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Ford Pro Electric Supervan.

Mit einem normalen Ford Transit als Gewerbefahrzeug hat dieser Brandbeschleuniger rein gar nichts zu tun. Da die Wartezeit bis zum neuen Modell noch etwas dauert und elektrische Nutzfahrzeuge in aller Munde hat, durfte die Entwicklungsabteilung von Ford of Europe etwas spielen und ein Fahrzeug kreieren, das beim Festival of Speed für Aufsehen sorgen sollte.

Das, was entfernt an einen Lademeister vom Typ Ford Transit erinnert, trägt in seinem Innern vier Elektromotoren, eine schmale 50-kWh-Batterie und einen Hochleistungsantrieb mit einer Maximalleistung von rund 2.000 PS. Damit kann der weiß-blaue Kastenwagen aus dem Stand in unter zwei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Das Chassis des spektakulären Elektroeinzelstücks basiert auf der Architektur des jüngst vorgestellten E-Transit Custom, der als rein elektrisch angetriebene Version eines Ein-Tonnen-Kastenwagens im kommenden Jahr zu den Kunden kommt.

Entwickelt wurde der Ford Pro Electric Supervan vom hauseigenen Performance-Team, was sonst für die Motorsportmodelle verantwortlich zeichnet und wurde bei der sechswöchigen Umsetzung vom österreichischen Rallyeteam von STARD – Stohl Advanced Research and Development – unterstützt. „Mit einer batterieelektrischen Leistung von 2.000 PS bietet der Ford Pro Electric Supervan Fahrspaß ohne Ende und vereint dies mit einem unverwechselbaren Design, das der neue E-Transit Custom inspiriert hat“, sagt Mark Rushbrook, Direktor Ford Performance Motorsport, „dabei geht es keineswegs nur um schiere Antriebskraft. Die Systeme des Electric Supervan haben eine enorme Rechnerleistung, so dass die Ingenieure seine Performance auf der Rundstrecke in Echtzeit optimieren konnten – so wie bei einem hochentwickelten Rennfahrzeug.“

Der Aufbau des Ford Pro Electric Supervan besteht aus der Bodengruppe des E-Transit Custom mit einem Stahlrahmen und Karosserie-Komponenten aus dem Rennsport. Der speziell konstruierte 50-kW-Akku sitzt tief und zentral im Chassis, um eine bestmögliche Gewichtsverteilung zu ermöglichen. An einem Schnelllader erstarkt das Akkupaket des Electric Supervan in rund 45 Minuten.

Seinen ersten Supervan stellt Ford bereits im Jahre 1971 vor. Damals wurde ein Mittelmotor aus dem Le-Mans-Siegerauto Ford GT40 in einem Transit Mk 1 verpflanzt. Beim zweiten  Modell stülpten die Ingenieure eine aus Glasfaser gefertigte Karosserie im Design der zweiten Transit-Generation über das Monocoque und den 590 PS starken Cosworth-V8 des Ford C100-Gruppe C-Rennwagens. Ganz ähnlich fiel das Konzept des dritten Supervans im Jahre 1994 aus, bei dem ein kreischender Cosworth-HB-Motor aus der Formel 1 mit 650 PS für angemessenen Vortrieb sorgte. Zeitgemäß wird der neue Supervan rein elektrisch angetrieben und das mit einer gigantischen Leistung von 2.000 PS.

TEXT Stefan Grundhoff für WALTER

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