Mehr Dampf. Weniger Verbrauch.

Die Autos werden immer größer, schwerer und insbesondere die SUV liegen in der Gunst der Käufer unverändert weit vorn. Kein Wunder, dass die Motorleistung der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen ist. In gleichem Maße fielen jedoch die Verbräuche nach unten.

Erinnert man sich an die frühen 80er Jahre, so hatte der VW Golf GTI als eines der stärksten Modelle in der beliebten Kompaktklasse gerade einmal 112 PS und schaffte damit nicht einmal 190 km/h. Eine Mercedes S-Klasse der Baureihe W 126 hatte als Topmodell den 279 PS starken 560 SEL.

Wie sich die Zeiten doch ändern können. In den gleichen Leistungsklassen wie seinerzeit die Topmodelle unterwegs waren, bewegen sich heute viele Einstiegsmodelle. Der aktuelle VW Golf 8 startet in der Basis bei 110 PS und die schwächste Mercedes S-Klasse leistet als S 350d bereits 286 PS. Dabei ist das Gewicht der S-Klasse im Laufe der Jahrzehnte von knapp 1,9 Tonnen auf 2,2 Tonnen angewachsen. Der VW Golf legte von rund 900 Kilogramm auf 1,3 Tonnen zu.

Für den mächtigen Leistungszuwachs zeichnen Entwickler und Ingenieure verantwortlich, die der Motorentechnik durch Direkteinspritzung oder Turboaufladung jedoch nicht nur mehr Leistung, sondern auch deutlich mehr Effizienz brachten. Trotz doppelt so viel Leistung hat sich der Verbrauch in den vergangenen 20 bis 30 Jahren bei vielen Modelle halbiert.

Dabei ist die Steigerung der Motorleistung und die Reduzierung des Verbrauchs keinesfalls von der Fahrzeugklasse abhängig. Die Veränderungen zu viel mehr Leistung, deutlich weniger Verbrauch und ganz nebenbei einer immensen Steigerung der Kaufpreise ist über alle Marken und alle Fahrzeugklassen zu beobachten. Welche Segmente besonders zulegten und wo die Leistung nur moderat anstieg, haben sich die Analysten von Jato Dynamics für die vergangenen 20 Jahre einmal angesehen. In Relation dazu wurden auch die Hubräume der Verbrennungsmotoren gesetzt; mit durchaus überraschenden Ergebnissen.

Im Jahre 1999 waren die Motoren der Kleinstwagen im Durchschnitt gerade einmal 56 PS stark. Bis 2009 kamen innerhalb von 20 Jahren überschaubare elf PS hinzu, bis 2019 ging es im Durchschnitt nochmal um weitere zehn Pferdestärken nach oben. Immerhin ein Zuwachs von 36 Prozent. Doch es ist der geringste Leistungszuwachs aller Segmente. Schon die nächsthöhere Pkw-Klasse der Kleinwagen kommt im Laufe der Jahrzehnte auf fast 59 Prozent mehr Antriebsleistung. Und so zieht sich das durch alle Segmente hindurch.

Die Leistungssteigerung korreliert dabei fast mit der Segmentgröße: Je größer das Fahrzeug, desto größer die Leistungsexplosion. An der Spitze stehen deshalb nicht ganz überraschend die großen bzw. Luxus-SUVs. Sie legten über die Jahre um 83 Prozent zu und hängen damit sogar die Sportwagen ab. Deren Fitnesskur betrug in zwei Jahrzehnten 110 PS – immerhin jedoch mehr als 65 Prozent.

Gleichermaßen gehen jedoch die Emissionswerte zurück. Das ist nicht zuletzt auf das Downsizing der Triebwerke zurückzuführen, was die Hubräume kleiner macht. Im Gegensatz dazu wurden die Brennkammern der echten Sportwagen um elf Prozent aufgebohrt und selbst die obere Mittelklasse kommt auf dreieinhalb Prozent. Jedoch sind die Motoren speziell seit dem Jahre 2009 wieder kleiner geworden. Den größten Sprung nach unten machen mit mehr als 20 Prozent die kleinen und mittelgroßen SUVs.

TEXT Stefan Grundhoff; press-inform

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