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SVE Oletha. Bestens behütet.

Der BMW Z8 gehört für viele Automobilisten zu den schönsten Roadstern aller Zeiten. Eine geschlossene Version hatte es seinerzeit jedoch nicht gegeben. Die kreiert der amerikanische Kleinserienhersteller Smit Vehicle Engineering nun mit dem SVE Oletha. 450 PS stark und fast 500.000 Euro teuer.

Zunächst einmal muss man einen BMW Z8 übrig haben und dieser wurde von 2000 bis 2003 in einer vergleichsweise überschaubaren Stückzahl von kaum mehr als 5.700 Fahrzeugen von BMW in aufwendiger Handarbeit gebaut. Das elegante Roadsterdesign in Anlehnung an den grandiosen BMW 507 und der V8-Saugmotor aus dem M5 der Generation E39 machten den offenen Doppelsitzer schon während seiner Produktionszeit zu einem kommenden Klassiker, der er schnell wurde.

Auf dem Klassikermarkt erzielen die zumeist gut erhaltenen Modelle trotz einiger Marktamplituden oftmals Höchstpreise und selbst Modelle mit stattlichen Laufleistungen sind kaum mehr unter 200.000 Euro zu bekommen.

Wem das aufgesetzte Hardtop – seinerzeit als Option zu bekommen – nicht gefällt und trotzdem einmal einen geschlossenen BMW Z8 besitzen wollte, für den haben die beiden Brüder Willem und Kaess Smit von Smit Vehicle Engineering nun das perfekte Traumauto – ein Z8 Coupé, der nicht im Entferntesten an das seltsame BMW Z3 Coupé in Turnschuhform erinnert und auch nichts mit dem eleganteren Nachfolger des BMW Z4 Coupé gemein hat. 500.000 Euro muss einem der überaus exklusive Fahrspaß allerdings wert sein.

Die beiden Firmengründer von SVE ließen beim Oletha-Projekt auf Basis des BMW Z8 ihre Erfahrungen aus Technik und Fertigung in Auto- und Luftfahrbranche einfließen. Zu den früheren Arbeitgebern der beiden Brüder gehörten unter anderem General Electric, Tesla Motors oder Singer Vehicle Design. Jetzt setzten die beiden Autofans ihren Traum in die Realität um und erschufen einen offenen BMW Z8, der zu einem sehenswerten Luxuscoupé wurde.

Während die Außenhaut inklusiv Front, Türen, Haube und Heck durch umfangreiche Karbonarbeiten angepasst wurden, bekommt der zum SVE Oletha gewordene Z8 auch ein neues Herz. Statt des prächtigen V8-Saugers aus dem seinerzeitigen BMW M5 mit der internen Bezeichnung S62B50, der 400 PS leistete, arbeitet unter der bauchigen Motorhaube des Kleinseriencoupés mit ausfahrbarem Heckspoiler nunmehr der S65-Hochdrehzahlmotor aus dem BMW M3 der Generation E92. Durch eine Hubraumerweiterung auf 4,4 Liter werden dem sonst 420 PS starken V8-Saugmotor mehr als 450 PS und eine Maximaldrehzahl von 8.500 U/min entlockt, die per manueller Sechsgangschaltung an die Hinterachse übertragen werden.

Die Karbonkarosserie nebst entfallenem Stoffdach reduziert das Leergewicht des Luxusmodells aus einst bayrischer Fertigung auf nicht einmal 1,5 Tonnen. So macht Abspecken Laune.

TEXT Patrick Solberg für WALTER

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