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Ford Ranger 2022. Mit V6-Diesel.

Der meistverkaufte Pick Up Europas bekommt eine Neuauflage. Der Ford Ranger ist zwar keine ganz so fette Nummer wie sein großes Vorbild F-150 in den USA, doch weltweit ein echtes Erfolgsmodell.

In Asien, Südamerika oder Australien sind Pick Ups echte Massenmodelle; in Europa führen sie seit Jahren dagegen eher ein Schattendasein und werden in erster Linie von Offroadfans und Gewerbetreibenden gefahren. So wundert es nicht, dass der neue Ford Ranger federführend in Australien für seinen Dienst am Kunden entwickelt wurde. Auch die ersten Testkilometer legte die Schar der Prototypen in Down Under zurück. 10.000 harte Wüstenkilometer entsprechen in einem Entwicklungsleben dabei ungefähr einer Million Fahrkilometer auf befestigten Straßen und mehr als 600.000 Kilometer auf unbefestigten Offroad-Pisten. So soll der neue Ford Ranger für alles gewappnet sein.

Das Design ist nicht ungewöhnlich für einen solchen Pick Up kraftvoll, muskulös und gerade von vorn durchaus imposant. „Unsere Kunden haben eine klare Vorstellung davon, wie der neue Ranger aussehen sollte – vom Design bis hin zu seiner Ausstrahlung auf sie“, verrät Max Tran, leitender Designer des neuen Ranger, „sie haben sich für den neuen Ranger ein präsenteres Erscheinungsbild gewünscht, das Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit ausstrahlt“.

An die Vorgängergeneration erinnert daher nichts mehr. Der hat trotz seines fortgeschrittenen Alters als Marktführer in Europa gerade erst einen Verkaufsrekord erzielt – mit mehr als 45.000 verkauften Fahrzeugen, was einem spektakulären Marktanteil von 39,9 Prozent entspricht.

Der neue Ranger rollt ab Frühjahr 2022 im Ford-Werk in Thailand sowie – für die Versionen, die unter anderem in Europa verkauft werden –, in Südafrika vom Band. „Wir fahren selbst Ranger und haben unsere Begeisterung für die Ranger-Erlebniswelt in das neue Modell einfließen lassen“, so Gary Boes, Management-Direktor für Firmenfahrzeuge bei Ford Global Trucks, „wir wollten, dass unsere Kunden mit dem neuen Ranger ihren persönlichen Lebensstil verwirklichen und intensiv genießen können.“ Das neue Chassis bietet gegenüber dem Vorgängermodell einen 50 Millimeter längeren Radstand und eine ebenfalls 50 Millimeter breitere Spur. Die neue Fahrzeugstruktur der Frontpartie schafft unter der Motorhaube einen größeren Bauraum für den Einsatz eines Sechszylinderdiesels in V-Form und später folgende Elektrifizierungen.

Doch nach Kundenwunsch geht es erst einmal nur um Dieseltriebwerke. Neben dem zwei Liter großen Basisdiesel mit vier Zylindern, der wahlweise als Handschalter oder Automatikversion mit jeweils sechs Stufen angeboten wird, gibt es einen stärkeren Vierzylinder-Doppelturbo und als Topmodell den lange von den Kunden geforderten V6-Diesel mit drei Litern Hubraum, der obligatorisch an die bekannte Zehngang-Automatik gekoppelt ist. Anzunehmen, dass die stärkere Ranger-Variante mit dem gleichen Dreiliter-Diesel angeboten wird, der auf Wunsch auch im großen Bruder Ford F-150 angeboten wird und hier 250 PS / 597 Nm leistet. Je nach Motorvariante gibt es den neuen Ford Ranger entweder mit einem zuschaltbaren Allradantrieb oder für die stärkeren Versionen einen permanenten Allradmodus.

Im Vergleich zu seinem erfolgreichen Vorgänger wanderten die Vorderräder um fünf Zentimeter nach vorn. Der verlängerte Radstand verbessert den Böschungswinkel und die Spurtreue im Offroad-Betrieb. Die Stoßdämpfer-Anlenkungspunkte der hinteren Radaufhängungen wanderten auf die äußere Seite des Karosserierahmens, was einem größeren Federungskomfort auf und abseits befestigter Straßen zugute kommen soll. Innen präsentiert sich der neue Ford Ranger etwas moderner als sein Vorgänger rund folgt damit dem Vorbild aktueller SUV-Modelle des Autobauers aus Dearborn. Auffällig ist ein neuer, hochkant angeordneter Multifunktionsbildschirm in der Mitte des Armaturenbretts, der wahlweise eine Diagonale von zehn oder zwölf Zoll hat und die diagonalen Instrumente hinter dem Steuer ergänzt. Das aktuelle Bediensystem Sync 4 hat Ford gerade mit dem elektrischen Ford Mustang Mach-E eingeführt.

Mindestens genauso wichtig dürfte vielen Kunden jedoch der Alltagsnutzen sein. So gibt es eine integrierte Trittstufe am hinteren Radlauf. Anthony Hall, Leiter der Ranger-Fahrzeugkonstruktion: „Einige nutzten den Reifen als Trittstufe und sind dann über die Seitenreling geklettert, andere haben sich mühsam durch die offene Heckklappe hinauf auf die Pritsche gehievt.“

Die Ladefläche selbst gewann in der Breite um fünf Zentimeter und erhält eine Kunststoffbeschichtung, die unempfindlich gegen Kratzer und Schrammen sein soll. „50 Millimeter mehr Ladebreite für die Ranger-Pritsche: Das klingt im ersten Moment nicht nach sehr viel – tatsächlich kann es aber einen großen Unterschied ausmachen, wenn zum Beispiel Sperrholzplatten oder auch Paletten transportiert werden müssen“, betont Anthony Hall. Stahlrohrschienen dienen dabei als Anker für weitere Befestigungspunkte, die das Sichern der Ladung erleichtern und entlang der Seitenplanken und Heckklappe decken Kappen die Befestigungspunkte für Planen und anderes Zubehör ab. Marktstart für den neuen Ford Ranger soll nicht vor Mitte 2022 sein. Die Preise dürften auf dem Niveau des Vorgängers liegen, der aktuell bei rund 35.000 Euro beginnt.

Stefan Grundhoff; press-inform

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