0,00 €

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 €

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Alpine A290 GTS. Renault 5 Turbo reloaded.

Wer kompakte Autos liebt, der kennt auch den Renault 5 Turbo – einen scharfen Kleinwagensportler, der in den frühen 1980ern nicht nur mit seinen dicken Backen auf sich aufmerksam machte. Jetzt kommt die Neuauflage – elektrisch und mit deutlichen Anlehnungen an seinen Ahnen.

Frankreich bebt in dieser Woche nachdem Präsident Emmanuel Macron am vergangenen Wochenende überraschend Neuwahlen ausgerufen hatte, nachdem seine Partei bei der Europawahl unter die Räder gekommen war. Frankreich taumelt und wollte sich dabei in aller Ruhe auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans als größter Motorsportevent der Welt vorbereiten.

Kaum ein Platz könnte besser geeignet sein für die Weltpremiere des Alpine A290, der rein elektrisch der legitime Nachfolger des Renault 5 Turbo sein will. Marketingtechnisch inszeniert hatte Renault bereits vor längerem für seinen sportlichen Ableger Alpine sprachlich eher ungewöhnlich die sogenannte „Dream Garage“ ausgerufen, dessen erstes Modell der neue Alpine A290 als Schwestermodell des neuen Renault 5. Auf ihn folgen werden ein elektrischer Kompaktsportler und der Nachfolger des aktuellen Alpine A110.

Hält sich dieser trotz des sportlichen Designs mit der Leistung von Akku und Elektromotor zurück, so schlägt der 3,99 Meter lange A290 kraftvollere Töne an. Der kompakte und ebenfalls mächtig pausbäckige 290er ist wahlweise mit 130 kW / 180 PS / 285 Nm oder 160 kW / 220 PS / 300 Nm zu bekommen, die von einem 52-kWh-Akku mit Antriebsenergie versorgt werden.

„Die Alpine A290 ist das erste Modell einer neuen Generation von Elektrofahrzeugen und eröffnet unsere Dream Garage auf die schönste Art und Weise“, sagt Alpine-CEO Philippe Krief, „mit diesem urbanen Sportwagen stellt sich Alpine einem breiteren Publikum vor und lässt eine vergessene Kategorie wieder aufleben: den Hot Hatch, der bekannt ist für Fahrspaß.“

Während der Spurt mit 0 auf Tempo 100 in 6,4 Sekunden noch recht sportlich verläuft, ist die Höchstgeschwindigkeit der beiden Sportversionen eine Enttäuschung, denn diese liegt bei gerade einmal 160 beziehungsweise 170 km/h. Auch beim Nachladen bleibt der Franzose blass, denn mit maximal 100 kW-Ladeleistung dauert es im Idealfall 30 Minuten, von 15 bis 80 Prozent nachzutanken. Die Reichweite von bis zu 380 Kilometern. Reicht für einen Kleinwagen wie den Alpine A290 in den meisten Fällen allerdings aus. Für lange Autobahnpassagen gibt es im Hause Renault jedoch deutlich bessere Fahrzeuge, die etwas hermachen, flotter unterwegs sind und seinen Nutzern mehr Reichweite offerieren. 

Dabei macht der Alpine A290 – unterwegs auf der AmpR-Small-Plattform – nicht nur außen auf sportlich, denn auch der Innenraum kann allemal gefallen. In den Topversionen GT Premium und GTS sind Sitze, Instrumententafel und Türverkleidungen mit blauem oder grauem Nappaleder bezogen. Zentral in der Mitte der Armaturentafel der 10,1-Zoll-Bildschirm für die verschiedenen Zusatzunktionen leicht zum Fahrer geneigt, während das 10,25-Zoll-Display über den Fahrzustand informiert.

Das griffige Sportlenkrad mit seinen drei Speichen liegt nicht nur gut in der Hand, sondern es lassen sich an ihm auch Rekuperationsstufen und die vier Fahrprogramme einstellen. Je nach Wunsch ist der Alpine A290 geräuschlos unterwegs oder bekommt einen je künstlichen Motorsound. Nach Porsche-Vorbild wird der Modellname A290 in die Lederkopfstützen und die Rückenlehne eingestickt. Offiziell ist der viertürige 290er ein Fünfsitzer, doch real dürften aufgrund der Abmessungen maximal zwei bis vier Personen in ihm unterwegs sein und sich über einen Kofferraum mit einem stattlichen Volumen von 326 Litern freuen.

Produziert wird der Kompaktsportler im Konzernwerk Douai, während die Montage des Elektromotors in Cleon erfolgt. Ab kommendem Jahr sollen hier auch die Akkus gefertigt werden. 

TEXT Stefan Grundhoff

LESENSWERT.
WALTER.