Bentley Bentayga Speed. Schub ohne Stecker.

Bentley hat sich von seinen Zwölfzylinderversionen verabschiedet, das betrifft auch den Power-SUV Bentayga, denn selbst dessen Speed-Sportversion muss zukünftig mit acht Brennkammern auskommen – 650 PS gibt es trotzdem.

Viele Bentley-Fans maulen, denn sie wollen sich mit einem Achtzylinder einfach nicht zufriedengeben und zurück zum edlen Brennkammerdutzend. Dabei geht es weniger um die Fahrleistungen an sich, denn diese sind beim neuen Bentayga Speed so beeindruckend, wie man es erwarten kann und darf. 

Bentayga Speed 16

Der Speed-SUV der neuesten Bauart wird von dem bekannten V8-Doppelturbo mit vier Litern Hubraum angetrieben, muss im Gegensatz zu den Schwestermodellen Lamborghini Urus SE und Porsche Cayenne Turbo E-Hybrid jedoch ohne einen zusätzlichen Elektromotor auskommen, der nochmals weitere knapp 200 PS beisteuert. 

So leistet der Achtzylinder des Bentayga Speed etwas überraschend nur 650 PS und ein mächtiges Drehmoment von 850 Nm, das zwischen 2.250 und 4.500 U/min anliegt. Zum Vergleich: der Lamborghini Urus SE leistet 800 PS und auch der Cayenne Turbo E-Hybrid bietet 739 PS. Doch aus dem Stand geht es für den stärksten Bentayga Dank Allradantrieb, Achtgang-Automatik und imposanter 22- oder 23-Zöller in 3,4 Sekunden auf Tempo 100 und die Maximalgeschwindigkeit von 310 km/h dürfte selbst bei den anspruchsvollsten Kunden kaum Wünsche offenlassen. 

Bentayga Speed 4

Gleiches dürfte für das Klangbild gelten, denn die Sportauspuffanlage des Briten tönt den V8-Tatendrang so imposant in die Umwelt, dass an dem Kraftpotenzial keinerlei Zweifel bestehen. Wem das nicht reicht: auf Wunsch gibt es eine noch sonor grollende Akrapovic-Anlage, die es aus vier Endrohren schallen lässt. Von den Fahrmodi des  Bentayga Speed bleiben die Programme Comfort und Bentley überändert. 

Nachgelegt wurde jedoch beim Sportmodus, der ein präziseres Lenkverhalten, eine bessere Straßenlage und eine stärkere Fahrerbindung bietet, indem die Fahrwerksdämpfung wurde um 15 Prozent versteift wurde. Im Dynamik-Programm werden erstmals Driftwinkel zugelassen und das sogenannte „Torque Vectoring by Brake“ sorgt für schärferes Einlenken und mehr Leistung auf der Straße beim Kurvenausgang – unterstützt durch die Allradlenkung. Wem die normale Bremsanlage des Bentayga Speed zudem nicht langt, der kann die Verzögerungsleistung durch die optionalen Karbon-Keramik-Bremsen verbessern.

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Optisch unterscheidet sich die Bentley Bentayga Speed durch dunkle Akzente, ein dunkles Dach, verchromte Speed-Embleme und wahlweise 22- oder 23-Zoll-Räder von seinen zahmeren Brüdern. Scheinwerfer sowie Rückleuchten sind dunkel getönt. Innen bietet der stärkste Bentayga aller Zeiten den bekannten Bentley-Luxus mit sportlichen Dreingaben. Für Exklusivität sorgen Speed-spezifische Displays und verschieden Speed-Logos.

TEXT Stefan Grundhoff

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