Das kann heiter werden: Fünf Kilometer vor Kinsale, dem südlichem Startpunkt des Wild Atlantic Way, verkündet Wetterfee Joanna Donnelly auf RTE Radio 1 den „Status Red“. Die Bevölkerung solle die Häuser nicht verlassen und sich mit ausreichend Lebensmittel versorgen. Auslöser der höchsten Warnstufe? Eine Wetterkonstellation, die das vom Golfstrom umspülte Irland nur äußerst selten erlebt: eine sibirische Kaltfront trifft auf ein atlantisches Sturmtief. Laut Joanna müsse in den nächsten Tagen mit Minustemperaturen und extremen Schneefällen gerechnet werden, landesweit.
Gut, denke ich beim Löffeln der vorzüglichen Seafood Chowder im Restaurant „Fishy Fishy“ in Kinsale, wenn schon eingeschneit, dann nicht in einem x-beliebigen B&B, sondern in Gesellschaft guter Freunde an einem der spektakulärsten Orte Irlands: Three Castle Head, eine windumtoste Landspitze im äußersten Südwesten der Insel, wo die Familie Ungerer unter anderem ein über 100 Jahre altes Cottage vermietet. „Ja, es ist frei, komm vorbei“, sagt Lukas Ungerer am Telefon, „und bring‘ vorsichtshalber ein paar Flaschen Rotwein mit.“ „Geht klar!“, sage ich, und lasse mir von Martin Shanahan, dem Inhaber des „Fishy Fishy“, eine Bordeaux-Notration zusammenstellen.
Auf schmaler, kurviger Straße zuckle ich hinter einem Eselsfuhrwerk zur malerischen Timoleague Abbey, der Ruine einer Franziskaner-Abtei aus dem Jahr 1240. Der Kutscher wendet sich um, betrachtet mich nachdenklich, hebt die Hand im Zeitlupentempo zum Gruß und macht keine Anstalten, mich vorbeizulassen – wozu auch?
Rätselhafte Kelten!
Die Sonne fällt durch die Fenster des Refektoriums, der Blick reicht über das glitzernde Meer, der Geruch von Torffeuer liegt in der Frühlingsluft: Stille, erste Glücksgefühle stellen sich ein. Nur wenige Reisende werden die volle Länge des Wild Atlantic Way abfahren. Aber für welchen Teil man sich auch entscheidet, die Natur ist überall rau – und extrem schön.
Mein nächster Haltepunkt ist der Drombeg Stone Circle, ein Kreis aus 17 stehenden Steinen bei Glandore. In den westlichsten wurde das Abbild eines Fußes eingeritzt. Datiert wird der Steinkreis auf die Zeit um Christie Geburt – das gelingt dank der Radiocarbon-Methode sehr genau, alles andere ist reine Spekulation: Es wird angenommen, dass Steinkreise als eine Art Kalender dienten. Rätselhafte Kelten! In Castletownshend, einem hübschen Dorf am Meer im Schatten des Toe Head, decke ich mich in Sally Barnes „Woodcock Smokery“ zusätzlich mit geräucherten Makrelen ein. Dann steuere ich die Mizen Head Fog Signal Station an. Einer der wenigen Orte auf der Welt, über die sich zu Recht sagen lässt: Je schlechter das Wetter, desto größer der Spaß.

Über eine Schwindel erregende Hängebrücke führen die letzten Meter nach Cloghane Island hinüber. Tief unten donnern gewaltige Brecher in den schmalen Einschnitt, der die winzige Felseninsel vom Festland trennt. Die tückischen Gewässer rund um Mizen Head sind ein riesiger Schiffsfriedhof. Mehr als 200 Wracks liegen dort auf Grund. Erst seit 1909, als man die Fog Signal Station errichtete, ist die Südwestspitze Irlands auch bei Nebel und Sturm einigermaßen sicher zu passieren. Bis weit in die 1930er-Jahre hinein musste der Lightkeeper noch eigenhändig das Leuchtfeuer entzünden – und das alle drei Minuten.
