Faszination Walter Röhrl. Der Urknall.

Im Januar kehrt Walter Röhrl zur Rallye Monte Carlo zurück, exakt 40 Jahre nach seinem ersten Sieg. Es war der Urknall für eine Faszination, die bis heute anhält. Der Versuch einer Erklärung.

Nur mal so gesponnen: Da ist ein Typ, von dem keiner je gehört hat. Der fährt im geliehenen Allerwelts-Auto eines Freundes seine allererste Rallye. Weil schon früh die Lichtmaschine muckt, ist das Resultat nicht weiter bemerkenswert, aber zufällig ist die Rallye ein deutscher Meisterschaftslauf, und auf einer Prüfung fährt das Greenhorn gegen die versammelte deutsche Elite die zweitschnellste Gesamtzeit. Der Beifahrer rennt danach zu allen großen Zeitungen und verkündet: Der Bub wird mal ein ganz Großer, der gehört in ein Werksauto. Und was passiert? Genau. Nichts.

Wenn er wenigstens kicken könnte

Was Herbert Marecek nach der Bavaria-Rallye 1968 widerfuhr, nachdem er an der Seite dieses Walter Röhrl sein Erweckungserlebnis hatte, würde sich heute exakt genauso so abspielen. In der Szene würde man ziemlich wuschig werden, in der großen Medienwelt dagegen hieße es: Wenn er wenigstens kicken könnte, könnte man was mit ihm machen.

Als der Youngster auf einem angeblich ungeeigneten Ford Capri der Weltelite zu Beginn der Olympia-Rallye auf der Nase rumtanzt, überschlägt sich vielleicht die Rallye-Welt, aber keineswegs der Rest der Nation. Den Europameistertitel im untermotorisierten Irmscher-Ascona nehmen auch nur Fans zur Kenntnis.

Die Monte kannte jeder

1979 führte die FIA eine Fahrer-WM ein. Ach wirklich? Der erste Weltmeister hieß Björn Waldegaard. Nie gehört. Rallyesport war eine Randsportart, der Name Röhrl was für Fetischisten. Wenn das gemeine Sportschau-Volk irgendwas über Rallye sagen sollte, fiel ihm allenfalls der Begriff Monte Carlo ein. Von der ältesten Automobilsport-Veranstaltung der Welt im glamourösen Fürstentum des Traumpaars Fürst Rainier und Hollywood-Grazie Grace Kelly, das war sogar in Frisiersalons und Kaffeekränzchen ein Begriff.

Und so änderte sich alles, als die große alte Dame in Südfrankreich und der lange Lulatsch aus Bayern im Januar 1980 zueinander fanden … Weiter geht es in der ersten Ausgabe von WALTER

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