Porsche und die Berge, das ist keine künstlich konstruierte Beziehung. Die ersten Sportwagen entstanden in Gmünd in Kärnten, Passstraßen dienten früh als Erprobungsrevier, und auch im Motorsport spielten Bergrennen eine wichtige Rolle. Nun macht Porsche daraus ein Sondermodell: den 911 GT3 Bergsport.
Basis ist der aktuelle 911 GT3 mit Touring-Paket. Entwickelt wurde die Edition von der Porsche Exclusive Manufaktur, gebaut werden exakt 100 Exemplare. Erhältlich ist sie ausschließlich in Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Deutschland bleibt draußen. Vielleicht liegt Stuttgart einfach nicht hoch genug.
Grün für die Berge
Das auffälligste Merkmal ist die eigens entwickelte Farbe Valleygreenmetallic. Sie soll die Grün- und Brauntöne der Alpen aufnehmen, goldene Metallic-Partikel erinnern laut Porsche an frisch gefallenen Schnee in der Sonne. So weit die Prosapassage der Presseabteilung.

Interessanter wird es bei den Details. Die Räder sind in Weißgold und Ceramica lackiert, die Bremssättel leuchten orange – als Verweis auf das Alpenglühen. Auf der Fronthaube sitzt eine Zielflaggen-Grafik, die vom Porsche 908 Bergspyder inspiriert ist. Dazu kommen spezielle „GT3 Bergsport“-Embleme an der B-Säule und am Heck. Letzteres zeigt vier Berggipfel für die vier Märkte sowie eine Serpentinenstraße.
Der GT3 Bergsport trägt das Leichtbau-Paket, allerdings nicht mit dessen üblichen Magnesiumrädern, sondern mit Aluminiumfelgen. Porsche begründet das mit der Abstimmung auf alpine Passstraßen und unterschiedliche Fahrbahnbeläge. Dazu kommen ein Vorderachs-Liftsystem und ein 90-Liter-Tank – zwei Details, die im Gebirge tatsächlich nützlicher sein dürften als die nächste Carbonzierleiste.
Handschaltung bleibt gesetzt
Porsche kombiniert die Edition ausschließlich mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe. Genau das passt zum Konzept: kein Flügel, Touring-Paket, Handschaltung und möglichst wenig Distanz zwischen Fahrer und Auto.
Damit bleibt der GT3 Bergsport technisch deutlich näher am normalen Touring als die Gestaltung zunächst vermuten lässt. Porsche versucht gar nicht erst, daraus einen neuen GT3-Derivatbaum zu züchten. Die Unterschiede liegen vor allem in Ausstattung, Materialwahl und Farbkonzept.
Im Innenraum geht es entsprechend weiter. Die klappbaren Carbon-Vollschalensitze sind mit Leder in Valleygreen bezogen, orangefarbene Ziernähte greifen erneut das Alpenglühen auf. Auch Zündschalter, Gaspedal, 12-Uhr-Markierung am Lenkrad, Schaltschema und Details der Sport-Chrono-Uhr tragen Orange. Selbst die Nähte an Türen und Armaturentafel formen stilisierte Bergsilhouetten.
Trotz Club-Sport-Anklängen verzichtet Porsche nicht auf Komfort. Ein Rücksitzsystem ist vorhanden, ebenso BOSE-Soundsystem und Ambientebeleuchtung.
Einen Preis für den GT3 Bergsport nennt Porsche nicht. Die 100 Exemplare sind ausschließlich für Kunden in Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz vorgesehen.