BMW X5 (G65). Das erste Auto mit fünf Antriebskonzepten.

BMW stellt den nächsten X5 neu auf und macht den großen SUV zu einem technischen Sammelbecken der eigenen Antriebsstrategie.

Während der iX3 die Neue Klasse in die elektrische Zukunft führen soll, bleibt der X5 das breit aufgestellte Volumenmodell im Oberklasse-Segment. Gebaut wird er weiterhin in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina, einem der wichtigsten Werke im BMW-Produktionsnetz. Die Besonderheit der neuen Generation: Kein anderes Serienauto soll mit einer derart breiten Auswahl an Antriebskonzepten angeboten werden.

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Optisch bleibt der X5 sofort als X5 erkennbar. Gleichzeitig übernimmt er Elemente der Neuen Klasse und des kleineren iX3. Der Auftritt bleibt groß, selbstbewusst und betont präsent. Die steil stehende Niere, ausgestellte Radhäuser und ein schmales LED-Band am Heck geben dem knapp fünf Meter langen SUV eine klare Haltung. Die großflächigen Lufteinlässe und die Scheinwerfer mit X-Signatur dürften dagegen nicht jedem gefallen. BMW geht sichtbar den Weg zwischen vertrauter X5-Wucht und neuer Designsprache.

Umstellung im Innenraum

Im Innenraum orientiert sich der X5 stärker an den jüngsten großen BMW-Modellen. Statt klassischer Instrumente dominiert ein schmales Panoramadisplay, ergänzt durch Head-up-Anzeigen und weitere Bildschirme in der Mitte des Armaturenbretts. Auch ein kleineres Display für den Beifahrer ist vorgesehen. Für langjährige X5-Fahrer bedeutet das eine Umstellung, denn die bisher sehr gut ablesbaren Rundinstrumente verschwinden. Erhalten bleibt der Anspruch, ein luxuriöses und komfortables Reisefahrzeug zu sein.

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Die Bedienung wandert stärker in die Flächen und Türen. Die Sitze lassen sich über Schalter in den Türverkleidungen verstellen, Fensterheber und weitere Funktionen sitzen auf einer breiten Mittelkonsole. Klimatisierte Becherhalter, neue Komfortsitze, Massage- und Belüftungsfunktionen unterstreichen den Oberklasseanspruch. Vorn war der X5 schon bisher sehr bequem, die größeren Fortschritte dürfte BMW in der zweiten Reihe gemacht haben. Wer noch mehr Platz sucht, wird allerdings weiterhin beim größeren X7 landen.

Die volle Palette an Antrieben

Das eigentliche Thema des neuen X5 steckt unter der Karosserie. BMW bietet den SUV mit fünf unterschiedlichen Antriebskonzepten an: Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Batterieelektrik und später auch Brennstoffzelle. Damit wird der X5 zum vielleicht deutlichsten Ausdruck der Münchner Strategie, sich nicht auf eine einzige Antriebsform festzulegen.

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Zum Start gibt es klassische Sechszylinder. Der Benziner leistet 400 PS, der Diesel kommt auf 313 PS. Beide arbeiten mit 48-Volt-Technik und Mildhybrid-Unterstützung. Darüber positioniert BMW den X5 50e xDrive als Plug-in-Hybrid. Sein drei Liter großer Reihensechszylinder wird von einem im Getriebe integrierten Elektromotor unterstützt. Gemeinsam kommen beide Antriebe auf 489 PS und 700 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 242 km/h, die elektrische Reichweite bei mehr als 80 Kilometern.

Sportlicher wird es im X5 M60e xDrive. Auch hier bleibt BMW beim aufgeladenen Sechszylinder, kombiniert ihn aber mit stärkerer elektrischer Unterstützung. Die Systemleistung steigt auf 612 PS. Damit soll der Plug-in-Hybrid jene Rolle übernehmen, die früher stärker mit großvolumigen Achtzylindern verbunden war: souveräne Leistung, hohe Reserven und ein deutlicher Abstand zu den zivileren Varianten.

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Neu im Programm ist der rein elektrische iX5 60e xDrive. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse liefern zusammen 578 PS und 805 Nm Drehmoment. Die Batterie im Unterboden besitzt eine Kapazität von 141 kWh. Damit soll der elektrische X5 je nach Ausführung und Bedingungen zwischen 645 und 845 Kilometer Reichweite schaffen. Geladen wird mit bis zu 460 kW, das Fahrzeuggewicht liegt allerdings bei rund 2,9 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 210 km/h begrenzt.

Brennstoffzelle ab 2028

Ab 2028 soll zusätzlich eine Version mit Brennstoffzellenantrieb folgen. Damit hält BMW an einer Technologie fest, die im Pkw-Markt bislang kaum eine relevante Rolle spielt, für einzelne Märkte und Einsatzprofile aber weiterhin als Option betrachtet wird. Ob sich der Aufwand im großen SUV-Segment tatsächlich lohnt, bleibt offen. Der X5 zeigt damit jedoch sehr klar, dass BMW seine Antriebsstrategie bewusst breiter anlegt als viele Wettbewerber.

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Preislich beginnt der neue X5 bei 94.800 Euro für den 40d xDrive. Der Benziner startet bei 98.800 Euro. Für die Plug-in-Hybride nennt BMW mindestens 102.800 Euro für den X5 50e und 125.000 Euro für den X5 M60e. Der elektrische iX5 60e xDrive liegt ebenfalls bei 102.800 Euro. Die Produktion von Benziner und Diesel startet im August in Spartanburg. Die Plug-in-Hybride und die batterieelektrische Version folgen ab Dezember. Auf die Märkte kommen die ersten Varianten schrittweise ab Ende November.

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