Da der elektrische Crossover noch etwas auf sich warten lässt, sollen exklusive Sondereditionen die Bentley-Kundschaft bei Laune halten. Das dürfte mit dem erst vierten Supersports-Modell der über 100jährigen Bentley-Geschichte gelingen.
Der neue Supersports, in einer Auflage von immerhin 500 Fahrzeugen angeboten, präsentiert sich betont fahrerorientiert und bekommt den Vierliter-V8 ohne Elektromodul mit einem Leistungsnachschlag auf 666 PS und 800 Nm maximales Drehmoment. Dabei wird die üppige Motorleistung Bentley-untypisch allein an die Hinterräder abgegeben.
Für zusätzliche Exklusivität sorgen unter anderem Karbon-Keramik-Bremsen, 22-Zoll-Leichtmetall-Schmiederäder – auf Wunsch mit Pirelli Trofeo RS-Reifen – und eine Akrapovič-Titan-Abgasanlage für imposanten Klang.
„Der neue Supersports ist mehr als nur der fahrerorientierteste Bentley aller Zeiten. Er markiert die Rückkehr von Bentley zu extremeren Fahrzeugen“, so Bentley-CEO Dr. Frank-Steffen Walliser.
Um das Projekt nach seinem Start im Herbst 2024 geheim zu halten, bekam es einen traditionsreichen Projektnamen: Mildred. Die Bezeichnung stammt von Mildred Mary Petre. 1895 geboren, brach sie als Rennfahrerin, Powerboat-Rennfahrerin und Pilotin Rekorde zu Lande, zu Wasser und in der Luft. 1929 fuhr sie 24 Stunden lang allein mit einem Bentley 4½ Liter auf dem Circuit de Montlhéry in Frankreich. Damit erreichte sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 145 km/h und stellte einen neuen Ausdauerrekord auf.
Für die rechte Optik, sportliche Fahrbarkeit und ein Leergewicht unter zwei Tonnen sorgen Details wie eine geänderte Front, Seitenschweller, Kotflügelklingen, Karbondach, sowie ein Heckdiffusor mit feststehendem Heckflügel, was den Anpressdruck um 300 Kilogramm erhöht. Im Innern bietet der Supersports zwei stark konturierte Sportsitze, während die Rücksitze durch eine Schale aus Karbonfaser und Leder ersetzt wurde.
TEXT Patrick Solberg