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Bentley Bacalar. So schön. So teuer.

Der spektakulärste Bentley der vergangenen Jahre ist offen und eine wahre Schönheit. Mit dem Bacalar gibt es nicht nur eine der exklusivsten Möglichkeiten, einen offenen Briten zu genießen, sondern eine Rückkehr zum individuellen Karosseriebau wie in den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts.

Es ist ein sonniger Samstagmorgen in der kalifornischen Luxusenklave Pebble Beach, ein paar Meilen von Monterey entfernt. Trotz der Sommersaison kommt selbst um kurz nach zehn Uhr noch kühle Luft vom wie immer viel zu kalten Pazifik herüber. Doch auch ohne Sitzheizung kann man es aushalten mit Blick auf Leder, Wolle und Hölzer, die edler nicht sein könnten. Die Heizung bläst derweil diffus 22 Grad Celsius warme Luft in den geöffneten Innenraum des Bacalar. Hier und da werden ein paar späte Jogger überholt und der Blick vom 17-Mile-Drive bleibt mit seiner zerborstenen Küste spektakulär – auch wenn man ihn in den vergangenen Jahrzehnten schon vielfach genossen hat.

Der offene Bentley passt perfekt an diesen Ort – irgendetwas zwischen Realität und Fiktion – eben wie Pebble Beach mit seinen zahllosen Luxusvillen, unbezahlbaren Autos und Schönheitsoperationen im Dreivierteltakt. Unterwegs in dem einzigen Entwicklungsträger einer Sonderedition, wie es bei Bentley noch keine gegeben hat. Für die bestens betuchten Kunden gibt es weltweit gerade einmal zwölf Fahrzeuge, die sich jeder nach seinen ganz eigenen Wünschen individualisiert hat.

Doch welcher Lack, welche Hölzer und welche Kombination aus Karbon, Leder und Wolle auch immer – der offene Doppelsitzer ist ein aufwendig umgebautes Continental GT Cabriolet, das durch wochenlange Karosseriearbeiten zu einer strahlend schönen Barchetta wurde – einer kleinen, schnellen Luxusyacht auf vier Rädern. Dafür, dass es auf Wunsch so flott als möglich vorangeht, dafür sorgt der bekannte Zwölfzylinder mit sechs Litern Hubraum und einer Leistung von 659 PS und 950 Nm Drehmoment. Seine imposante Höchstgeschwindigkeit: über 320 km/h, die einem die Frisur trotz Windfang im Rücken zerstören.

Ähnlich wie Rolls-Royce belässt es Bentley in seiner hausinternen Edelschmiede Mulliner nicht bei der Individualisierung des ebenso schmalen wie hochpreisigen Modellportfolios durch spezielle Lederausstattungen, Hölzer oder Außenfarben, sondern kehrt zum echten Karosseriebau zurück. Darin hat sich Mulliner in den vergangenen hundert Jahren einen Namen wie kaum ein anderer machen können.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts kreierte die Karosserieschmiede H. J. Mulliner & Co. einzigartige Aufbauten für die Schönen und Reichen der automobilen Welt. Nach einer wechselvollen Geschichte sind die Veredlungsspezialisten bei Bentley gelandet. Die besinnen sich auf die Wurzeln dieser Handwerkskunst und das Resultat ist ein exklusiver Zweisitzer mit dem Namen Bentley Bacalar. Der Name bezieht sich auf die „Laguna Bacalar“, die Teil der mexikanischen Halbinsel Yucatan ist. Weil es hier traditionell nicht regnet, verzichtet der Bacalar übrigens auf ein schützendes Dach.

Der Bentley Bacalar erinnert deutlich an den Continental, sieht jedoch durch seine zahlreichen Details an Front, Heck und Flanke spektakulärer als sein Plattformgeber aus. Ähnlichkeiten mit der Zukunftsstudie des EXP 100 sind da nicht gerade zufällig. Mehr als 750 Komponenten wurden für das edle Dutzend neu entwickelt und speziell für den offenen Doppelsitzer kreiert. Viele Teile wie der Heckdeckel oder die komplette Frontschürze, die ein Teil zusammen mit den vorderen Kotflügeln bildet, sind aus Kohlefaser gefertigt.

Auch die hinteren Kotflügel sind breiter als man es kennt und so wirkt der Bacalar bulliger und sportlicher als der normale GT. Der offene Brit-Beau passt perfekt für eine Ausfahrt entlang der kalifornischen Küstenlinie, die kaum irgendwo so schön ist wie hier rund um die Halbinsel von Pebble Beach, wo eben auch jene Kundschaft für den mindestens 1,8 Millionen Euro teuren Bacalar wohnt und sich so langsam in größerer Zahl Richtung Golfplatz macht.

Die üppige Motorleistung von mehr als 650 PS wird leicht heckgeneigt über die beiden Antriebsachsen auf die Straße gebracht, damit im Fall der Fälle bei Leistungsabfragen des Piloten auch der Vortrieb passt. Das bekannte Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe hat bei der langsamen Cruisetour auf dem 17-Mile-Drive kaum Arbeit und so bleiben die schnellen Gangwechsel dem flotteren Galopp außerhalb des geschlossenen Areals vorbehalten und auch das 48-Volt-Bordnetz samt elektronischer Wankstabilisierung hat derzeit kaum etwas zum tun, außer das leicht aufgewühlte Meer aus dem Scheinwerferwinkel zu bestaunen. Das Fahrwerk mit Luftfederung garantiert die gelungene Spreizung der Fahrmodi zwischen komfortabel bis sportlich.

Das Cockpit umschmiegt den Fahrer und hinter den beiden Sitzen finden die exklusiv für den Bentley hergestellten Schedoni-Taschen perfekt Platz. Selbst in dieser Zwei-Millionen-Liga kostet das Taschenset übrigens noch Aufpreis. Wie einzigartig der Nobel-Gleiter ist, zeigt die Tatsache, dass für jeden Sitz 148.199 Stiche für die aufwendigen Stickereien nötig sind. Das Cockpit wird zum Beispiel Riverwood Holz, von natürlich gefallenen Bäumen, die rund 5.000 Jahre in den Flüssen und Seen Ostenglands lagen, verwendet. Doch es geht noch exklusiver. So hat einer der Kunden verlangt, seinen Bentley Bacalar ohne Außenspiegel zu bekommen. Da dies jedoch der Zulassungsvorschriften widersprechen würde bekommt der Kunde nicht nur den individuell zusammengestellten Bacalar, sondern auch einen zweiten Satz Türen – ohne Außenspiegel. Damit kann er dann auf dem heimischen Areal machen, was er will – und hoffentlich nur dort.

TEXT Stefan Grundhoff; press-inform

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