BMW Z4 Final Edition. Das Ende des Roadsters.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten und drei Modellgenerationen verabschiedet sich BMW von seinem Roadster. Im März 2026 läuft die Produktion des Z4 bei Magna-Steyr in Österreich endgültig aus. Zum Abschied legen die Münchner eine Final Edition auf.

Die Geschichte des Z4 begann 2002 als Nachfolger des Z3. Mit klassischer Roadster-Silhouette, langer Motorhaube und tiefem Sitzpunkt galt er stets als Inbegriff puristischer BMW-Fahrfreude. Nach der ersten Baureihe E85 folgte 2008 die zweite Generation mit elektrohydraulisch versenkbarem Hardtop, ehe 2018 der aktuelle Z4 G29 mit Textilverdeck debütierte. Ein direkter Nachfolger ist nicht vorgesehen.

Äußerlich setzt die Final Edition auf eine exklusive Lackierung in Frozen Matt Black, die nur für dieses Sondermodell verfügbar ist. Alternativ stehen ohne Aufpreis weitere Farben aus dem Z4-Programm bereit. Serienmäßig sind das M Hochglanz Shadowline-Paket sowie die rot lackierte M Sportbremsanlage. Im Innenraum sorgen Leder-Vernasca/Alcantara-Oberflächen und rot abgesetzte Kontrastnähte an Sitzen, Armaturentafel, Mittelkonsole und Lenkrad für einen markanten Akzent. Spezifisch gravierte Einstiegsleisten runden das Paket ab.

Erhältlich ist die Final Edition für alle Motorisierungen. Das Angebot umfasst den Z4 sDrive20i mit 197 PS, den sDrive30i mit 258 PS sowie das Topmodell M40i, dessen Reihensechszylinder 340 PS leistet. Das Editionspaket kostet 4.200 Euro und setzt das M Sportpaket voraus. Da dieses beim sDrive20i nicht zur Serienausstattung gehört, steigt der Aufpreis dort auf 7.400 Euro. Die Preise für den Z4 beginnen bei 50.700 Euro.

Mit der Final Edition endet im Frühjahr 2026 eine Baureihe, die seit 23 Jahren für offene und sportliche BMW-Dynamik steht. Für Fans dürfte das Sondermodell eine gute Gelegenheit bieten, sich eines der letzten Exemplare mit potenziellem Sammlerwert zu sichern.

Die Historie des BMW Z4

Der BMW Z4 knüpft an eine lange Tradition offener, zweisitziger Sportwagen aus München an – eine Ahnenreihe, die legendäre Modelle wie den 328 Roadster, den 507 und später den Z8 hervorbrachte. Im Herbst 2002 trat der Z4 erstmals ins Rampenlicht und löste den seit 1995 gebauten Z3 ab. Produziert wurde die erste Generation im US-Werk Spartanburg, wo bereits sein Vorgänger vom Band lief.

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BMW Z3

Mit klassischer Roadster-Silhouette, langer Motorhaube und kurzem Heck definierte der Z4 die sportliche BMW-DNA auf moderne Weise neu. Die tief positionierten Sitze, die ausgewogene 50:50-Gewichtsverteilung und eine für das Segment außergewöhnlich hohe Torsionssteifigkeit sorgten für ein besonders direktes und präzises Fahrerlebnis. Das Topmodell dieser ersten Baureihe, der Z4 M Roadster, griff auf den 343 PS starken Reihensechszylinder des M3 zurück und setzte damit fahrdynamisch klare Akzente.

BMW Z4

Im Dezember 2008 folgte die zweite Generation, die den klassischen Roadster-Konstruktionen einen eigenständigen Weg entgegensetzte. Die Baureihe E89 erhielt serienmäßig ein elektrohydraulisch versenkbares Hardtop, das den Z4 auf Knopfdruck vom offenen Sportwagen in ein vollwertiges Coupé verwandelte. Mit deutlich gesteigertem Komfort, mehr Raum im Innenraum und der Einführung des Bediensystems iDrive zeigte sich der Z4 technisch wie qualitativ gereift, ohne seine sportlichen Wurzeln zu verlieren.

BMW Z4 E89

2018 präsentierte BMW schließlich die dritte Generation. Die Rückkehr zum Textilverdeck bedeutete eine bewusste Rückbesinnung auf Roadster-Purismus, kombiniert mit moderner Technologie. Bei seiner Premiere in Pebble Beach zeigte sich der G29 als agiler, fahrerorientierter Sportwagen mit zeitgemäßen Assistenzsystemen und umfangreicher Digitalisierung. Besonders heraus stach der Z4 M40i, dessen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit M TwinPower Turbo als einer der letzten seiner Art im Segment galt und seit 2024 sogar wieder mit manuellem Sechsgang-Getriebe erhältlich war.

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