Todesfeen und Kobolde
Auf den ersten Blick ist das Zuhause der Ungerers ein reines Idyll: Schafe und Pferde grasen. Der Atlantik pulsiert kornblumenblau. Der Himmel über den Steilklippen ist eine Regenbogenfabrik. Doch der Schein trügt. Als Tomi Ungerer (er verstarb im Februar 2019) vor mehr als 40 Jahren das Anwesen im Norden von Mizen Head kaufte, schlossen die Dörfler Wetten ab, wie lange er und seine Familie es dort aushalten würden.
Die Iren wussten: In dieser magischen Landschaft schleudern einen magnetische Kraftfelder unvermittelt zu Boden und bei Vollmond tauchen Wesen auf, für die es selbst im Gälischen keine Worte gibt. Der weltberühmte Zeichner und Autor aber beschloss: Ich bleibe. „Es war nicht einfach, sich mit ihnen zu arrangieren“, sagt seine Frau Yvonne und lächelt. Die Kerze auf dem Tisch flackert und verlischt, während wir über Banshees (irische Todesfeen) und Leprechauns (manchmal bös-, manchmal gutartige Kobolde) reden. Vergeblich bemüht sich Yvonne, die Kerze anzuzünden. Ein paar Sekunden später flammt sie plötzlich wieder auf.
Ein eisiger Ostwind treibt am nächsten Morgen die ersten Flocken über die Berge. Nach dem Frühstück holt mich Lukas mit dem Traktor ab: „Lass uns noch eine Fuhre Feuerholz aus der Scheune holen, bevor das Chaos ausbricht.“ Seit 13 Jahren führt Tomi Ungerers jüngster Sohn zusammen mit seiner Frau Joanne die Farm. Sie halten auf 100 Hektar Weideland 600 Schafe und vermieten neben dem traditionellen irischen Cottage zwei moderne, perfekt ausgestattete Ferienwohnungen. Zwei Stunden später ist es soweit: wir sind endgültig von der Außenwelt abgeschnitten. Selbst der 100-PS-Traktor schafft den steilen Feldweg zur nächsten Teerstraße nicht mehr ohne Schneeketten.

Den Schafen sollten Schnee und Kälte zwar nicht wirklich gefährlich werden können, aber Lukas möchte auf Nummer sicher gehen. Dick eingepackt stapfe ich mit ihm am nächsten Morgen durch knietiefe Schneeverwehungen hinauf zum Three Castle Head. Der immer stärker werdende Ostwind bläst uns fast über die Klippen. „Da sind sie“, sagt Lukas und deutet hinüber zu einer weitläufigen Senke zu Füßen des Dunlough Castle, das über einem torfschwarzen, gespenstisch stillen Süßwassersee thront.
Dicht gedrängt stehen die robusten Blackface-Schafe im Windschatten der 1207 erbauten drei Türme und äsen stoisch vor sich hin. „Die letzten Bewohner der Türme waren die O’Donohues, die alle entweder Selbstmord begingen oder grausam ermordet wurden“, verrät Lukas auf dem Rückweg. „Deshalb tropft täglich ein Tropfen Blut von der Decke des Turmes, der direkt am See steht.“ Auch eine verzauberte, in weiße Gewänder gehüllte „Lady of the Lake“ spuke hier herum, sagt Lukas und fügt hinzu: „Im See hat der O‘Donohue-Clan außerdem ein paar Kisten Gold versenkt. Aber dieses Gold bringt dem Finder nur Unglück.“
Watering Holes und Algenbrötchen
Nach zwei Tagen ist der Wild Atlantic Way wieder frei befahrbar. Was diese Traumstraße durch mal mehr, mal weniger spektakuläre Landschaften auszeichnet, sind die Menschen, die entlang der Strecke leben und arbeiten, und die legendären „Watering Holes“, die Pubs und Restaurants der Westküste, in denen die kulinarischen Schätze des Atlantik auf den Tisch kommen. Zum Beispiel das neue irische Superfood: Algen. Entlang der Küste wachsen über 600 Arten, die bis auf zwei Ausnahmen alle vorzüglich schmecken. Mal nach Spinat, mal nach Karotten, mal nach Kohlrabi oder Rettich.
