Ducati auf zwei Rädern. Diesmal ohne Motor.

Ducati baut sein Fahrradprogramm deutlich aus. Neben zwei neuen E-Mountainbikes kommen erstmals auch ein Rennrad und ein Gravelbike hinzu. Entwickelt wird gemeinsam mit der Gruppo Zecchetto, beim Carbonbau greift Ducati auf das Know-how von Diamant zurück. Die Preisspanne reicht von 5.990 bis 12.990 Euro.

Dass Ducati Fahrräder anbietet, ist nicht neu. Interessanter wird es jetzt deshalb, weil die Marke das Thema breiter aufzieht. Mit dem Monoscocca wagt sich Ducati ins Rennradsegment, das Gravia X zielt auf Gravel und Bikepacking, dazu kommen zwei neue E-Mountainbikes.

Am stärksten nach Ducati sieht dabei naturgemäß das Rennrad aus. Das Monoscocca setzt auf einen aerodynamisch geformten Carbonrahmen und wird in fünf Größen angeboten. Zur Wahl stehen die Varianten R und RR sowie ein separates Rahmenset für individuelle Aufbauten. In Größe M wiegt das komplette Rad ohne Pedale 7,18 Kilogramm. Über einen Online-Konfigurator lassen sich Rahmen und Komplettrad mit unterschiedlichen Farben und Oberflächen kombinieren.

7,18 Kilogramm sind für Ducati-Verhältnisse geradezu revolutionär. In Bologna beschäftigt man sich schließlich sonst eher mit der Frage, wie man 200 Kilogramm möglichst schnell durch eine Kurve bewegt.

Gravel mit Platz für 50 Millimeter

Das Gravia X folgt einem deutlich vielseitigeren Ansatz. Der Carbon-Monocoque-Rahmen nimmt Reifen bis 50 Millimeter Breite auf, bei Zweifach-Kettenblättern sind maximal 45 Millimeter möglich. Im Unterrohr sitzt ein integrierter Werkzeughalter, dazu kommen Befestigungspunkte für Taschen und weiteres Zubehör.

Ducati Gravia X

Ducati legt sich bei den Komponenten bewusst nicht auf ein einziges System fest. Der Rahmen ist mit den wichtigsten aktuellen Schaltgruppen kompatibel, ausdrücklich auch mit mechanischen Schaltungen. Angeboten wird das Gravia X als Rahmenset und als komplette R-Version in fünf Größen. Das Gewicht beträgt in Größe M ohne Pedale 8,2 Kilogramm.

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150 Nm fürs Gelände

Bei den beiden E-Mountainbikes bleibt Ducati dagegen näher an einem Thema, das der Marke vertrauter sein dürfte: Leistung. DM-160 R und DM-170 RR nutzen Carbonrahmen und den Avinox-M2S-Antrieb. Der Motor leistet bis zu 1.300 Watt und stellt 130 Nm bereit, im Boost-Modus kurzfristig 150 Nm. Der Akku fasst 800 Wh.

Selbstadaptierende Unterstützungsmodi, GPS und eSIM gehören ebenfalls zum Paket. Über drei sogenannte Flip-Chips lassen sich Fahrwerksprogression, Rahmengeometrie und Laufradkonfiguration verändern. Damit können die Bikes je nach Strecke und persönlicher Vorliebe unterschiedlich abgestimmt werden.

Ducati E MTB

Das DM-160 R rollt auf 29-Zoll-Rädern und setzt stärker auf Laufruhe und Traktion. Das DM-170 RR bekommt mehr Federweg und hinten ein kleineres 27,5-Zoll-Rad, womit es klarer auf technische Trails zielt.

Man könnte sagen: Beim E-MTB hat Ducati das Drehmomentproblem des Fahrrads endgültig gelöst. 150 Nm sind schließlich ein Wert, bei dem man früher eher an einen Kleinwagen als an ein Mountainbike gedacht hätte.

Preislich beginnt das neue Programm bei 5.990 Euro für das Gravia X. Am anderen Ende steht das Monoscocca RR für 12.990 Euro.

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