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VW ID. Aero 2024. Der nächste Passat.

Volkswagen will nicht allein Crossover auf seinem modularen Elektrobaukasten zum Kunden bringen. Auch der langjährige Bestseller Passat wird in den kommenden Jahren elektrifiziert und soll insbesondere Flottenkunden ansprechen. Einen seriennahen Ausblick gibt der VW ID. Aero.

Der VW Passat ist in Emden eine Legende. Jahrelang war das Produktionswerk in Emden das Rückgrat der Mittelklasse. Den Passat gibt es noch, doch das Werk in Emden wurde mittlerweile ein Elektrowerk. Am Standort Emden hat Volkswagen rund eine Milliarde Euro in den Umbau der Fertigung mit seinen 8.000 Beschäftigen investiert.

„Mit dem Showcar ID. Aero geben wir einen Ausblick auf das nächste Mitglied der ID. Familie. Ein Auto mit einem emotionalen und zugleich sehr aerodynamischen Design, einer Reichweite von mehr als 600 Kilometern, einem außergewöhnlichem Platzangebot sowie Premium-Interieur“, sagt Volkswagen-CEO Ralf Brandstätter.

Die seriennahe Studie ist fast fünf Meter lang und betont aerodynamisch. Das abfallende Dach soll dazu beitragen, dass der Luftwiderstandsbeiwert bei gerade einmal 0,23 liegt. Der modulare Elektrobaukasten von Volkswagen ermöglicht zusätzlich kurze Überhänge, einen langen Radstand und einen außergewöhnlich geräumigen Innenraum. Der ID. Aero verfügt über die aus ID.4 und ID.5 bekannte Lithium-Ionen-Batterie mit einem Netto-Energiegehalt von 77 kWh. Die elektrische Reichweite soll bei über 600 Kilometern liegen.

Neben dem Elektrocrossover ID.4 wird Emden mit dem VW ID. Aero im kommenden Jahr ein weiteres Fahrzeug mit Stecker fertigen. Zudem läuft im Sommer in Hannover die Produktion des ID. Buzz an; ab 2023 kommen ID.3 auch aus Wolfsburg und ab 2026 rollt am Standort mit dem sogenannten VW Trinity ein weiteres Elektrofahrzeug vom Band. Darüber hinaus investiert der Konzern in Braunschweig, Salzgitter und Kassel unter anderem in den weiteren Ausbau der bestehenden MEB-Fertigung von Batteriesystem, Rotor/Stator und E-Motor.

Der Standort Salzgitter wird zum europäischen Batterie-Hub ausgebaut. Bereits im Herbst 2019 hatte Volkswagen die Studie des ID. Space Vizzion auf der Los Angeles Autoshow der Öffentlichkeit präsentiert. Mit einem cW-Wert von 0,24 schlug sich bereits die Studie des VW ID. Space Vizzion sehr gut. Die Frontschürze kanalisiert den Fahrtwind, nutzt ihn zur Kühlung der elektrischen Komponenten und generiert im Zusammenspiel mit dem Heckspoiler und dem Diffusor Abtrieb.

Die Los-Angeles-Studie wurde von einem 205 kW / 279 PS Elektromotor an der Hinterachse angetrieben; optional kommt noch ein 75 kW / 102 PS Koaxialantrieb vorne dazu und schafft so eine Systemleistung von 250 kW / 340 PS. In 5,4 Sekunden erreicht der VW ID. Space Vizzion Landstraßentempo und ist bis zu 180 km/h schnell. Durch die ausgewogene Gewichtsverteilung dürfte die 4,96 Meter lange Raumgleiter auch Kurven schnell durcheilen. Wenn die Akkus mit 150 Kilowatt Gleichstrom geladen werden, sind sie nach etwa einer halben Stunde zu 80 Prozent gefüllt.

Im Innenraum geht VW neue Wege: Das klassische Cockpit mit Rundinstrumenten gehört der Vergangenheit an. Stattdessen werden auf einem schmalen Mini-Display lediglich die nötigsten Informationen, wie die Geschwindigkeit und der Ladestand der Batterie angezeigt. Ergänzend dazu gibt es noch ein Head-up-Display, das weitere Daten bereithält und bei der Navigation den nächsten Schritt geht: In Zukunft werden die Richtungspfeile scheinbar auf die Straße projiziert und erleichtern so die Orientierung deutlich. Als Informationszentrale dient ein 15,6 Zoll großer Touchscreen und der Automatikhebel wandert, wie beim ID.3 an das Lenkrad. Während in der Studie bis zu sieben Personen Platz fanden, wird das Serienmodell des ID. Aero ein Fünfsitzer bleiben.

TEXT Wolfgang Gomoll für WALTER

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