Lotus lenkt um. Neuer V8-Hybrid-Supersportwagen für 2028.

Mit der Strategie „Focus 2030“ reagiert Lotus auf die veränderte Marktlage im Performance-Segment und erweitert sein zuletzt primär auf Elektromobilität ausgerichtetes Portfolio um ein leistungsstarkes Verbrenner-Hybrid-Konzept.

Der Lotus Type 135 markiert eine strategische Anpassung des britischen Herstellers. Anstelle eines rein elektrischen Antriebsstrangs wird das Modell über einen neu entwickelten V8-Hybrid-Antrieb mit einer angestrebten Systemleistung von über 1.000 PS verfügen. Lotus trägt der wirtschaftlichen Realität Rechnung, dass die globale Kundennachfrage nach Supersportwagen weiterhin stark von Verbrennungsmotoren geprägt ist.

Technologisch greift Lotus für den Supersportwagen auf bereits im Konzern etablierte Systeme zurück und skaliert diese. Der V8-Motor wird in eine weiterentwickelte Version des „X-Hybrid“-Systems integriert, das aktuell im SUV-Modell Eletre X zum Einsatz kommt.

Während das System im Eletre an einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor gekoppelt ist, nutzt der Type 135 dieselbe elektrische Basisarchitektur in direkter Kombination mit dem V8-Aggregat. Dies umfasst das bestehende Setup aus 900-Volt-Technologie und einer 70-kWh-Batterie.

Produziert werden soll der Type 135 in Europa, was die Beibehaltung regionaler Fertigungsstrukturen innerhalb der chinesischen Geely Holding Group unterstreicht. Weitere spezifische Details wird das Unternehmen im Laufe des Jahres 2026 veröffentlichen. Die zentrale Herausforderung wird darin bestehen, die markentypischen Prinzipien von Leichtbau und Aerodynamik mit dem zusätzlichen Gewicht und der Komplexität eines V8-Motors und dem Batteriesystem in Einklang zu bringen. Mit den bisherigen Elektromodellen hatte man sich von diesen Grundsätzen des einstigen Gründers Colin Chapman weit entfernt.

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