„Algen hat schon meine Urgroßmutter gesammelt und die Großfamilie damit ernährt“, so Hanah Dare, die Besitzerin des „Organico“ in Bantry. „Ein dicht bewachsener Felsen an der Küste war einst genauso viel wert wie ein Kartoffelacker.“ Zusammen mit ihrer Schwester Rachel zählt sie zu den Slow-Food-Pionieren Irlands.
Die gesamte Westküste ist, so scheint es, ein einziges Startup mit Lebensmittel-Produzenten, Köchen und Gastronomen, vor deren Erfindergeist und Risikobereitschaft man nur den Hut ziehen kann. „In Sachen Algen gibt’s nur einen Haken“, sagt Hannah, während sie ihren knackigen Wild Atlantic Way Seaweed Salad serviert. „Vor Kurzem hat die Regierung die Ernterechte an einem Fünftel der irischen Küste an einen kanadischen Konzern verkauft, der Algen großflächig und mechanisch ernten lässt.“
Nächste Feinschmeck-Station am Wild Atlantic Way: Mark Johnston, der Chefkoch des „Beara Coast Hotel“ in Castletownbere, beweist, dass man mit Algen auch backen kann. Zu seiner preisgekrönten Seafood Chowder mit Seeteufel, geräuchertem Seehecht, Schellfisch und Lachs reicht er eine Vollkornsemmel, die mit Seaweed-Flocken gespickt ist – dick mit selbstgemachter irischer Butter bestrichen ein himmlischer Genuss.
Geheimtipp Beara Peninsula
Weit ausladend schwingt der Wild Atlantic Way zwischen dunkelblauem Wasser und grauen Bergen, zwischen steilen Klippen und sanft ansteigenden Wiesen weiter westwärts Richtung Lambs Head. Wer Irland ins ungeschminkte Sommersprossengesicht blicken möchte, darf sich Dursey Island nicht entgehen lassen: Eine nur durch einen schmalen Seestreifen vom Lambs Head getrennte Insel, die per Seilbahn erreichbar ist. Zwischen zwei Masten spannt sich ein gefährlich durchhängender Draht, an dem eine in die Jahre gekommene Kabine für sechs Personen – oder zehn Schafe – hängt. Kommt ein Atlantiksturm auf, kann es sein, dass man für Tage auf Dursey festsitzt.
Nach weiteren 35 Kilometern auf dem Wild Atlantic Way steht auf einem sanft geschwungenen Hügel über der Coulagh Bay der sechs Meter hohe Standing Stone von Ballycrovane. Der Monolith ist der nationale Rekordhalter. Bevor ich Kenmare, das Tor zum Ring of Kerry ansteuere, gönne ich mir noch einen Abstecher in die Caha Mountains, wo mit dem Healy Pass die schönste Bergstraße Irlands wartet. Was für ein grandioser Panoramablick: Tief unten glitzert der Glanmore Lake in einem einsamen Talschluss, im Westen glühen die mächtigen Slieve Miskish Mountains im Abendlicht und nach Norden hin reicht die Sicht über die silberfarbene Kenmare Bay bis zu den noch immer mit Schnee bedeckten Bergen der Iveragh Peninsula. In Kenmare zieht’s mich nach einer riesigen Portion Fish & Chips im „Wartons“ sofort ins „Crowley’s“. Nüchtern betrachtet ein Pub wie jedes andere auch. Doch nirgendwo entlang des Wild Atlantic Way zapft man süffigeres Stout-Bier und nirgendwo ist die Livemusik besser.
Sternenkrieg und irisches Dolce Vita
Warum die 180 Kilometer lange Küstenstraße von Kenmare nach Killorglin so hoch gelobt wird, habe ich nie verstanden. Ja, zerklüftete Steilküsten, majestätische Berge, einsame Moore und feinsandige Strände bestimmen auch hier das Bild, doch auf dem „Ring of Kerry“ war man schon immer alles andere als allein. Und seit auf der pyramidenförmigen Felseninsel Skellig Michael die Schlussszene von „Stars Wars“, Teil VII, „Das Erwachen der Macht“, gedreht wurde, ist dort auch off-season nichts mehr so, wie es einmal war. Gut nur, dass der Zugang auf die elf Kilometer vor Portmagee liegende Mönchsinsel, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, streng limitiert ist: Nur 15 Skipper, die jeweils zwölf Personen transportieren dürfen, besitzen die Lizenz zum Hinüberschippern.
