Was in Weissach entstand, war weit mehr als ein besonders schneller Elfer. Der Porsche 959 wurde zum technischen Vorgriff auf die kommenden Jahrzehnte. Seine elektronisch geregelte Kraftverteilung, unterschiedliche Fahrprogramme, die Registeraufladung und die Reifendruckkontrolle waren Mitte der Achtziger keineswegs selbstverständlich. Röhrl sprach später von einem „sensationellen Auto mit revolutionären Sachen“.
Seine Aufgabe war zunächst klar umrissen: testen, abstimmen, verbessern. Porsche brauchte jemanden, der beurteilen konnte, wie sich das Auto verhält, wenn es bei hoher Geschwindigkeit quergeht und der Allradantrieb eingreifen muss. Bei der finalen Abstimmung in Weissach überzeugte der 959 schließlich auch Röhrl selbst. Als das Auto leicht untersteuernd bis neutral einlenkte und anschließend sanft ins Übersteuern wechselte, war für ihn klar: Genauso musste es sein. Und plötzlich wollte er selbst einen besitzen.
Bott versprach ihm ein Vorserienfahrzeug und hielt Wort.
Der 959 blieb jedoch nicht nur Röhrls persönlicher Traumwagen. Er gewann die Rallye Paris–Dakar, wurde als 961 in Le Mans eingesetzt und demonstrierte, wie weit Porsche technisch vorausgedacht hatte. Gleichzeitig war das Projekt enorm teuer und wurde für seinen Schöpfer zum Risiko.
Die ganze Geschichte über Helmuth Botts Vision, Röhrls Rolle bei der Entwicklung, die Siege in der Wüste und auf der Rennstrecke sowie das spätere Schicksal seines persönlichen 959 lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des WALTER Magazins.
WALTER Magazin jetzt im Handel und online erhältlich.