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Audi Skysphere Concept.

Während sich die meisten europäischen Autohersteller auf der Monterey Autoweek in diesem Jahr überraschend zurückhalten, geht Audi in die Vollen und zeigt beim exklusivsten Autoevent der Welt in Pebble Beach die Studie seines offenen Elektroroadsters namens Skysphere.

Entstanden ist der offene Zweisitzer als erstes von insgesamt drei Konzeptfahrzeugen der Sphere-Serie im Audi Designstudio von Malibu, einen strammen Steinwurf von Strand und dem legendären Pacific Coast Highway entfernt. Der Roadster mit den vier Ringen soll dabei weniger auf ein neues Serienmodell hindeuten, sondern einen Designausblick auf die zukünftige Formensprache der Ingolstädter geben. Dabei präsentieren sich Front und Heck mit markigen Leuchteinheiten und kurzen Überhängen ebenso selbstbewusst wie eindrucksvoll.

Die eigentliche Schau ist aber der variabel veränderbare Radstand des elektrischen Sonnenanbeters. Bei normaler Fahrt ist der Audi Skysphere mit stattlichen 4,94 Metern bereits so lang wie ein aktuelles Sportmodell des RS5 Sportback. Fährt sich der Radstand elektrisch aus, verlängert sich das kalifornische Elektromodell auf stattliche 5,19 Meter und somit auf die Maße eines aktuellen A8 L.

Nicht anzunehmen, dass die verlängerte Technik des variablen Radstands einen Serienbezug hat; vielmehr dient der stimmungsvolle Ziehharmonika-Effekt dazu, neben der neuen Audi-Designsprache zukünftiger Modelle die beiden Fahrmodi in Szene zu setzen. Mit kurzem Radstand gibt sich der Elektroroadster betont fahraktiv, während der Pilot selbst zum Steuer greift. Entsprechend verlängert, lassen sich die Insassen offenen oder unter dem geschlossenen Hartschalendach elektrisch von den Fahrerassistenzsystemen unterstützt chauffieren.

Im Automatikmodus vergrößert sich jedoch nicht nur der Radstand um stattliche 25 Zentimeter, der 1,8 Tonnen schwere Skysphere fährt mit seiner variablen Luftfederung auch einen Zentimeter nach oben für mehr Reisekomfort. Auf Knopfdruck verändert sich nicht nur der Radstand, sondern Lenkrad und Pedale verschwinden unter dem Armaturenbrett, das mit seinem durchgehenden, 1,41 Meter breiten Display der Zukunft längst kein solches mehr ist. Im Touring-Modus lassen sich Filme schauen oder gerade mit geöffnetem Dach die Umgebung genießen.

Für entsprechende Agilität soll neben dem niedrigen Schwerpunkt auch die Hinterradlenkung und eine Gewichtsverteilung von 40:60 zugunsten der Hinterachse sorgen, wobei vorne und hinten eine Doppelquerlenkerachse verbaut wurde. Für eine betont flache Sitzposition befinden sich die Batteriepakete anders als bei den meisten Serienmodellen nicht im Unterboden, sondern hinter den beiden Insassen sowie im Mitteltunnel.

Angetrieben wird das real gewordene Gedankenspiel von einem Elektromotor an der Hinterachse, der 465 kW / 631 PS / 750 Nm. Damit geht es aus dem Stand in vier Sekunden auf Tempo 100. Das Akkupaket mit einer Kapazität von 80 kWh soll für Reichweiten von 500 Kilometern sorgen.

Damit der offene Traumdeuter noch besser zur Monterey Autoweek und dem finalen Event des Concours d’Elegance auf dem Golfplatz von Pebble Beach passt, wird dem Audi Skysphere Concept ein traditionsreicher Ahne, der Horch 853 als eines der exklusivsten Cabriolets der Vorkriegszeit zur Seite gestellt. Bei ähnlicher Länge von 5,23 zu 5,19 Metern zeigen sich die Unterschiede jedoch nicht nur in Breite (2,00 zu 1,85 Metern) und Höhe (1,77 zu 1,23 Metern), sondern auch beim Antrieb. Ähnlich dimensioniert wird er Traumwagen von einst jedoch von keinem Elektromotor, sondern einem fünf Liter großen Achtzylinder angetrieben.

TEXT Stefan Grundhoff; press-inform

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