Lamborghini Fenomeno PHEV. Der stärkste aller Zeiten.

Die wichtigsten Neuheiten von Lamborghini werden während der Monterey Car Week enthüllt – so auch diesmal. Vorhang auf für den Lamborghini Fenomeno.

Die Sonne strahlt, und mit ebenso sicherem wie entspanntem Schritt tritt Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann auf die Bühne. Gerade einmal sieben Minuten hat jede Marke Zeit, um sich auf dem Luxusevent The Quail dem bestens betuchten Publikum zu präsentieren. Eine Ausnahme gibt es auch für Lamborghini nicht, obwohl die Norditaliener jährlich bei der Nobelveranstaltung auftrumpfen, um ihre Neuheiten vorzustellen. Das Tuch wird gelüftet und der martialisch auf der weißen Bühne kauernde Lamborghini Fenomeno in grellem Gelb erhält den erwarteten Applaus. Der Preis jedes maximal individualisierten Fenomeno: über drei Millionen Euro.

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Der Supersportwagen, insgesamt 1.080 PS stark und von einer Kombination aus einem 6,5 Liter großen V12-Saugmotor sowie drei Elektromotoren angetrieben, ist der schnellste und stärkste jemals gebaute Lamborghini. Dank Allradantrieb und 725 Nm maximalem Drehmoment geht es aus dem Stand in gerade einmal 2,4 Sekunden auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: über 350 km/h.

„Alle 29 Fahrzeuge, die wir bauen werden, sind bereits verkauft“, freut sich Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann, der vor exakt 20 Jahren zu der Marke aus der Nähe von Bologna kam. Seit seinem Amtsantritt ist das wirtschaftliche Auf und Ab vorbei. Die Mitarbeiterzahl hat sich verfünffacht, und mittlerweile werden siebenmal so viele Fahrzeuge wie zuvor produziert – heiß begehrt bei den Kunden. Der Lamborghini Revuelto, auf dem der Fenomeno technisch basiert, ist bis Ende 2027 ausverkauft. Der neue Supersportwagen ist das mittlerweile neunte Modell der sogenannten Few-Off-Serie mit maximaler Exklusivität.

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Die gigantische Motorleistung des Fenomeno, benannt nach einem erfolgreichen Stier aus der Arena, entstammt einem Antriebsquartett aus dem 835 PS starken V12-Triebwerk, das maximale Drehzahlen von 9.500 U/min ermöglicht, und einem Elektroterzett. Das maximale Drehmoment liegt bei 725 Nm bei 6.750 U/min, wobei 80 Prozent bereits bei 3.500 U/min zur Verfügung stehen.

Während das Saugtriebwerk die Hinterräder antreibt, versorgen zwei 150 PS starke Elektromotoren die Vorderachse mit Energie, und der dritte Radialfluss-Elektromotor bringt – je nach gewähltem Fahrmodus – zusätzliches Drehmoment an die Hinterräder. Die drei Elektromodule liefern weitere 245 PS für den höchst dynamischen Vortrieb im Grenzbereich – entweder lautlos oder von einem brachialen Brüllen untermalt. Im Unterschied zum alles andere als zahmen Lamborghini Revuelto wurde das 7,0 kWh große Batteriepaket, das im Kardantunnel des Norditalieners untergebracht ist, komplett neu entwickelt.

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Das CCM-R-Plus-Bremssystem mit Karbon-Keramik-Scheiben soll maximale Effizienz sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke garantieren. Anders als beim Plattformgeber Revuelto ist der Fenomeno mit einem völlig anderen Fahrwerk ausgestattet, das sich bei der zukünftigen GT3-Rennversion bedient hat.

Die Stoßdämpfer werden nicht elektronisch angesteuert, sondern können je nach Anforderungen des Piloten und des Einsatzzwecks manuell kalibriert werden. Sie bieten mit unterschiedlicher Druck- und Zugstufe nicht nur eine optimale Dämpfungsleistung, um die Karosseriebewegungen zu minimieren, sondern auch ein größeres Verhältnis zwischen Rad (265/30 ZRF21 vorne und 355/25 ZRF22 hinten) und Stoßdämpfer.

Doch nicht nur technisch hat sich beim Fenomeno mehr als bei allen Vorgängern getan, wie Entwicklungschef Rouven Mohr unterstreicht. Auch optisch geht der 5,01 Meter lange Powerhybrid seinen ganz eigenen Weg.

TEXT Stefan Grundhoff

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