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Günstige Luxusliner. Wieso nicht träumen?

Der Winter klopft ganz langsam an die Tür und viele suchen nach einem Winterauto. Und nicht wenige träumen ohnehin von einem Alltagsmobil, das sich vom müden Einheitsbrei auf den Straßen abhebt. Wieso nicht einmal in die absolute Luxusliga schielen und von einem gebrauchten Nobelmodell schwärmen? VW Golf und Mercedes E-Klasse waren vorgestern – es gibt auch bezahlbare Luxusliner.

Gerade bei einem Luxusmodell geht es nicht allein um Ausstattung, Farbe, Vorbesitzer oder Unfallfreiheit. Die Wartungshistorie macht die Musik, denn hier geht eine kleine Reparatur schnell in die tausenden von Euro. Wenn es bei einem Bentley Continental GT oder dem ähnlich eleganten Limousinenbruder Flying Spur einen Defekt an der Getriebeautomatik gibt, der variable Allradantrieb tropft oder die Luftfederung ein Leck hat, wird es teuer – sehr teuer.

Wer daher unsicher ist, sollte bei einem kurz bevorstehenden Kauf ein paar hundert Euro in die Hand nehmen, und den potenziellen Garagenzuwachs bei einer Prüforganisation wie dem TÜV, dem ADAC oder gar einem Bentley-Händler auf Herz und Nieren testen lassen. Dann gibt es hinterher keine bösen Überraschungen und der vermeintlich gute Kauf wird zu keinem finanziellen Desaster.

Vorher lässt sich das Risiko allerdings eingrenzen, wenn die Wartungshistorie vollständig ist. Fehlen das Serviceheft oder die entsprechend vorgeschriebenen Wartungen gar nicht lange überlegen und einfach dem wortgewandtem Verkäufer absagen – es gibt andere Autos, die in Frage kommen. Die Historie ist gerade bei einem einst so teuren Luxusmodell das A und O, denn wer diesen nicht gepflegt hat, hatte dafür gute Gründe, die man als Nachbesitzer nicht ausbaden sollte. Echte Schwachstellen hat der Bentley Continental nicht. Aufgrund der hohen Motorleistung von über 500 PS sollte man nicht nur den Allradantrieb, sondern auch die Antriebswellen, das Fahrwerk und speziell die Vorderradaufhängung und die Lenkung anschauen.

Wenn es noch etwas exklusiver sein darf und man das Herstellungsland des gewünschten Traumwagens nicht wechseln möchte, dann können Kaufinteressenten auf der Suche nach einem spektakulären Luxusmodell auch einmal zu Rolls-Royce schauen. Hier wird man für überschaubare Summen jedoch am einfachsten in der Liga der Klassiker fündig. Einen legendären Rolls-Royce Silver Shadow aus den 1970er Jahren gibt es bereits für deutlich unter 10.000 Euro.

Dafür gibt es einen seidigen Motorlauf, 200 PS und allseits einen spektakulären Auftritt mit der damals besten Luxuslimousine, die man für Geld kaufen konnte. Anders als bei jüngeren Bentley-Modellen, deren günstigere Modelle auf dem Gebrauchtwagenmarkt oftmals als Kilometerfresser auf der Langstrecke unterwegs waren, sind Rolls-Royce-Modelle wie Silver Shadow I oder II zumeist mit recht überschaubaren Laufleistungen unterwegs. Unter 100.000 oder gar 50.000 Kilometern sind keine Seltenheit und der Rechtslenker ist zumeist gesetzt.

Auch bei einem solchen Klassiker, der in einem soliden Zustand aus dem Ende der 1970er Jahre vielleicht 15.000 oder 20.000 Euro kostet, muss man nicht nur auf die Historie, sondern insbesondere auf die Technik achten. Viele Sachen lassen sich aufgrund der jahrzehntelang verbauten Technik vergleichsweise einfach und kostengünstig reparieren; viele spezielle Teile sind jedoch sündhaft teuer und aufwendig zu reparieren.

Wer unsicher ist, sollte nicht zwingend bei einem Rolls-Royce-Händler zur Vorabdurchsicht vorbeischauen, sondern kann sich am besten bereits bei der Autosuche nach einem Werkstattspezialisten für die britische Nobelmarke umschauen. Hier gibt es viele Hintergrundinfos, die man sich sonst aufwendig erlesen muss und oftmals hat der Werkstattmeister auch ein paar Kunden im Kopf, die ihren Rolls-Royce gerade verkaufen wollen. Das spart Geld und jede Menge Nerven.

Wer sich für die alten Silver Shadows nicht erwärmen kann, für den kommt gegebenenfalls ein Rolls-Royce Silver Spirit aus den späten 1980er Jahren in Frage. So manche Reparatur gerade an Fahrwerk, Elektrik und Antrieb ist hier jedoch teurer als bei den Klassikern. Oder man schaut als Interessent zu einer Luxuslimousine wie dem Rolls-Royce Silver Dawn herüber; Ende der 1990er Jahre einem der letzten Modelle, bevor BMW die Marke Rolls-Royce übernahm und die Fahrzeuge auf einem anderen technischen Niveau neu entwickelte.

Einen gepflegten Silver Dawn gibt es selten, wenn jedoch für mitunter weniger als 35.000 Euro. Der Luxus an Bord kennt mit einer Orgie in Holz und Leder dabei kaum Grenzen. Obligatorisch: das 6,8-Liter-Legenden-Triebwerk.

Stefan Grundhoff; press-inform

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