Tianmenshan. Game of Stones.
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Der Berg des Himmels im Südwesten Chinas ist eines der spektakulärsten Naturwunder der Erde, und die Tongtian-Avenue Richtung Gipfel lässt jeden Alpenpass fad aussehen. Kein Wunder, dass allerlei verrücktes Volk auftaucht, das möglichst schnell oder möglichst wild nach oben will.

Wir schreiben das Jahr 263 als die Bewohner des schönen Südwestens mit seinen steilen Bergen und grünen Tälern erleben müssen, dass der mächtige Norden doch übermächtig ist. Und wäre die Niederlage nicht schon dramatisch genug, grollt im selben Jahr vom 1.519 Meter hohen „Wolken- und Traumberg“ Yunmeng ein Donner, wie ihn die Bewohner der Ebene bei Zhangjiajie noch nie gehört haben. Aus der fast senkrechten Flanke des Gipfels, der wie eine steinerne Großleinwand in die Landschaft ragt, ist ein riesiges Stück Fels gebrochen. Herausgesprengt von Frost und Wasser klafft ein gewaltiges Loch im Berg, 60 Meter tief, am Fuß 57 Meter breit und fast 132 Meter hoch. Seitdem trägt das Monstrum den Namen Tianmenshan, Berg des Himmelstors.

Es gab Wagemutige, die scheiterten

Der spektakuläre Berg lockt schon seit zwei Jahrzehnten Verrückte aller Art an. Im Dezember 1999 flog der Ungar Peter Besenyei im Rahmen der Kunstflug-Weltmeisterschaft am Tianmenshan als erster Mensch durch das Tor zum Himmel. Allein kann das jeder, sagten sich ein paar russische Kampfpiloten, die im März 2006 mit drei Jets in Formation durch das Loch jagten. Mit Düsenantrieb keine Kunst, dachte sich Jeb Corliss. Im September 2011 flog der amerikanische Fallschirmspringer mit einem Wingsuit durch den Ort, wo sich der Himmel und die Welt der Sterblichen begegnen. Es ging nicht immer alles gut. Bei der zweiten Wingsuit-Weltmeisterschaft 2013 sprang der dreimalige ungarische Meister Viktor Kováts bei einem Trainingssprung über die Tongtian-Straße in den Tod. Sein Fallschirm hatte sich nicht geöffnet.

Einen Streckenrekord gibt es seit 2012: Der Franzose Jean-Yves Blondeau brauchte für die elf Kilometer auf Rollerblades 19.34 Minuten, die „Rollerman“ meist im Liegen verbrachte – allerdings bergab. Volkswagen ging die Sache offizieller an: Start und Ziel wurden eigens notariell festgelegt. Der Bus mit Touristen braucht gewöhnlich 20 Minuten, Romain Dumas stürmte in 7.38,585 Minuten bis zur Himmelsleiter und schwärmte: „Es war ein Riesenerlebnis.“ Jetzt kam Ken Block und hatte gänzlich andere Ziele …

Die ganze Geschichte gibt es in der ersten Ausgabe von WALTER

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