Wer einen Platz ergattert und über die Treppe mit 670 aus dem Gestein geschlagenen Stufen zum Gipfel des 217 Meter hohen Felsen steigt, steht im isoliertesten und spektakulärsten frühchristlichen Kloster Irlands. Mehrere kreisrunde Hütten, Mönchszellen in Form eines Bienenkorbes, verstecken sich unterhalb des Gipfels in einer kleinen Mulde. In der Blütezeit des Klosters wurden in Minigärten sogar Gemüse und Blumen gezogen sowie Kleinvieh gehalten.
Die Dingle Peninsula empfängt mich an einem frostigen Morgen. Vorbei am kilometerlangen Strand von Inch geht’s nach Dingle Town, wo sich die Vormittagssonne weich auf die bunt gestrichenen Häuser legt. Bereits in den 1970er-Jahren von Aussteigern entdeckt, hat sich das schönste Städtchen an der Westküste dem alternativen Lifestyle angepasst – und mutierte mit seinem großartigen Mix aus Öko- und New-Age-Läden, Singing Pubs und Seafood-Restaurants zum Hotspot des irischen Dolce vita. Mich lockt unwiderstehlich der „Slea Head Drive“, das landschaftlich vielleicht schönste Teilstück des Wild Atlantic Way.
Folgt man der R559, entfaltet sich entlang der steilen Küstenstraße auf den nächsten 30 Kilometern ein unvergessliches Postkartenpanorama. Das ganze Gebiet ist gespickt mit Forts, unterirdischen Gängen, Steinkreisen und Kreuzen. An den steilen Hängen um Fahan stehen Dutzende von Beehive Huts, gedrungene, kreisrunde Gebetszellen von Eremiten. Die Inseln im türkisblauen Wasser vor dem Kap von Slea Head trug früher jeder Irland-Besucher in der Tasche – die Blasket Islands waren nämlich auf dem 20-Pfund-Schein abgebildet. 1953 wurden die letzten 20 Bewohner per Regierungsdekret aufs Festland umgesiedelt. Angeblich, weil das harte Leben den meist schon betagten Leutchen nicht mehr zuzumuten war.
Im Reich der Melancholie
Die nächsten 200 Kilometer des Wild Atlantic Way absolviere ich in einem Rutsch. Keine Lust auf die vielbesuchten Cliffs of Moher. Keine Lust auf die wüsten Kalksteinebenen der Burren-Region, wo Tolkien den Roman „Herr der Ringe“ erdachte. Keine Lust auf Galway, das lebhafte, südländisch angehauchte Zentrum des Westküstentourismus. Was ich jetzt brauche, ist der Fensterplatz in meinem liebsten Watering Hole: „O’Dowd’s Pub“ in Roundstone, ein winziges Fischernest in Connemara, dem Reich der Melancholie. Der Tisch am Fenster zur Bertraghboy Bay ist frei. Und die Killary Bay Prawns, Garnelen mit Knoblauchbutter, sind wie immer ein Gedicht.
Ziemlich happy starre ich durchs regennasse Fenster auf die Twelve Bens, Connemaras zwölf einzeln stehende, bis zu 900 Meter hohe Bergspitzen. Jetzt nur noch ein Zimmer mit Flussblick im nahen Hotel Ballynahinch Castle und ich bin im Himmel der Iren angelangt. Berühmte Persönlichkeiten wie Grace O’Malley – die berühmt-berüchtigte Piratenkönigin trieb im 16. Jahrhundert vor der Westküste ihr Unwesen –, der große Humanist, Politiker und frühe Tierschützer Richard Martin oder zuletzt der Maharadscha Ranjitsinji waren Besitzer dieses Prunkstücks.
