Der Name Monza kam bei Heuer nicht zufällig aufs Zifferblatt. 1971 wurde die Schweizer Uhrenmarke offizieller Zeitnehmer der Scuderia Ferrari. Vier Jahre später gewann Niki Lauda die Formel-1-Weltmeisterschaft und bescherte Ferrari den ersten Fahrertitel seit 1964. Zur Erinnerung an diesen Erfolg brachte Heuer 1976 die Monza auf den Markt.
Genau 50 Jahre später greift TAG Heuer diese Geschichte wieder auf. Kurz vor dem Großen Preis von Italien 2026 präsentiert die Marke den Monza Flyback Chronograph als nummerierte Sonderedition. Nur 500 Stück werden gebaut.
Schwarz, Rot und viel Carbon
Eine originalgetreue Neuauflage der Uhr von 1976 ist die neue Monza allerdings nicht. Technische Basis ist vielmehr der 2023 vorgestellte moderne Monza Flyback Chronograph.
Das 42 Millimeter große, kissenförmige Gehäuse besteht aus geschmiedetem Carbon, ebenso die feststehende Lünette und die Krone. Die unregelmäßige Struktur des Materials sorgt dafür, dass kein Gehäuse exakt wie das andere aussieht. Drücker und Gehäuseboden bestehen aus schwarz DLC-beschichtetem Metall beziehungsweise Titan. Wasserdicht ist die Uhr bis 100 Meter.
Beim Zifferblatt wird die Verbindung zum historischen Vorbild deutlicher. Schwarz bildet die Grundlage, Rot setzt die Akzente. Weiße Zeiger und Indizes mit Super-LumiNova sorgen für Kontrast. Der Chronographen-Minutenzeiger sitzt bei drei Uhr, die kleine Sekunde bei sechs Uhr und das schräg eingesetzte Datumsfenster bei neun Uhr.
Auf dem schwarzen Höhenring finden sich gleich zwei Skalen: ein Tachymeter zur Geschwindigkeitsberechnung und ein Pulsometer zur Messung der Herzfrequenz.
Man kann schließlich nie wissen, ob zuerst das Auto oder sein Fahrer an die Belastungsgrenze kommt.
Flyback statt Neustart
Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber TH20-12, das durch den Saphirglasboden sichtbar bleibt und als Chronometer nach COSC zertifiziert ist.
Seine Flyback-Funktion passt nicht nur dem Namen nach zum Motorsport. Während ein normaler Chronograph zunächst gestoppt und zurückgesetzt werden muss, genügt beim Flyback ein Druck: Der laufende Sekundenzeiger springt auf null und startet unmittelbar eine neue Messung.
Zum schwarzen Gehäuse kombiniert TAG Heuer ein perforiertes Kalbslederband mit roten Nähten. Die Gestaltung erinnert unverkennbar an klassische Motorsport-Uhren, ohne daraus eine Retro-Kopie zu machen.
500 Stück für 13.350 Euro
Die TAG Heuer Monza Flyback Chronograph trägt die Referenz CR5092.FC8372 und ist ab September 2026 erhältlich. Jedes der 500 Exemplare erhält eine individuelle Nummer auf dem Gehäuseboden. Der Preis in Europa beträgt 13.350 Euro.