Aston Martin V12 Vantage. Letzter seiner Art.

Aston Martin wird elektrisch und so feiert die Marke aus dem britischen Gaydon die ausklingende V12-Tradition mit dem spektakulärsten Vantage aller Zeiten – natürlich mit zwölf Zylindern und ohne einen Hauch Elektrifizierung.

Benzinerfans – jetzt heißt es schnell sein – sehr schnell, denn die finale Auflage des Aston Martin V12 Vantage ist mit 333 Fahrzeugen mehr als überschaubar und wohl mit der Bekanntgabe gleich vergriffen. Das war es dann mit gerade einmal 15 Jahren bulliger Rennstreckenpower, denn anders als die größeren Modelle DB9, DBS oder Vanquish hat sich der kleinere und deutlich bulliger erscheinende Aston Martin Vantage gerade als Kraftprotz für die Rennstrecke einen Namen gemacht. Da horcht man auch in Zuffenhausen und Maranello auf.

Die finale Auflage des 4,51 Meter langen Sportlers macht nicht nur durch die verbreiterte Karosserie und einen imposanten 21-Zoll-Radsatz auf sich aufmerksam, sondern auch durch die imposante Ausbaustufe des 5,2 Liter großen V12-Triebwerks aus Kölner Motorenfertigung, der im limitierten Aston Martin Vantage 700 PS und seinem Piloten ein maximales Drehmoment von 753 Nm zwischen 1.800 und 6.000 U/min bietet. Aus dem Stand spurtet der britische Kraftprotz so in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von über 320 km/h.

Damit die imposante Motorleistung auch auf die Fahrbahn gebracht werden kann, wurde die Spur des 1,8 Tonnen schweren Vantage V12 um vier Zentimeter verbreitert, ein mechanisches Sperrdifferenzial verbaut und das Fahrwerk ebenso wie die achtstufige Getriebeautomatik an die höhere Motorleistung angepasst. So sorgt das aufwendige Aerodynamikpaket bei Höchstgeschwindigkeit für mehr als 200 Kilogramm zusätzlichen Abtrieb. Neben der Leistungsspritze hat der kräftige Brite gleichzeitig spürbar abgespeckt.

Allein die Auspuffanlage ist 7,2 Kilogramm leichter, die Sitzanlage spart ebenfalls über sieben Kilogramm ein und die Karbonbremsscheiben bringen allein einen Gewichtsvorteil von 23 Kilogramm an ungefederten Massen. Dazu sind die Dämpferraten vorne um 50 und an der Hinterachse um 40 Prozent steifer als beim normalen Aston Martin Vantage. Vorne rollt der V12 Vantage auf Reifen im Format 275/35 ZR 21 und hinten auf mächtigen 315/30er Walzen.

Goodbye Vantage V12. It was a pleasure.

TEXT Patrick Solberg für WALTER

LESENSWERT.