Der Prototyp des Grenadier V8 wurde als einmaliges Projekt für die technischen Auszubildenden des Ineos-Partners Magna entwickelt, die dadurch praktische Erfahrungen mit dem Grenadier sammeln konnten.
Im Rahmen dieses Projekts wurde der Antriebsstrang komplett ausgetauscht und der BMW 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benzinmotor des Grenadiers durch einen 6,2-Liter-V8-Benzinmotor von GM mit 425 PS und 625 Nm ersetzt. Dieser Austausch erforderte eine vollständige Überarbeitung der Motorlager, der Motorelektrik und -elektronik, der Wasser- und Ölkühlung, des Auspuffkrümmers und des Endschalldämpfers, der Getriebelager und Hitzeschilde sowie der Mittelkonsole.
Sollte der V8 in Serie gehen, wird das Triebwerk natürlich vom aktuellen Motorenpartner BMW kommen. Für den beim Goodwood Festival of Speed gezeigten Prototypen wäre die Anpassungen des Münchner Triebwerks zu umfangreich gewesen.
Rallye-Version
Ebenfalls gute Chancen hat die Rallye-Version des Grenadiers, deren Homologation nur noch Formsache sein soll. Der für die Teilnahme an der Rallye-Raid-Weltmeisterschaft 2025 umfassend modifizierte Grenadier bekommt eine leistungsgesteigerte Version des regulären BMW 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benzinmotors mit 348 PS und 550 Nm (67 PS und 100 Nm mehr als der Serienmotor). Hinzu kommen eine Sportauspuffanlage, ein Rennfahrwerk der Firma R53 Engineering aus Warwick (England), stärkere Bremsen und eigens entwickelte Leichtmetallräder. Ein ausgeräumter Innenraum mit integriertem Überrollkäfig und Schalensitzen sowie Türinnenverkleidungen und Dachlüftungsschlitze aus Carbon vervollständigen die Rennmodifikationen.
Hoch hinaus
Ob der AMG G63 6×6 bei der Idee Pate stand? Möglich. Mit Hilfe der deutschen Sonderfahrzeugbauer LeTech wird der Quartermaster Pick-up buchstäblich auf ein neues Niveau gehoben. Das Fahrzeug bekommt ein höhergelegtes Chassis mit Portalachsen und versetzten Radnaben. Dadurch konnten die Bodenfreiheit um 250 Millimeter auf 514 Millimeter und die Wattiefe von 800 auf 1.050 Millimeter gesteigert werden. Größere Geländereifen vervollständigen die Modifikationen. Übrigens: Der Grenadier mit Portalachsen ist bereits im Einsatz – vor Kurzem wurden ähnlich modifizierte Fahrzeuge an die Feuerwehr in Mülheim an der Ruhr geliefert.