WALTER #8.

Auch die achte Ausgabe von WALTER steckt voller Fahrfreude und klarer Aussagen.

Ursula von der Leyen, die gar nicht mal so ausgewiesene Automobilspezialistin und wenig hochdekorierte Umweltexpertin, hat nun tatsächlich gemeinsam mit anderen Großstadtblasenbewohnern beschlossen, dass die EU ab 2035 keine Verbrenner mehr zulassen möchte. Weil bis dahin sicher jedem Autofahrer jederzeit der Zugang zu einem E-Auto und einer Ladesäule ermöglicht wurde, das gesamte Stromnetz in Europa auch an jedem Ort die entsprechende Leistungsfähigkeit besitzen wird und der Strom ausschließlich und ausreichend aus erneuerbaren Energien bezahlbar in diese neuen hochmodernen Netze eingespeist wird, weil es ja sonst wenig Sinn ergeben würde.

Ich darf hier mal die häufigste Reaktion aus den EU-Ländern Bulgarien, Rumänien, Malta, Litauen, Zypern, Estland, Lettland und den Beitrittskandidaten Albanien, Kosovo, Serbien, Montenegro und Nordmazedonien sowie der Landbevölkerung aus den restlichen Staaten kurz übermitteln:

MUAAAAHAHAHAHAHA.

Nachdem wir dieses Thema also final besprochen haben und vergessen können, kommen wir zum Nächsten: Wahl in Deutschland. Markus Stier hat sich mal ganz genau in die Wahlprogramme der Parteien eingelesen, um zu schauen, wer uns Autofreunden denn wie in die Taschen greifen und maßregeln will. Natürlich haben die Parteien wohlweislich nicht alle Vorhaben niedergeschrieben, man will ja ein paar Autofahrer als Wähler behalten. Ist ja dann schnell geändert und nachgetragen. Trotzdem jetzt schon spannend.

Lest aufmerksam und wählt einfach weise, dann gewinnen wir Zeit. Und in vier Jahren werden sich dann auch sicher die geschönten CO2-Zahlen der E-Autos relativiert haben und die gesamte Herstellungskette und die tatsächlichen Stromquellen in die Bemessung einbezogen sein, so wie China es uns vormacht. Und dann reden wir nochmal neu über die modernen Verbrenner und andere Alternativen.

Noch ist es nicht Uschis Welt. Noch können wir uns mit Sinn und Verstand weiter den schönen Dingen und Autos des Lebens widmen.

Habt 148 Seiten Spaß!

Thomas Senn
Chefredakteur

LESENSWERT.