km/h vergehen 3,0 Sekunden, Tempo 200 soll nach 8,5 Sekunden erreicht sein. Für 300 km/h nennt Brabus 23,9 Sekunden. Erst bei 360 km/h setzt die Elektronik dem Vortrieb ein Ende.

Die Hochleistungsauspuffanlage besitzt elektronisch gesteuerte Klappen. Je nach Fahrmodus kann der V12 entsprechend zurückhaltender oder deutlich präsenter klingen.

Fünf Fahrprogramme

Für Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk stehen die Modi Wet, GT, Sport, Sport+ und Individual zur Verfügung. Das adaptive Fahrwerk entwickelte Brabus gemeinsam mit KW. Vorne arbeitet eine Doppelquerlenkerachse, hinten eine Mehrlenkerkonstruktion.

Ein Lift-System hebt Vorder- und Hinterachse bei Bedarf um rund 25 Millimeter an. Oberhalb von 45 km/h senkt sich das Fahrzeug automatisch wieder ab.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 3

Auf den Achsen sitzen 22 Zoll große Brabus Monoblock Z-GT „Platinum Edition“. Pirelli entwickelte dafür eigene P-Zero-Reifen mit „BB“-Kennzeichnung. Vorn messen sie 285/30 ZR 22, hinten 335/25 ZR 22.

Gebremst wird mit Carbon-Keramik. Die vorderen Scheiben messen 410 Millimeter, hinten kommen 360-Millimeter-Scheiben zum Einsatz.

Zwei Innenraumwelten

Auch innen unterscheiden sich die beiden Präsentationsfahrzeuge deutlich. Beim schwarzen Auto kombiniert Brabus „Saddle Brown“-Leder mit dunklen Zierelementen und Carbon. Die hellere „Silk Stone“-Variante übernimmt die Außenfarbe auch für Leder, Verkleidungen und Carbonteile.

Typisch Brabus ist die sogenannte „Shell“-Steppung, die sich über Sitze, Boden, Fußmatten, Heckablage und Kofferraum zieht. Dazu kommen gestickte Signaturen von Bodo Buschmann in den Türverkleidungen und die Silhouette des Cabriolets auf den Rückenlehnen.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK 6

Auch Kleinigkeiten werden individualisiert: Der Fahrzeugschlüssel erhält Leder in der jeweiligen Innenraumfarbe, eine passende Weekender-Tasche gehört ebenfalls zum Programm. Jedes Fahrzeug bekommt zudem einen blockchainbasierten digitalen Produktpass, der Echtheit, Ausstattung und Eigentum dokumentiert.

Brabus nennt noch keinen Preis. Beim Bodo Cabriolet dürfte dieser allerdings ebenso wenig kaufentscheidend sein wie der WLTP-Verbrauch von 13,7 Litern je 100 Kilometer.

Interessanter ist, wie weit Brabus inzwischen von der klassischen Rolle des Tuners entfernt ist. Mit eigener Carbonkarosserie, individuell entwickelter Aerodynamik, eigener Fahrwerksabstimmung und einem weitgehend neu gezeichneten Auftritt ist der Bodo längst mehr als ein umgebautes Serienmodell. Das Cabriolet führt diese Entwicklung nun konsequent weiter: mit 1.000 PS und offenem Dach.

Technische Daten Brabus Bodo Cabriolet

  • Motor: 5,2-Liter-V12-Biturbo
  • Leistung: 735 kW/1.000 PS bei 6.400 U/min
  • Drehmoment: 1.200 Nm bei 2.900–5.000 U/min
  • Getriebe: Achtgang-Automatik
  • Antrieb: Hinterradantrieb
  • 0–100 km/h: 3,0 Sekunden
  • 0–200 km/h: 8,5 Sekunden
  • 0–300 km/h: 23,9 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 360 km/h, elektronisch begrenzt
  • Länge: 5.062 mm
  • Breite: 2.027 mm
  • Höhe: 1.305 mm
  • Trockengewicht: 1.774 kg
  • Räder: 22 Zoll
  • Verbrauch: 13,7 l/100 km
  • Stückzahl: 77 Exemplare

LESENSWERT.

WALTER Magazin.

Angebot!

WALTER zum Kennenlernen

Ursprünglicher Preis war: 34,00 €Aktueller Preis ist: 30,00 €.