Alpine A110 der dritten Generation. Konturen der Zukunft.

Alpine zeigt die neue A110 noch nicht vollständig, lässt aber erstmals viel von ihrer Form erkennen. Eine eigens entwickelte Skulptur gibt einen Ausblick auf die dritte Generation der Berlinette und verrät unter ihrem blauen Schleier bereits Proportionen, Frontpartie und einige jener Linien, mit denen Alpine sein wichtigstes Modell in die Zukunft führen will.

Für Alpine ist die kommende A110 mehr als der nächste Modellwechsel. Sie ist der Kern der Marke und zugleich das Auto, an dem sich zeigen wird, ob sich deren bisheriges Erfolgsrezept in die nächste Generation übertragen lässt.

Einen ersten technischen Hinweis gab es bereits im Sommer beim Goodwood Festival of Speed: Dort fuhr der Entwicklungsträger A110 FUTURE erstmals öffentlich auf der neuen Alpine Performance Platform, kurz APP. Seine Karosserie stammte jedoch noch weitgehend vom aktuellen Modell und war lediglich an die neuen Abmessungen der Plattform angepasst. Rückschlüsse auf das endgültige Design waren deshalb kaum möglich.

Alpine A110 Sculpture 2

Das ändert sich nun. Die neue Skulptur ist zwar noch kein Serienauto, aber sie zeigt erstmals deutlich, wohin die Reise gestalterisch geht. Der blaue Überzug soll Leichtigkeit, Aerodynamik und den Moment des Schallmauerdurchbruchs symbolisieren, formuliert die PR-Abteilung. Als Inspiration nennt Alpine unter anderem die Concorde. Das klingt reichlich feierlich, lässt sich aber leicht ausblenden. Interessanter ist, was unter dem Schleier zu erkennen ist.

Die A110 bleibt eine A110

Die Grundhaltung bleibt vertraut. Die Fahrgastzelle sitzt kompakt zwischen kräftig ausgeformten Radhäusern, das Heck fällt flach ab, die Front steht niedrig und breit auf der Straße. Alpine spricht von einer V-förmigen Frontpartie, einer angedeuteten doppelten Lichtsignatur und stärker modellierten Flanken. Auch die Linie vom Vorderwagen über die Kabine bis zum abgesenkten Heck erinnert klar an die heutige A110 und an die historische Berlinette.

Alpine A110 Sculpture 4

Gerade das dürfte viele Fans ein wenig beruhigen. Alpine versucht offenbar nicht, die A110 neu zu erfinden, nur weil darunter eine neue technische Basis liegt. Bei einem Auto, dessen Reiz so stark von Leichtigkeit, Balance und Proportionen lebt, wäre ein radikaler Bruch ohnehin ein noch gewagteres Experiment.

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Neue Plattform unter neuer Form

Technisch steht die neue Generation auf der Alpine Performance Platform. Wie viel davon im Serienauto sichtbar oder spürbar wird, bleibt vorerst offen. Alpine nennt weder Abmessungen noch Leistungsdaten, Gewicht oder Details zur endgültigen Antriebskonfiguration. Auch die Homologation für den deutschen und europäischen Markt ist noch nicht abgeschlossen.

Alpine A110 Sculpture 1

Besonders spannend wird deshalb das Gewicht. Die aktuelle A110 lebt nicht von brachialer Leistung, sondern von ihrer vergleichsweise geringen Masse und der daraus entstehenden Leichtigkeit. Genau daran wird sich auch die dritte Generation messen lassen müssen. Eine schöne Silhouette ist bei einer A110 nur die halbe Arbeit.

Alpine A110 Sculpture 3

Premiere in Paris

Ab dem 12. Oktober wird die Skulptur auf dem Alpine-Stand der Paris Motor Show zu sehen sein. Wann Alpine die Serienversion der dritten A110 vollständig enthüllt, ist noch offen. Bis dahin bleibt der blaue Schleier an seinem Platz – immerhin inzwischen dünn genug, um Vorfreude zuzulassen.

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