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Polestar O2. Die Rückkehr.

Der elektrische Volvo-Markenableger Polestar hat seine Kunden bereits mit den ersten beiden Modellen überrascht. Der Polestar 1 war ein sehenswerter Powerhybride, der ehemals als Volvo C90 Coupé gedacht war und mit dem Polestar 2 setzten die Elektroschweden nicht auf einen Crossover, wie es nahezu die gesamte Konkurrenz tat, sondern auf eine Sportlimousine. Auch wenn von der Marke mit dem Doppelwinkel beizeiten ein Crossover folgen wird, gibt es nunmehr einen automobilen Hochspannungseinschlag mit der seriennahen Studie des Polestar O2. Der ist ein offener Spaßmacher mit elektrischem Antrieb – optische Anleihen an die Studie des Precept sind alles andere als zufällig.

„Polestar O2 ist unsere Vision einer neuen Ära für Sportwagen. Indem er den Fahrspaß mit offenem Verdeck mit der Elektromobilität verbindet, kreiert er neuartige Emotionen“, erläutert Polestar-Chefdesigner Maximilian Missoni, „aber wie bei all unseren Autos geht es uns um mehr als nur den Sprint auf der Geraden. Der wahre Spaß beginnt, wenn man einlenkt.“

Im geschlossenen Zustand ist der Polestar O2 ein sportliches Coupé mit breiter Spur, langem Radstand und kurzen Überhängen. Das zweitelige Dach verschwindet auf Knopfdruck hinter dem Innenraum und so können die vier Insassen den Fahrtwind des Elektromobils genießen. Front- und Seitenscheiben schützen die Passagiere dabei wie ein Helmvisier vor störenden Verwirbelungen. Durch spezielle Luftführungen am Fahrzeug soll die Reichweite des offenen Elektromobils nicht allzu sehr beeinträchtigt werden. Statt der üblichen Außenspiegel ist der Polestar O2 mit Kameras rundum ausgestattet.

„Polestar O2 ist das Hero Car unserer Marke“, unterstreicht Polestar-CEO Thomas Ingenlath, „er lässt das Ausmaß unseres Potenzials erahnen und ist ein Vorgeschmack auf das, was wir mit den Talenten und der Technologie, die wir im eigenen Haus bündeln, entwerfen und entwickeln können. Er sieht nicht nur unglaublich aus, die Möglichkeit, das Dach absenken zu können, ohne einen Motor zu hören, verspricht ein großartiges Fahrerlebnis.“

Einzelheiten zum Antrieb gibt es bisher nicht, jedoch ist davon auszugehen, dass er wie die anderen Modelle von Polestar über einen leistungsstarken Allradantrieb mit mehr als 400 PS verfügen wird und anders als die Volvo-Fahrzeuge nicht bei 180 km/h abgeriegelt wird. Das offene Viersitzer ist auf einer Aluminiumplattform unterwegs, die vom Polestar 5 übernommen und vom Forschungs- und Entwicklungsteam in Großbritannien entwickelt wurde.

Polestar verzichtet auch beim Coupé-Cabrio-Zwitter O2 auf edle Ledersitze, sondern im Innenraum der Konzeptstudie wurden ausschließlich recycelte Materialien verbaut. Schäume, Klebstoff, Strickfasern und die Vlieslaminierung bestehen dabei aus wiederverwertetem Polyester. Der Innenraum mit animierten Instrumenten, 15-Zoll-Hochkantdisplay und einer frei schwebenden Mittelarmlehne ist wie man es von Volvo und Polestar kennt, betont nüchtern gehalten. Die Gangwahl erfolgt über einen zweiten Lenkstockhebel hinter dem Dreispeichenlenkrad. Eher Spielerei denn realer Bezug ist eine fernsteuerbare Drohne, die hinter den Fondsitzen bis zu einer Geschwindigkeit von 90 km/h in die Luft steigen kann. Dann kann das Frühjahr nunmehr kommen und die Cabriolets erleben eine Renaissance.

TEXT Stefan Grundhoff für WALTER

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