Eine Armada von Prominenten zog hier bereits die wasserdichten Beinkleider an, warf die Fliegen und genoss die Stille inmitten uralter Mischwälder. Die Fangbücher im „Fishermen Pub“ verewigen die Daten von Rekordlachsen und deren Fängern. Trotz der edlen Ausstattung protzt das Haus nicht – und verlangt von den Gästen keine besondere Garderobe. Mit Tweedsakko und Jeans ist man hier „perfectly dressed“. Anglerlatein ist Umgangssprache, Unrast verpönt.
Zeit für ein kurzes Zwischen-Résumé: Ja, Irlands Wild Atlantic Way hält das Beste bereit, was das Land zu bieten hat. Nein, man sollte diese Traumstraße nicht von Mai bis September befahren, wenn sich die magischen Irland-Momente nur Stoßstange an Stoßstange abholen lassen. Und ja, das beste Seafood wird noch immer im „O’Dowd’s“ serviert. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf das obligatorische Pint Guinness und den von Hand geangelten Kabeljau im mehrfach ausgezeichneten Schlossrestaurant „Owenmore“.
ÜBERNACHTEN
- Three Castle Head Holiday Houses, Dunlough, Goleen, threecastlehead.ie – Zwei moderne Lofts und ein spektakuläres Mini-Hideaway in einer Szenerie, die zu den spektakulärsten des Landes zählt.
- Clifden Bay Lodge, Lower Sky Road, Clifden, clifdenbaylodge.ie – B&B mit Style unter französischer Führung in traumhafter Lage mit tollem Blick über die Küstenlandschaft Connemaras.
- Ballynahinch Castle Hotel, Recess, Connemara, ballynahinch-castle.com – Luxuriöses Traumhotel in Traumlage am Fuß der Twelve Bens. Zählt zu den besten Fliegenfischerreservaten Europas.. Ein Muss für jeden Besucher ist ein Pint Stout-Bier im legendären „Fisherman Pub“.
GENIESSEN
- The Black Pig, 66 Lower O‘Connell Street, Kinsale, Tel.: 021/4774101 – Gavin Ryans Restaurant in einer der ältesten Straßen von Kinsale bietet eine exzellente Weinkarte und all die regionalen Slow Food- Spezialitäten, die West Cork zum Feinschmeckerparadies machen. Eine „irische“ Tapas-Bar vom Feinsten!
- Organico, 2 Glengarriff Road, Bantry, organico.ie – Die Inhaber Hannah und Rachel Dare sind Pioniere der veganen und vegetarischen Küche in Irland. Neben einem Bio-Laden mit Slow Food-Produkten aus der Region betreiben die beiden Schwestern eine Bio-Bäckerei sowie ein Mini-Restaurant.
- O’Dowd’s Pub, Roundstone, Roundstone Pier, odowdsseafoodbar.com – Authentische Fischerkneipe plus Restaurant am Pier. Das Pub hat den begehrten James Joyce Pub Award zwar für das exzellent gezapfte Stout und die traditionelle gälische Atmosphäre erhalten, bietet aber auch kulinarische Highlights. Unbedingt probieren: Killary Bay Prawns (Garnelen) in Knoblauchbutter gebraten.

REISEPLANER
- Anreise: Von mehreren deutschen Städten mit Aer Lingus oder Lufthansa nach Dublin. (lh.com, aerlingus.com). Von dort aus in 3,5 h mit dem Auto nach Kinsale (südlicher Startpunkt) oder in 4,5 h nach Malin Head (nördlicher Startpunkt). Ticket ab 100 Euro.
- Geld: Die meisten Geschäfte, Restaurants, Tankstellen, Hotels und Taxis nehmen gängige Kreditkarten an.
- Vor Ort unterwegs: Es herrscht Linksverkehr, an den man sich auf den oft schmalen, sehr kurvigen Straßen, die keine hohen Geschwindigkeiten zulassen, aber schnell gewöhnt. Besonders auf Nebenstraßen muss man mit Traktoren, Pferdegespannen und vor allem Schafen rechnen. Die Route des Wild Atlantic Way ist perfekt ausgeschildert. Es gibt zudem ausreichend Parkmöglichkeiten an den schönsten Aussichtspunkten entlang der ganzen Strecke.
TEXT und FOTOS Franz Michael Braunschläger