Die Enthüllung des Luce hatte Ferrari im Frühjahr 2026 eine ungewöhnlich heftige Reaktion eingebracht. Vor allem in sozialen Netzwerken wurde das erste Elektroauto der Marke kontrovers diskutiert. Die Folgen reichten bis in die Führungsebene: Nach 16 Jahren bei Ferrari schied Enrico Galliera aus dem Unternehmen aus. Seit Anfang Juli verantwortet Massimiliano Di Silvestre als Chief Marketing & Commercial Officer die Bereiche Marketing und Vertrieb und berichtet direkt an Ferrari-Chef Benedetto Vigna.
Seinen ersten großen öffentlichen Auftritt in dieser Funktion hatte Di Silvestre nun bei der Monterey Car Week. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Präsentation der Marke, sondern vor allem die Versteigerung des ersten Ferrari Luce zugunsten der Ferrari Foundation.
Der Ausgang fiel deutlicher aus als erwartet. Im Portola Convention Center lieferten sich mehrere Interessenten ein intensives Bietergefecht, ehe der Zuschlag um 20.32 Uhr bei 40 Millionen US-Dollar fiel. Damit erzielte der Luce den höchsten Auktionspreis der diesjährigen Monterey Car Week und lag noch vor einem Shelby Cobra Daytona Coupé von 1964 mit 39 Millionen Dollar sowie einem McLaren F1 GTR, der knapp 35 Millionen Dollar erreichte.
Der vollständige Erlös geht an die Ferrari Foundation. Für Ferrari selbst ist das Ergebnis dennoch mehr als nur ein wohltätiger Erfolg. Nach dem schwierigen Start des Luce liefert die Auktion erstmals wieder positive Schlagzeilen rund um das neue Modell.
Der Käufer erhält nicht nur den ersten elektrischen Ferrari, sondern konkret das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer ZFF21BUA8T0338000. Über Ferraris Tailor-Made-Programm kann der Wagen nach eigenen Vorstellungen individualisiert werden.