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BMW M2 2023. Eine aussterbende Art.

Jetzt heißt es zugreifen, denn der neue BMW M2 ist wohl das letzte Tor zum automobilen Glück. Zumindest, wenn man einen sportlichen BMW im Grenzbereich bewegen möchte und dieser ohne Elektromotor unterwegs sein soll.

Der mittlerweile ausgelaufene M2 war für BMW ein großer Erfolg, der viel Image, Dynamik und jede Menge glücklicher Kunden brachte. Dieser beinahe grenzenlose Fahrspaß wird sich bei der neuen Generation, die unter der internen Bezeichnung G87 Ende des Jahres auf den Markt kommt, kaum ändern – im Gegenteil.

Erst vor kurzem haben die Bayern den allemal dynamischen BMW M 240i vorgestellt und noch dieses Jahr können sich die M-Fans noch auf den erstmals erhältlichen BMW M3 Touring freuen, der wohl nur mit 510 PS, Achtgangautomatik und Allradantrieb angeboten werden wird. Wer es etwas kleiner und noch sportlicher mag, der dürfte sich in den pausbäckigen BMW M2 verlieben können, dessen Proportionen unter der bunten Tarnfolie etwas verschroben erscheinen.

Der drei Liter große Reihensechszylinder-Doppelturbo der Baugruppe S58 stammt aus dem großen Bruderpaar M3 / M4 und wird einen leichten Leistungsabschlag bekommen, damit der Abstand gewahrt bleibt. Die Leistung dürfte auf dem Niveau des aktuellen BMW M2 Competition liegen, der seinen Sportfahrer mit 410 PS begeistert. Bisheriges Topmodell war der 450 PS starke BMW M2 CS.

Anzunehmen, dass es neben dem über 400 PS starken Basis-M2 weitere Sportversionen mit bis zu 450 PS oder mehr in einem gewichtsreduzierten BMW M2 CSL geben wird. Nicht ganz überraschend: neben der an sich obligatorischen Achtgangautomatik hält auch im neuen BMW M2 eine manuelle Sechsgangschaltung Einzug. Um den Abstand zu BMW M3 / M4 zu halten, dürfte der kommende BMW M2 weiterhin nur über die Hinterachse angetrieben werden, auch wenn die Plattform eine dynamische Allradvariante ermöglichen würde. Die bieten die direkten Konkurrenten Audi RS3 und Mercedes AMG A45, die beide nur als Allradler mit Doppelkupplungsgetriebe angeboten werden. Die bayrischen Allradfans können jedoch auch zum 374 PS starken BMW M 240i xDrive greifen.

Innen gibt es das bekannte Sportpaket mit konturierten Sportsitzen, griffigem Lenkrad und Sportpedalerie. Auf Wunsch sitzt der Pilot auf besonders leichten Schalensitzen und freut sich über Dreingaben wie Karbondach, Hochleistungsbremsanlage und rennstreckentaugliche Sportreifen. Innen gibt es neben dem griffigen Lederlenkrad als Instrumenteneinheit das sogenannte Curved Display, wobei auf dem Mitteltunnel nicht nur eine Vielzahl von Schaltern, sondern auch der Dreh-Drücksteller verbleiben.

Für sonoren Klang des doppelt aufgeladenen Reihensechszylinders sorgt eine Klappenauspuffanlage mit vier Endrohren. Was mit diesem imposanten Paket möglich ist, zeigen ein paar schnelle Runden auf dem Salzburgring. Handschalter und Automatikversion machen beide mächtig Laune; deutlich besser schlägt sich jedoch der ein paar Kilogramm schwerere M2 mit Achtgangautomatik. Sie passt nicht nur exzellent zum brüllenden Reihensechszylinder, sondern gibt dem Fahrer auch die Möglichkeit, die mit den Details der Rennstrecke oder etwaigen Wetter- und Fahrbahnkapriolen zu beschäftigen.

Wie schon beim Vorgänger mehr als imposant: die exzellente Rückmeldung der Lenkung, das neutrale Fahrverhalten und das nur bei zuckendem Gasfuß leicht auskeilende Heck. Die breitere Spur und die exzellente Gewichtsverteilung sorgen dafür, dass die neue M2-Generation alles noch etwas schärfer, sportlicher und bissiger vollführt als bisher. Klasse: in der endlosen Fahrerlagerkurve geht es von einer Geschwindigkeit jenseits der 230 km/h von ganz links auf weit unter Tempo 100 nach rechts und wieder nach links Richtung des Streckenabschnitts Reiner S. Hier bleibt der 1,6 Tonnen schwere Zweitürer stoisch ruhig und wartet allenfalls, ob der Fahrer nervös wird oder sich um Bayern durch diese Kombination ziehen lässt, bevor es wieder Vollgas über Start und Ziel geht. Rennstrecken wie den Salzburgring, die mag er der neue BMW M2. Und nicht nur die – und wie feiern den neuen BMW M2 – als einen der letzten seiner aussterbenden Art.

TEXT Stefan Grundhoff für WALTER

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